Sichtbare Heizungsrohre, die über der Sockelleiste oder quer durch den Raum verlaufen, sind in vielen Wohnungen und Häusern ein optisches Ärgernis. Besonders in Altbauten sind Heizungsrohre häufig auf dem Putz. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Methoden lassen sich Heizungsrohre unkompliziert und kostengünstig verkleiden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, wie Sie Heizungsrohre selbst verkleiden können und wann Sie besser einen Fachbetrieb beauftragen sollten.
Heizungsrohre verkleiden: Methoden, Anleitung & Kosten

Warum sollten Sie Ihre Heizungsrohre verkleiden?
Bevor wir uns die praktischen Methoden ansehen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob es in Ihrem Fall wirklich sinnvoll ist, die Heizungsrohre zu verkleiden. Wägen Sie deshalb folgende Argumente ab, bevor Sie in die Umsetzung starten:
Argumente dafür:
Optik: Sichtbare Rohre stören das Gesamtbild eines Raumes. Mit einer passenden Heizrohrverkleidung integrieren Sie die Rohre harmonisch in Ihre Raumgestaltung. Die Verkleidung kann farblich an Wand oder Boden angepasst werden und tritt so in den Hintergrund.
Energieeinsparung: Freiliegende Heizungsrohre geben ungenutzt Wärme an den Raum ab. Das ist besonders problematisch, wenn sie durch unbeheizte Bereiche wie Keller oder Flure führen. Wenn Sie die Heizungsrohre dämmen, bevor Sie sie verkleiden, senken Sie Ihren Energieverbrauch spürbar.
Schutz: Eine Rohrverkleidung schützt vor äußeren Einflüssen wie Stößen oder Feuchtigkeit beim Wischen. Gleichzeitig verhindert sie, dass sich Staub auf den Rohren absetzt.
Verbrennungsgefahr: Heiße Rohre können insbesondere für Kinder oder Haustiere ein Risiko darstellen. Eine Verkleidung wirkt als Barriere und reduziert die Gefahr, sich versehentlich zu verbrennen.
Wertsteigerung: Eine ansprechende Optik trägt zur Wohnqualität bei. Bei Mietwohnungen kann das ein Pluspunkt sein, bei Eigentum steigert es den Wert der Immobilie.
Was spricht gegen eine Verkleidung der Heizungsrohre?
Erschwerte Wartung: Verkleidete Rohre sind schlechter zugänglich. Bei Reparaturen oder Wartungsarbeiten muss die Verkleidung entfernt werden, was zusätzlichen Aufwand verursacht.
Feuchtigkeits- und Schimmelrisiko: Wenn die Verkleidung nicht ausreichend belüftet ist, kann sich Feuchtigkeit stauen. Das begünstigt Schimmelbildung, insbesondere in schlecht durchlüfteten Räumen.
Gefahr der Wärmestauung: Eine zu enge oder ungeeignete Verkleidung kann die Wärmeabgabe der Rohre beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zur Überhitzung führen. Das gilt besonders bei Fußleistenheizungen oder technischen Installationen, die auf freie Wärmeabgabe angewiesen sind.
Kosten und Aufwand: Materialkosten, Dämmung und handwerklicher Aufwand sind nicht zu unterschätzen. Für manche Räume steht der Nutzen nicht im Verhältnis zum Aufwand.
Veränderung des Raumklimas: In manchen Fällen tragen freiliegende Rohre zur Grundtemperierung eines Raumes bei. Werden sie vollständig verkleidet und gedämmt, kann es zu einer insgesamt niedrigeren Raumtemperatur kommen.
Welche Methoden gibt es zur Rohrverkleidung?
Je nachdem, wo und wie die Heizungsrohre verlaufen, gibt es unterschiedliche Ansätze. Hier ein Überblick über die gängigsten Methoden:
Materialien im Vergleich
Je nach Budget, Optik und Anforderung stehen verschiedene Materialien zur Verfügung:


