Rund 25% der CO2-Emissionen entfallen in Deutschland auf private Haushalte. Heizsysteme verursachen einen erheblichen Anteil dieser Emissionen.1 Egal, ob Sie gerade einen Neubau planen oder Ihre Bestandsheizung moderner gestalten möchten – rund um die neue Heizung stellen sich viele Fragen. Auf dieser Seite haben wir daher für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt und nähern uns der Antwort auf die Frage, ob es eine umweltfreundliche Heizung überhaupt gibt und wie Sie Ihren Beitrag leisten können.
Umweltfreundliche Heizung: Wir klären auf

Das Wichtigste im Überblick: Gibt es umweltfreundliche Heizungen?
Keine Heizung ist vollkommen emissionsfrei: Umweltfreundliche Heizungen bringen keine Nullbelastung, sondern die Reduktion von Emissionen durch verhältnismäßig ressourcenarme Technik und passendes Nutzungsverhalten.
Der rasante Fortschritt auf dem Gebiet der Heiztechnik hat dazu geführt, dass Sie heute aus einer ganzen Reihe Alternativen zu Heiztechniken mit fossilen Brennstoffen wählen können.
Es gibt viele Aspekte, die Sie berücksichtigen müssen: Die Auswahl einer passenden Heiztechnologie, die Kombinationsmöglichkeiten mehrerer Systeme, die Wirtschaftlichkeit und vieles mehr.
Umweltfreundliche Heizung – Ein relativer Begriff
Gesetzliche Vorgaben legen Standards fest, um nationale Klimaziele zu erreichen. Doch können Sie bei Einhaltung direkt von „umweltfreundlichem” Heizen sprechen? Ein rein regelkonformes Heizsystem geht nicht automatisch ohne Umweltbelastung einher. Jede Form der Wärmeerzeugung greift in natürliche Kreisläufe ein und verursacht ökologische Folgekosten.
Anstelle einer absoluten „Umweltfreundlichkeit“ existieren unterschiedliche Belastungsfaktoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette:
Ressourcen- und Energieaufwand bei der Herstellung
Rohstoffgewinnung: Die Produktion moderner Anlagentechnik – ob Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomassekessel – erfordert Metalle, seltene Erden und Kunststoffe. Deren Abbau belastet Böden und Gewässer.
Notwendige Energie: Die Fertigung, Verarbeitung und der weltweite Transport der Komponenten verursachen bereits vor der ersten Betriebsstunde CO2-Emissionen und Energieverbräuche.
Belastung je nach Brennstoff
Fossile Brennstoffe (Gas und Öl): Sowohl bei Erdöl als auch bei Erdgas verursachen Förderung, Abbau und der weltweite Transport über Pipelines oder Seewege Methan-Leckagen, Ölschäden und gravierende Eingriffe in marine wie terrestrische Ökosysteme.
Biomasse (Holz/Pellets): Die Nutzung von Holz setzt zwar im Wesentlichen das gebundene CO2 frei, führt bei nicht nachhaltiger Forstwirtschaft jedoch zu einem Verlust an Artenvielfalt und verringert die Senkenfunktion der europäischen Wälder. Zudem belastet der Verbrennungsprozess lokal die Luftqualität durch Feinstaub.
Strombasierte Systeme: Die Umweltbilanz steht und fällt mit der Herkunft des Stroms. Beim Betrieb mit eigener Photovoltaik oder echtem Ökostrom sinken die Emissionen vor Ort. Kommt der Strom aus fossilen Kraftwerken, gibt es eine größere Umweltbelastung.
Kontinentale Infrastruktur und Flächeninanspruchnahme
Netzausbau: Der steigende Elektrizitätsbedarf erfordert einen Ausbau von Stromtrassen, Umspannwerken und Großspeichern, was mit Flächenversiegelung und Zerschneidung von Lebensräumen einhergeht.
Flächenkonkurrenz: Die Erzeugung von Biomasse oder der Aufbau erneuerbarer Energieparks konkurriert häufig mit der Landwirtschaft oder dem Naturschutz.
Eine absolut emissions- und eingriffsfreie Heizform existiert technisch nicht. Das Ziel beim „umweltfreundlichen“ Heizen kann daher nicht die Nullbelastung sein, sondern ausschließlich die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks auf ein Niveau, das die Erneuerungsfähigkeit der europäischen Ökosysteme nicht übersteigt.
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Umweltfreundliche Heizung: Gibt es das?
Rund 36% der privaten CO2-Emissionen entfallen auf das Wohnen, davon der Großteil auf die Beheizung des Gebäudes, um den Wärmebedarf zu decken1. Bei der Verbesserung der eigenen Klimabilanz spielt die Heizung daher eine große Rolle. Da Heizen aber in jedem Fall Energie benötigt, gibt es keine durch und durch umweltfreundliche Heizung. In unserem Beitrag zur CO2-Bilanz der Heizungsarten erfahren Sie unter anderem:
Welche CO2-Bilanz die verschiedenen Heizsysteme aufweisen
Wie Sie Ihren eigenen CO2-Fußabdruck beim Heizen ermitteln können
Die Wärmepumpe als besonders effiziente Heizung
Die Wärmepumpe liegt voll im Trend und ist im Neubau mittlerweile die beliebteste Heizungsart.2 Kein Wunder – das Heizsystem nutzt die Wärmequellen Luft, Grundwasser oder Erde und arbeitet sehr effizient: Aus nur einer Kilowattstunde elektrischer Energie erzeugen Wärmepumpen drei bis sechs Kilowattstunden Wärme.
Dazu benötigt die Wärmepumpe Hilfsenergie in Form von Strom. Bei der Auslegung einer Wärmepumpe gilt es daher einiges zu beachten, damit das System sein Potenzial ausschöpfen kann. In unseren Artikeln zum Thema Wärmepumpe erfahren Sie unter anderem:
Die Funktionsweise einfach erklärt
Vor- und Nachteile der Wärmepumpen-Arten
Welche Wärmepumpen in Ihrem Fall technisch umsetzbar sind
Ob für eine Wärmepumpe Bohrungen rund um das Gebäude erforderlich sind
Welche Kältemittel es gibt
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E-Book: Heizen mit Wärmepumpe &. Co
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Hybridheizungen: zuverlässig, aber selten notwendig
Die Wärmepumpe ist sowohl im Neubau als auch beim Heizungstausch im Bestandsbau in der Regel eine passende Wahl. Besitzen Sie jedoch eine neuere konventionelle Heizung mit fossilen Brennstoffen wie ein Gas-Brennwertgerät, können Sie auch ein weiteres System hinzufügen. Mit der Ergänzung moderner Heizungsarten wie einer Solarthermieanlage oder einer Warmwasser-Wärmepumpe erhalten Sie eine Hybridheizung, die zumindest weniger fossile Brennstoffe benötigt als eine reine Gas- oder Ölheizung. Unsere Artikel zu dem Thema klären auf:
Welche modernen Heizsysteme Sie mit Ihrer konventionellen Heizung kombinieren können
Wie sinnvoll die Nutzung von Solarthermie zur Unterstützung der Heizung ist
Wie teuer eine Hybridheizung ist
Für wen sich eine hybride Gebäudeheizung eignet
In welchem Fall die Wärmepumpe als alleiniges System ausreichend ist
Weitere Maßnahmen für eine moderne Heizung
Nutzen Sie einen veralteten Wärmeerzeuger, ist es häufig sinnvoll, ihn gegen ein modernes System auszutauschen. Mit geringeren monatlichen Betriebskosten kann sich das auch finanziell schneller lohnen als gedacht. Aber auch mit kleineren Modernisierungsmaßnahmen an Ihrem Heizsystem machen Sie einen Schritt nach vorn. In unseren Beiträgen rund um die Modernisierung der Heizung erfahren Sie unter anderem:
Welche kleinen und großen Modernisierungsmaßnahmen für Ihre Heizung in Frage kommen
Welche rechtlichen Vorgaben dabei zu berücksichtigen sind
Fördermöglichkeiten bei einer Heizungssanierung
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