Wenn die Klimaanlage auf einmal gar nicht mehr funktioniert oder zusehends weniger kühlt, ist die Frustration groß. In den allermeisten Fällen liegt aber kein großer Defekt vor. Beim Betrieb der Klimaanlage können mehrere kleinere Probleme auftreten. Viele davon lassen sich durch regelmäßiges Reinigen und fachmännische Wartung verhindern. Wir erklären das Zusammenwirken der wichtigsten Komponenten und stellen gängige Fehler vor. Außerdem erfahren Sie in diesem Beitrag, wann Sie selbst Abhilfe schaffen können und in welchen Fällen Sie das Feld besser einem Profi überlassen sollten.
Die Klimaanlage kühlt nicht: Ursachen und Lösungen

So sorgt eine Klimaanlage für kühle Temperaturen
Im Wesentlichen besteht eine Klimaanlage aus zwei über ein Leitungsnetz miteinander verbundenen Wärmetauschern. In den Leitungen zirkuliert ein Kältemittel. Dieses zeichnet sich durch eine Eigenschaft aus: Es verdampft schon bei sehr niedrigen Temperaturen. Genau diese Besonderheit macht sich die Klimaanlage zunutze. Denn es gilt, ein physikalisches Prinzip zu überwinden. Wärmeenergie fließt immer von warmer zu kalter Luft und nicht umgekehrt.
Stellen wir uns nun einen Raum vor, der gerade heruntergekühlt wird: Dessen Temperatur liegt bereits unter der Außentemperatur. Jetzt kommt das Kältemittel ins Spiel: Ohne dieses gäbe es keine Möglichkeit, dem Raum Wärme zu entziehen und diese nach außen abzugeben. Das Kältemittel macht das aber möglich. Gelangt das kühle, flüssige Kältemittel in den Wärmetauscher im Wohnraum, entzieht es der Innenluft Wärme. Dabei erwärmt sich das Kältemittel soweit, dass es verdampft.
Die gleichen Prinzipien wirken, wenn Sie Wasser auf dem Herd so lange erhitzen, bis es seinen Aggregatzustand ändert. Das Kältemittel befördert nun die Wärmeenergie durch die Leitungen zum äußeren Wärmetauscher. Auf dem Weg dorthin passiert es einen Kompressor, der es verdichtet. Dadurch steigt die Temperatur des Gases endgültig über die Außentemperatur. Wieder ist sichergestellt, dass der Wärmeaustausch zwischen Kältemittel und Umgebungsluft gemäß der natürlichen Fließrichtung der Wärme gelingen kann.

Der äußere Wärmetauscher ist mit einem Gebläse ausgestattet. Das saugt ständig kühlere Frischluft an und steigert so die Effizienz des Wärmetransfers. Hat das Kältemittel seine Energie abgegeben, verflüssigt es sich wieder. Ein Ventil baut den Druck ab, sodass der Prozess von vorne beginnen kann.
Daran liegt es, wenn die Klimaanlage nicht kühlt
Die Klimaanlage kühlt nicht richtig? Es ist nicht immer ein defektes Bauteil schuld. Viel häufiger ist das Gerät zu klein dimensioniert oder schlicht falsch eingestellt. Das Problem daran: Über kurz oder lang entstehen auch in diesen Fällen dauerhafte Schäden am Klimagerät. Wenn Sie bemerken, dass die Klimaanlage nicht mehr so kühlt wie zu Beginn, sollten Sie keine Zeit verlieren.
Einen Überblick über mögliche Gründe liefert unsere Liste der gängigsten Probleme:
zu wenig Kältemittel in der Klimaanlage
Kompressor defekt
Luftfilter verstopft
Ansauggitter blockiert
Leistung des Gerätes unzureichend für den Raum



