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Der große Vergleich: Smarthome-Systeme für Ihr Haus

2017 waren es in Deutschland knapp 6 Millionen Haushalte, 2025 sollen es schon mehr als 18 Millionen Haushalte sein1 – Smarthome-Systeme liegen im Trend, denn sie bringen viele Vorteile mit sich. Mehr Komfort und ein reduzierter Energieverbrauch sind hier nur zwei Beispiele. Gleichzeitig ist der Anbietermarkt jedoch groß und unübersichtlich. Auch die Preisspanne für ein Smarthome-System kann stark variieren. Mit diesem Artikel möchten wir die Entscheidungsfindung für Sie erleichtern und haben deshalb verschiedene Anbieter von Smarthome-Systemen getestet. Wer der Gewinner ist? Das erfahren Sie hier!

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze: Das sollten Sie über ein Smarthome wissen
  2. Smarthome-Systeme: Die Anbieter im Vergleich
  3. KNX: Der vermeintliche Platzhirsch
  4. ioBroker: Ein Traum für Bastler und Programmierer
  5. Homematic IP: Schnell und günstig zum Smarthome dank Nachrüstung
  6. Loxone: Eine echte KNX-Alternative
  7. wibutler: Breite Funktionsvielfalt zu einem fairen Preis
  8. Das Ergebnis: wibutler überzeugt im Preis-Leistungs-Verhältnis
  9. Tabelle: Smarthome-System-Vergleich im Überblick
Smarthome-Systeme: Modernes Wohnzimmer

Das Wichtigste in Kürze: Das sollten Sie über ein Smarthome wissen

Was ist eigentlich „Smarthome“? Um die Antwort kurz und knapp auszudrücken: Die Smarthome-Technologie macht Ihr Eigenheim „intelligent“. Je nachdem, wofür Sie sich in Ihrem Zuhause entscheiden, steigert ein smartes Zuhause Ihre Wohn- und Lebensqualität, das Gefühl von Sicherheit oder die Energieeffizienz. Möglich ist das dank technischer Systeme in den Wohnräumen. Diese Systeme sind untereinander und mit anderen Geräten vernetzt.

Durch sogenannte Automationsregeln agieren einzelne Geräte oder Ihre Haustechnik selbständig: So fahren Ihre Raffstores zu bestimmten Tageszeiten herunter oder die Lichter schalten sich beim Verlassen des Hauses automatisch aus. Oder ein Einbruchversuch kann als Warnmeldung auf Ihr Smartphone übertragen werden.

Außerdem bieten Smarthome-Systeme flexible Bedienmöglichkeiten. Ob Sie gerade im Supermarkt einkaufen, auf der Couch sitzen oder im Urlaub sind – dank Smartphone-Apps bedienen Sie Ihr Smarthome von überall aus. Neben dem gesamten Zuhause können Sie bestimmte Hausbereiche oder nur einzelne Geräte steuern. Diese Möglichkeiten machen allen Bewohnern den Alltag etwas leichter – und sind auch vor dem Hintergrund des altersgerechten Wohnens interessant.

Doch nicht nur Licht und Türen, sondern auch das Klima im Haus können Sie dank Smarthome-Technik steuern. Die Heizung oder Lüftung des Eigenheims sind Beispiele dafür.

Heizung automatisieren

So können Sie mit einer smarten Heizung die Warmwasserbereitung und die Beheizung des kompletten Hauses steuern, ohne von der Couch aufzustehen. Das funktioniert mittlerweile in vielen Fällen auch mit einem Sprachassistenten.

Parallel dazu können Sie mit einer smarten Heizungssteuerung sogar Geld sparen: Die Heizung passt sich genau an Ihren Bedarf an. Zum Beispiel heizt sie während Ihrer Abwesenheit weniger. Das spart natürlich Kosten!

Smarte Lüftungsanlage

  • Ein intelligentes Lüftungssystem bietet zusätzlichen Komfort zur smarten Heizung.

  • Möchten Sie zum Beispiel die Leistung der Anlage kurzfristig hochstellen, müssen Sie dafür nicht extra in den Keller gehen.

  • Und wichtige Werte zur Luftqualität können Sie zu jeder Zeit und von überall im Auge behalten.

  • Für den Alltag ergeben sich durch ein optimales Raumklima viele Vorteile: Ihr Schlaf verbessert sich, Ihre Konzentration steigt und der Schimmelbildung beugen Sie beispielsweise auch vor.

Sie sehen: Die Möglichkeiten der Smarthome-Systeme sind vielfältig.

Diese Schritte kommen auf Sie zu

Die Wahl eines geeigneten Smarthome-Systems für den Neubau oder den Bestandsbau ist nicht einfach – darum unterstützen wir Sie mit unserem großen Vergleich. Aber warum ist die Entscheidung eigentlich so schwer?

  1. Neubau oder Bestandsgebäude?

    Bevor Sie starten, sollten Sie sich zuerst die Frage stellen: Soll das smarte System in einem Neubau oder in einem bestehenden Gebäude zum Einsatz kommen? Das könnte Ihre Auswahl bereits erheblich einschränken.

    Im Neubau ist grundsätzlich jede Technologie möglich – das Haus ist schließlich noch in Planung. Bei einem bestehenden Haus sind die Möglichkeiten nicht mehr ohne Weiteres umsetzbar. Der Aufwand der Nachrüstung hängt davon ab, für welche Lösungen Sie sich entscheiden und wie smart die Räume werden sollen.

    Auch verschiedene Sprachassistenten können ein Zuhause schon intelligent machen. Die Geräte benötigen dabei lediglich eine Stromquelle. Mit mehr Aufwand können Sie sich aber auch mehr Funktionalität ins Haus oder in die Wohnung holen.

    Diese grundlegende Fragestellung ist dann die Basis für die weiteren Planungsschritte.

  2. Stand der Technik

    Als Nächstes müssen Sie weitere Vorüberlegungen anstellen. Hier sollten Sie sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik sowie deren Umsetzung verschaffen. Dabei ist es wichtig, den Faktor Geld zunächst einmal außen vor zu lassen. Verlässliche Kostenschätzungen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich. Es geht lediglich um einen ersten Überblick zu den Möglichkeiten.

  3. Konkrete Planung

    Im letzten Schritt sollten Sie in die konkrete Planung Ihres smarten Systems gehen. Arbeiten Sie ein detailliertes Konzept aus, welches die tatsächlich zu verwendenden Komponenten erfasst. Ausgangspunkte sollten dafür immer der Grundriss und die benötigten Funktionen in den einzelnen Räumen sein.

Smarthome-Systeme: Die Anbieter im Vergleich

Im großen Smarthome-Systeme-Vergleich haben wir verschiedene Hersteller in vier Kategorien auf Herz und Nieren geprüft. Natürlich lässt sich die Zahl der Anbieter heutzutage nicht mehr an einer Hand abzählen. Jedoch gibt es einige Hersteller, die besonders beliebt sind.

Folgende Anbieter haben wir für Sie in unserem Test auf die Probe gestellt:

  • KNX

  • ioBroker

  • Homematic IP

  • Loxone

  • wibutler

Die Hersteller wurden in folgenden Testkategorien gemessen:

  • Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

  • Installationsaufwand

  • Funktionsumfang

  • Preis

Sicher würde es noch weitere Kategorien geben. Dieser Test soll aber übersichtlich und prägnant die Kernthemen prüfen, die ein gutes Smarthome-System ausmachen. Darum haben wir auch verschiedene „Arten“ von Anbietern für den Test nominiert. Aus der Sparte von Homematic IP gibt es beispielsweise weitere Anbieter wie Bosch oder AVM, die nach dem gleichen Prinzip ein Smarthome ausrüsten. Für den Test haben wir aber lediglich Homematic IP ausgewählt.

KNX: Der vermeintliche Platzhirsch

Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

Egal ob Neubau oder Altbau – grundsätzlich ist der Einsatz eines KNX-Systems in beiden Situationen möglich. Beim Altbau können Sie ein KNX-System aber nicht ohne Weiteres einbauen. Schließlich müssen hier viele Meter Kabel durch Wände gezogen werden, da sich die ganze Infrastruktur durch Ihr Eigenheim zieht. Die einfachste Möglichkeit für den Altbau besteht dann, wenn Sie diesen gegenwärtig sanieren und zum Beispiel die Wände sowieso gerade offenliegen.

Installationsaufwand

Eins ist klar – auch wenn KNX eine breite Masse an Funktionen bietet, genauso hoch ist der Installationsaufwand für das Produkt. Sie benötigen zahlreiche Hard- und Softwarekomponenten sowie ein gut ausgeprägtes Know-how, um die Installation überhaupt durchführen zu können. Welche Komponenten Sie in etwa benötigen, sehen Sie an folgender Auflistung:

  • Spannungsversorgung
  • IP-Interface und Router
  • Schaltaktor
  • Dimmaktor
  • Jalousieaktor
  • Heizungsaktor
  • Busleitung

Betrachten Sie diese Liste als „Basisliste“. Sie können sie je nach Umfang und/oder Fokus Ihres Smarthomes beliebig erweitern, zum Beispiel um intelligente Rauchmelder. Darüber hinaus müssen Sie sich im Klaren sein, wie Sie die Hausverkabelung verlegen wollen. Hierfür müssen Sie sich zunächst für eine geeignete Topologie entscheiden – also die Anordnung der Geräte innerhalb des Netzwerks. Spätestens an diesem Punkt müssen Sie einen Profi für die Verkabelung einbeziehen.

Funktionsumfang

Aus rein funktionaler Sicht lohnt sich eine KNX-Verkabelung definitiv. Nach erfolgreicher Installation sind die Möglichkeiten für Ihr smartes Zuhause nahezu unbegrenzt. Hier folgen einige beliebte Anwendungsbeispiele:

  • schaltbare Beleuchtung
  • dimmbare Beleuchtung
  • Sonnenschutz
  • Steuerung der Heizkörper und/oder der Fußbodenheizung
  • Steuerung des zentralen Heizgeräts
  • Steuerung der Lüftungsanlage
  • tageslichtabhängige Helligkeit und Farbe des Lichts
  • per Bewegungsmelder gesteuertes Licht an Zufahrten und Wegen
  • Gartenbewässerung

Darüber hinaus ist ein KNX-System mit Philips Hue kompatibel. Sie können jedes gekoppelte Licht individuell einstellen – sei es die Farbtemperatur, die Helligkeit oder der Farbwert. Die Steuerung funktioniert auch via Smartphone und bietet so sogar von der Couch aus maximale Flexibilität für die Beleuchtung im Eigenheim.

In Summe bleibt Ihnen kein Wunsch verwehrt. Wenn Sie Ihr Haus mit KNX verkabeln, können Sie hier nahezu jeden Bereich smart gestalten.

Preis

  • Der Preis ist bei der KNX-Technologie sicher ein weiterer großer Knackpunkt: Ein KNX-System ist im Vergleich zu anderen Automatisierungsanbietern nicht nur installationsaufwendig, sondern zugleich auch sehr teuer. Schon die Basisausstattung ist kostspielig. Dem Preis sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

  • Aus diesem Grund lässt sich ein pauschaler Preis für eine KNX-Steuerung nicht einfach benennen. Ähnlich wie bei einem Auto kommt es auf die Marke, das Modell und die Ausstattung an.

  • Um Ihnen dennoch ein grobes Gefühl zu geben: Sie werden sich mindestens in einem Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro bewegen müssen.

ioBroker: Ein Traum für Bastler und Programmierer

Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

ioBroker ist vor allem für bereits bestehende Gebäude konzipiert. Wieso das so ist, erfahren Sie in den nächsten Punkten.

Installationsaufwand

Hier müssen Sie beide Seiten der Medaille betrachten. Einerseits eignet sich ioBroker hervorragend für Altbauten, denn der Aufwand für die Installation der Hardware ist minimal. Sie benötigen lediglich einen Raspberry Pi (ein winziger Rechner, der überwiegend für IT-Miniprojekte genutzt wird). Der Rest der Smarthome-Lösung basiert auf der dazugehörigen Software.

Andererseits wird hier ein enormes IT-Wissen vorausgesetzt. Falls Sie sich nicht mit Programmierung auskennen, sollten Sie ioBroker schon fast nicht mehr in Betracht beziehen. Die Software wird in JavaScript programmiert – eine Programmiersprache, mit der auch Apps oder Websites entwickelt werden. Sie müssen daher ioBroker als eine Art „Datendrehscheibe“ betrachten, welche die programmierte Steuerung mit den smarten Endgeräten vereint.

Hinzu kommt, dass Ihre ganze Haustechnik lediglich am Raspberry Pi hängt. Sollte dieser einmal kaputtgehen, fällt zeitgleich Ihr gesamtes Smarthome aus. Daher sollte der Anspruch an Ihr smartes Zuhause nicht mehr als für Hobbyzwecke sein. Das System ist einfach zu instabil.

Funktionsumfang

ioBroker vereint verschiedene Automatisierungssysteme miteinander, sodass Sie unterschiedliche Anwendungsgebiete kombinieren können. Sofern es Ihre Programmier- und IT-Kenntnisse sowie die entsprechende Hardware zulassen, können Sie über die Lösung Ihre Heizung, Alexa oder sogar Ihre Jalousien steuern. Auch Philips Hue können Sie so nahtlos integrieren. Die Gewährleistung dafür liegt allerdings in Ihrer Hand.

Preis

  • Hier ist ioBroker natürlich unschlagbar.

  • Bei ioBroker handelt es sich um keinen reinen Hersteller, vielmehr sprechen wir hier über ein Open-Source-Projekt, das für jeden zugänglich ist. Daher ist die Nutzung an sich kostenfrei.

  • Sie benötigen lediglich den Raspberry Pi (der Minirechner kostet weniger als 100 Euro), Ihre Endgeräte und eine geeignete Entwicklungsumgebung.

Homematic IP: Schnell und günstig zum Smarthome dank Nachrüstung

Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

Homematic IP spezialisiert sich in erster Linie auf Bestandsgebäude, sodass der Anbieter grundsätzlich unter die Kategorie „Nachrüster“ fällt. In diesen Gebäuden ist das Produkt besonders interessant, weil hier Möglichkeiten geschaffen werden, die andere Anbieter nicht unbedingt bieten. Das heißt aber nicht, dass Sie Homematic IP nicht auch für Neubauten einplanen können.

Installationsaufwand

Der Installationsaufwand ist sicher das Steckenpferd des Herstellers. Homematic IP geht mit seinen Produkten speziell auf die Wünsche „normaler“ Nutzer ohne technisches Vorwissen ein. Die Bedienung und Einrichtung des Smarthome-Systems ist im Vergleich zu anderen Anbietern stark vereinfacht und nutzerfreundlich. Sie benötigen keinerlei Programmier- oder Softwarekenntnisse.

Homematic IP vertreibt seine eigenen Produkte in Form von Endgeräten. Dazu gehören beispielsweise Heizkörperthermostate, Wandthermostate, Türöffner oder Lichtsensoren. Der Vorteil ist, dass Sie diese Geräte ganz einfach an Ihre bestehenden Hausobjekte, wie den konventionellen Heizkörper, montieren können. Darum fällt der Hersteller auch unter die besagte Kategorie „Nachrüster“, denn jedes „alte“ Hausobjekt können Sie so smart gestalten.

Funktionsumfang

Hier müssen Sie im Vergleich zu den anderen Anbietern einige Abstriche machen. Der Grund dafür ist, dass Sie einerseits nur ausgewählte Produkte von Homematic IP installieren können. Andererseits können Sie nur die voreingestellten Funktionen dieser Produkte nutzen. Individuelle Funktionen sind nicht vorhanden. So können Sie beispielweise folgende Lösungen von Homematic IP verwenden:

  • Wandthermostat
  • Heizkörperthermostat
  • Schaltsteckdose
  • Bewegungsmelder

Diese montieren Sie an bestehende Objekte in Ihrem Eigenheim, zum Beispiel das smarte Heizkörperthermostat an den vorhandenen Heizkörper im Wohnzimmer. Optisch haben Sie darum auch immer das nachgerüstete Gerät im Blickfeld; dies ist nicht in einer Wand oder einem zentralen Schaltkasten versteckt.

Das System hat bei der Nutzung von Drittsystemen gewisse Grenzen. So ist zum Beispiel eine direkte Einbindung von Philips Hue mit Homematic IP nicht möglich, da die Homematic-IP-App keine direkte Ansteuerung an Philips Hue zulässt.

Preis

  • Die Preise sind überschaubar, wenn man bedenkt, dass auch hochpreisige Alternativen wie KNX-Systeme auf dem Markt konkurrieren.

  • Bei Homematic IP sind die Preise auch gut kalkulierbar, da Sie hier beispielsweise aus Starterpaketen wählen können.

  • So kostet ein Starterpaket für eine Heizungssteuerung rund 300 Euro. Je nachdem, wie smart Sie Ihr Haus gestalten möchten, kann der Gesamtpreis aber schnell in die Höhe schießen.

Loxone: Eine echte KNX-Alternative

Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

Das Einsatzgebiet für ein Loxone-System ist klar abgesteckt: Aufgrund der Hardware- und Softwareanforderungen können Sie die Technologie entweder im Neubau oder im sanierten Bestandsbau nutzen.

Installationsaufwand

Wenn Sie das Smarthome-System von Loxone wählen, müssen Sie sich nicht selbst um die Installation und Einrichtung der Technologie im Eigenheim kümmern, denn das übernimmt ein Partner aus dem breit gefächerten Partnernetzwerk von Loxone.

Bei der Technik fährt Loxone zweigleisig:

  1. Die erste Technik ist der Technik von KNX sehr ähnlich. Auch hier wird auf ein Bussystem gesetzt. Vor allem beim Neubau ist das Bussystem das Mittel der Wahl. Genau wie bei KNX bedeutet das, dass die Kommunikation zwischen der Smarthome-Zentrale, dem sogenannten Loxone Miniserver, und den Smarthome-Geräten über Kabel erfolgt.

  2. Die zweite Lösung bietet Loxone zur Nachrüstung einer konventionellen Elektroinstallation an. Das funktioniert über einen eigenen Funkstandard. Auch hier kommt der Loxone Miniserver als Herzstück und Schaltzentrale zum Einsatz.

Funktionsumfang

Wenn Sie sich ein Loxone-System in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung installieren lassen möchten, können Sie alle KNX-fähigen Geräte in das Netzwerk einbinden. Außerdem bietet Loxone ein eigenes großes Produktsortiment an und unterstützt immer mehr Protokolle. Die hauseigenen Produkte sind miteinander zu 100% kompatibel. Somit sind auch hier die Einsatzmöglichkeiten nahezu grenzenlos.

Eine Besonderheit, die es so nur von Loxone gibt, ist sicher das sogenannte Loxone Touch. Hierbei handelt es sich um ein eigens entwickeltes, quadratisches Bedienpanel, welches mit insgesamt fünf Tastern bestückt ist. So kann die große, mittlere Taste beispielsweise für die Steuerung des Lichts programmiert werden und die kleineren Ecktasten in etwa für Beschattung oder Musik.

Das weiterentwickelte Touchpad Loxone Touch Pure beinhaltet neben den genannten Schalterfunktionen zusätzlich Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren. Stellt das Gerät fest, dass die definierte Raumtemperatur von zum Beispiel 21°C unterschritten wurde, veranlasst der Loxone Miniserver das zuständige Heizthermostat, den Raum wieder auf 21°C aufzuheizen. Das Haus ist somit in der Lage, sich selbst zu regulieren und zu optimieren.

Auch in Sachen Kompatibilität und Zubehör glänzt das Loxone-System. Mit den Geräten Loxone Tree und Loxone Air schafft der Hersteller weitere Möglichkeiten, das Smarthome-Netzwerk um viele Peripheriegeräte zu erweitern und stabil laufen zu lassen.

Preis

  • Wie bei allen Smarthome-Systemen hängt der Preis von der Wohngröße, dem Automatisierungsgrad und den verwendeten Geräten ab.

  • Grundsätzlich werden Sie sich bei einer Loxone-Lösung aber in einem Preissegment zwischen 1.800 und 7.500 Euro bewegen.

wibutler: Breite Funktionsvielfalt zu einem fairen Preis

Einsatzgebiet: Neubau oder Altbau

Bei wibutler reichen die smarten Möglichkeiten von einer rein kabelbasierten Schaltschrankinstallation bis zur ausschließlichen Verwendung moderner Funkstandards. So bietet das System flexible Möglichkeiten für Neubauten sowie Bestandsbauten.

Installationsaufwand

Das wibutler-System wird mit der sogenannten wibutler-Zentrale ausgeliefert. Sie bildet das Herzstück des neuen Smarthomes. Sie können die Zentrale entweder offline oder in der Cloud nutzen. Bei der Nutzung mit der Cloud wird jede Online-Kommunikation nach Online-Banking-Standards verschlüsselt, um die nötige Sicherheit für sensible Daten zu bieten.

Es empfiehlt sich, die Erstinstallation durch Fachpersonal durchführen zu lassen. Sie können sie jedoch auch in Eigenhand vornehmen. Ersteres ist natürlich etwas teurer, hat aber einen wichtigen Grund: Sie erhalten volle Gewährleistung vom Anbieter. Der Anbieter kann durch das Fachpersonal sicherstellen, dass die Installation ordnungsgemäß erfolgte, und Sie als Kunde haben die Sicherheit, im Schadensfall nicht haften zu müssen. Beide Seiten genießen dadurch ihre Vorteile.

Weitere nachgerüstete Geräte können Sie dafür umso leichter integrieren. Dank App ist die neue Komponente im Eigenheim in wenigen Minuten installiert und betriebsbereit.

Funktionsumfang

Die wibutler alliance ist ein Zusammenschluss aus mehr als 30 Herstellern und bietet somit mehr als 250 verschiedene Produkte für Ihr Smarthome. Darunter fallen namhafte Hersteller wie Oventrop, WOLF oder Eltako. Zusätzlich werden dadurch viele gängige Smarthome-Funkstandards wie EnOcean und ZigBee miteinander harmonisiert.

Somit bietet das System eine große Vielfalt an Funktionen und Einsatzmöglichkeiten und ist zeitgleich intuitiv zu bedienen. So ist für jeden Anwender das passende Produkt aus den Bereichen Klima, Heizung, Sanitär, Beleuchtung oder Haushalt und Sicherheit dabei. Auch die Nutzer der Philips-Hue-Technologie finden hier Anklang, denn die Integration ist ebenfalls problemlos möglich.

Pluspunkt für wibutler: Gerade im Bereich der Heizungs- und Einzelraumregelung weiß das System zu überzeugen. Es ermöglicht, gewerkeübergreifende Anwendungsmöglichkeiten einfach zu realisieren – zum Beispiel den Wärmeschutz im Sommer.

Preis

  • Preislich liegt ein wibutler-System im gesamten Marktvergleich im mittleren Segment. Sicher ist es kostenintensiver als ein einfaches Smarthome-System aus dem Hause Homematic IP, aber dafür auch um Längen günstiger als ein Profi-KNX-System.

  • Die Smarthome Zentrale wibutler pro liegt bei zirka 500 Euro. Mit Installation und einiger „Standard“-Anwendungen können Sie für das Ausrüsten Ihres gesamten Einfamilienhauses mit einem Preis von schätzungsweise 3.000 Euro kalkulieren.

  • Doch wie bei jedem anderen System kommt es auch hier darauf an, wie granular Sie Ihr smartes Zuhause aussteuern möchten.

  • Positiv ist jedoch: Im Vergleich zu anderen Anbietern bringt wibutler keine Folgekosten mit sich: Die App, sämtliche Funktionen, Produkt-Updates und neue Features sind kostenfrei.

Das Ergebnis: wibutler überzeugt im Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Markt an Smarthome-Anbietern ist breit gefächert. Kein Wunder, denn heute hat jeder ambitionierte Besitzer eines Neu- oder Bestandsbaus den Anspruch auf intelligente Funktionalitäten in den eigenen vier Wänden. Unser Test hat einige beliebte Anbieter smarter Haustechnik geprüft, um so den Durchblick auf dem breiten Markt zu bewahren.

Das Ergebnis: Jeder Hersteller hat seine Vor- und Nachteile:

  • Beispielsweise bietet KNX den vermutlich breitesten Funktionsumfang, die Technik- und Installationskosten sind dafür aber sehr hoch.
  • Als Gegenstück dazu zählt ioBroker, denn die smarte Haustechnik ist mit dieser Variante quasi kostenlos. Lediglich einen Raspberry Pi müssen Sie für einen geringen Preis erwerben. Dafür eignet sich die Technik fast ausschließlich für IT-Experten, weil die Programmierung in JavaScript erfolgt. Leider ist die ioBroker-Technik nicht gut vor Systemausfällen geschützt und eignet sich daher eher als Hobby-Automatisierung.
  • Auch Homematic IP hat seine Vor- und Nachteile: Fallen die Installation und Nutzung einfach aus, sind die Funktionen selbst wiederum begrenzt.
  • Loxone glänzt einerseits mit einem eigenen Produktsortiment sowie einer Funktionsvielfalt wie bei KNX – das aber zu geringeren Kosten. Gerade diese Tatsache macht Loxone als Anbieter sehr interessant und stellt eine echte Alternative zu KNX dar. Die Nachteile sind vor allem technischer Natur. So kapselt sich Loxone durch den genutzten Miniserver zu sehr ab und die Programmierung erfolgt dadurch sehr statisch und mit einem wesentlich höheren Aufwand als bei KNX.
  • wibutler ist aus unserem Smarthome-Systeme-Test als goldener Mittelweg herausgegangen. Das Produkt stellt dank der Zusammenarbeit zahlreicher Markenhersteller ein breites Produkt- und Anwendungsspektrum auf die Beine, während der preisliche Aufwand überschaubar bleibt. Somit ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei wibutler definitiv das beste. Es lohnt sich, sich dieses Produkt für Ihre weitere Hausplanung einmal genauer anzusehen.

Tabelle: Smarthome-System-Vergleich im Überblick

Bewertungskriterium
KNX
ioBroker
Homematic IP
Loxone
wibutler
Einsatzgebiet

Neubau

Bestandsgebäude bei Sanierung

Bestandsgebäude
Nachrüstung im Neu- und Bestandsbau

Neubau

Bestandsgebäude bei Sanierung

Neubau

Bestandsgebäude bei Sanierung

Installationsaufwand

Hardware: hoch

Software: hoch

Hardware: gering

Software: hoch

Hardware: gering

Software: gering

Hardware: hoch

Software: mäßig

Hardware: mäßig

Software: gering
Funktionsumfang
nahezu unbegrenzt
mittel
mittel
nahezu unbegrenzt
hoch
unterstützte Geräte
alle KNX-fähigen Geräte
alle API- und MQTT-fähigen Geräte
Geräte der Marke eQ-3
alle KNX-fähigen Geräte
ELTAKO, Amazon, WOLF GmbH, Oventrop, u.v.m. (siehe Kompatibilitätsliste)
unterstützte Protokolle
KNX Protokoll
MQTT
Homematic IP Funkprotokoll
Modbus RTU/TCP, KNX, DALI u.v.m.
EnOcean, WLAN, ZigBee, Z-Wave
Preis
20.000 - 30.000 Euro

kostenlos (100 Euro für Zubehör Raspberry Pi + 100 Euro für Lizenz- und Modulkosten)

zirka 6.000 Euro (Prämisse: Smarthome in einem kompletten Haus)
1.800 - 7.500 Euro
zirka 3.000 Euro
Anwendergruppe/ benötigte Vorkenntnisse
Elektriker, Gebäudetechniker, Automationstechniker
IT-Experte, Softwareentwickler, Bastler
keine Vorkenntnisse nötig
Elektriker, Gebäudetechniker, Automationstechniker
keine Vorkenntnisse nötig, Installation durch Fachperson

 

1 Statista: Prognose zur Anzahl der Smart Home Haushalte in Deutschland für die Jahre 2017 bis 2025 (in Millionen)

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