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Ideen für Ihr Smarthome: Von der Heizung bis zu den Rollläden

Die Waschmaschine schaltet sich automatisch bei günstigen Strompreisen ein und die Rollläden fahren bei intensiver Sonneneinstrahlung wie von Geisterhand herunter: Das intelligente Zuhause ist im Begriff, unsere Lebensgewohnheiten in den eigenen vier Wänden nachhaltig zu verändern. Es ermöglicht einen ganz neuen Wohn- und Lebenskomfort. In unserem Ratgeber geben wir einen Überblick über interessante Smarthome-Ideen für intelligentes Wohnen und werfen einen Blick in die Zukunft des vernetzten Eigenheims.

Inhaltsverzeichnis

  1. Smarthome als globaler Trend
  2. Das Smarthome: Was ist das eigentlich?
  3. Einsatzmöglichkeiten von Smarthome-Ideen
  4. Smarthome-Ideen und Datensicherheit: Ein heikles Thema
  5. Ein Blick in die Zukunft: Welche Ideen für das Smarthome erwarten uns noch?
Smarthome Ideen: Paar Sofa Temperatur

Smarthome als globaler Trend

Der globale Trend zum Smarthome ist auch in Deutschland längst angekommen. Die Vernetzung elektrischer Verbraucher im Eigenheim erlaubt es uns, die Möglichkeiten der modernen Technik direkt zu unserem Vorteil zu nutzen. Natürlich bieten sie uns ein Plus an Komfort. Außerdem stehen dabei sicherheitstechnische Aspekte und finanzielle Beweggründe im Vordergrund – etwa Einsparungen durch eine effiziente Heizungsregelung.

Unternehmen der Gebäudetechnik-, Elektrotechnik- und Elektronik-Branche verzeichnen Milliarden-Umsätze mit intelligenten Systemen, die uns das Leben leichter machen sollen. Hierzulande besitzen bereits 7,7 Millionen Haushalte Smarthome-Anwendungen.1 Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Smarthome-Trends. Auch der Umsatz mit intelligenten Haushaltsgeräten, Energiemanagement-Anwendungen, Sicherheitssystemen, Home-Entertainment-Systemen und Steuerungssystemen lässt sich sehen.

Smarthome Ideen: Umsatzentwicklung Prognose Smarthome Grafik
Der steigende Umsatz an Smarthome-Anwendungen wird sich auch in den kommenden Jahren noch fortsetzen.

Ein Blick auf die Nutzerstruktur bestätigt die Vermutung: Vor allem jüngere Menschen gehen mit dem Trend der Zeit und interessieren sich für Ideen rund ums Smarthome. Mit einem Anteil von rund 35% an allen Smarthomes zeigt sich die Gruppe der 25- bis 34-jährigen gegenüber vernetzter Elektronik am aufgeschlossensten. Die 18- bis 24-jährigen nehmen einen Anteil von zirka 17% ein. Bei den 55- bis 64-jährigen sind es nur noch rund 10%.2

Smarthome Nutzer nach Altersgruppen Grafik
Vor allem 25- bis 34-Jährige nutzen Smarthome-Anwendungen am meisten.

Das Smarthome: Was ist das eigentlich?

Bei einem Smarthome handelt es sich wörtlich übersetzt um ein „intelligentes Zuhause“. Damit ist gemeint: In einem Haushalt interagieren verschiedene Geräte miteinander und werden zentral gesteuert. Das Anwendungsspektrum im Smarthome ist grenzenlos. Es reicht von der komfortablen Lichtsteuerung über die intelligente Heizungsregelung bis zur Interaktion mit sprachgesteuerter Elektronik.

Die Erfolgsgeschichte des Smarthome ist eng mit dem Aufstieg des Internets verknüpft. Es entstand die Möglichkeit, elektronische Geräte in das hauseigene WLAN einzubinden. Dadurch haben sich im Laufe der letzten Jahre ganz neue Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Auch die Verbreitung mobiler Endgeräte hat maßgeblich zum Erfolg der intelligenten Vernetzung in den eigenen vier Wänden beigetragen. Das Smartphone oder Tablet erlaubt es heute jedem Nutzer, standortunabhängig auf die funkbasierte Steuerung moderner Elektronik zuzugreifen.

Das Smarthome ist eng mit zukunftsweisenden Themen verknüpft: Energieeffizienz, Energiewende und Klimaschutz. Intelligente Steueranwendungen eröffnen uns Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. So können Heizungsthermostate bequem von unterwegs geregelt, Lampen nach einem festen Zeitplan an- und ausgeschaltet und die Photovoltaikmodule je nach Stromverbrauch und Speicherkapazität geregelt werden.

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In unserer Experten-Suche können Sie ganz einfach filtern, welche Fachbetriebe sich auf Smarthome spezialisieren.

Smarthome-Anwendungen sind überwiegend in modernen Neubauten zu finden. Denn einige vernetzte Anwendungen können nur mit erheblichem baulichem Aufwand in das Eigenheim eingebracht werden. Auf der anderen Seite gibt es jedoch eine ganze Reihe an vernetzten Systemen, die Sie auch im Bestandsbau problemlos nachrüsten können. Dazu gehören beispielsweise intelligente, ferngesteuerte Thermostate für Heizkörper, Überwachungskameras mit Bewegungsmelder oder Sprachassistenten wie Amazon Alexa und Echo oder Google Home.

Einsatzmöglichkeiten von Smarthome-Ideen

Die Smarthome-Ideen sind grenzenlos. Sie reichen von intelligenten Sicherheitssystemen für Ihr Eigenheim über die energieeffiziente Heizungssteuerung bis zu Lösungen, die uns mehr Komfort und Lebensqualität in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Anwendungsfelder der modernen, vernetzten Technik kurz vor.

Smarthome-Anwendungen für mehr Sicherheit rund ums Haus

Eines der zentralen Anwendungsfelder von Smarthome-Lösungen ist das Thema Sicherheit. Dank moderner Technik ist es heute mit vertretbarem Aufwand möglich, die eigenen vier Wände vor unbefugtem Zutritt zu schützen und jederzeit von unterwegs einen Blick in die Wohnräume zu werfen. Neben dem Schutz vor Einbrüchen erfreuen sich weitere Sicherheitsanwendungen großer Beliebtheit: So können beispielsweise Systeme zur Identifizierung von zu hoher Feuchtigkeit oder Wasserschäden installiert werden.

Auf dem Markt für Smarthome-Anwendungen gibt es viele technisch ausgereifte Lösungen. Rund um das Thema Einbruchschutz stehen beispielsweise Tür- und Fensterkontakte, moderne Überwachungskameras mit gestochen scharfen HD-Aufnahmen oder Bewegungsmelder hoch im Kurs.

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Doch das ist noch längst nicht alles: Sie möchten beispielsweise informiert werden, ob Ihre Kinder nach der Schule gut nach Hause gekommen sind? Dann können Sie sich für eine spezielle Gesichtserkennungskamera entscheiden. Diese ist mit dem hauseigenen WLAN verbunden und sendet zuverlässig Daten über die Anwesenheit der Familienmitglieder auf Ihr Smartphone. Derartige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit können ohne großen baulichen Aufwand nachgerüstet werden. Sie sind dank des technischen Fortschritts erschwinglich geworden.

Sie wollen für die vielen verschiedenen Anwendungen nicht unzählige Apps auf dem Smartphone installieren und im Auge behalten? Genau deswegen bieten Hersteller übrigens auch praktische All-in-One-Geräte an.

Haushaltsgeräte: Komfort, Lebensqualität und Energieeffizienz durch Smarthome-Ideen

Die intelligente Vernetzung von Haushaltsgeräten zielt zum einen auf die Erhöhung von Komfort und Lebensqualität ab. Zum anderen soll sie den häuslichen Energiebedarf nachhaltig reduzieren.

Beispiel

  • Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die smarte Waschmaschine:

  • Moderne Waschmaschinen lassen sich ins WLAN einbinden. Sie können sie dann bequem über das Smartphone oder Tablet bedienen. So steht Ihre Wäsche pünktlich zum Trocknen bereit, wenn Sie von der Arbeit zurückkommen.

  • Besonders energieeffiziente Waschmaschinen entscheiden selbst, wann der Zeitpunkt zum Waschen aus energietechnischer Sicht günstig ist. So prüft die Waschmaschine beispielsweise die aktuellen Strompreise: Sie wäscht also nachts zu besonders günstigen Konditionen oder wenn gerade Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage verfügbar ist. Diese intelligente Steuerung unterstützt aktiv die Energiewende. Es wird vor allem überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird.

Auch für Morgenmuffel hält das Smarthome einige attraktive Ideen bereit: So sind smarte Kaffeemaschinen so programmierbar, dass Sie morgens bereits von angenehmem Kaffeeduft geweckt werden. Die gewünschte Kaffeevariante kann natürlich per mobilem Endgerät je nach persönlicher Vorliebe gewählt werden. Sie möchten den sanften Start in den Tag perfektionieren? Dann entscheiden Sie sich für eine smarte Lichtsteuerung mit automatischer morgendlicher Dimmfunktion zur Simulation des Sonnenaufgangs.

Wer die Hausarbeit scheut, ist mit einem Staubsauger-Roboter gut beraten. Sie integrieren ihn nur einmal ins WLAN – schon, kann der fleißige und intelligente Haushaltshelfer bequem per Smartphone gesteuert werden und erledigt ohne Klagen seine tägliche Routine. Die smarten Roboter erkennen Hindernisse oder Treppenabsätze mithilfe moderner Sensortechnik. Und sie kehren völlig eigenständig zu ihrer Ladestation zurück.

Der Wocheneinkauf steht an und Sie haben vergessen, ob noch genug Milch und Eier im Kühlschrank sind? Smarte Kühlschränke mit integrierter Kamera erlauben es Ihnen, auch während des Einkaufs noch einen schnellen Blick in den Kühlschrank zu werfen. So vergessen Sie garantiert nichts.

Die intelligente Heizungssteuerung im Smarthome

Smarthome-Ideen rund um die Heizungssteuerung sorgen nicht nur für mehr Komfort. Sie rechnen sich auch für den eigenen Geldbeutel und die Umwelt. Das Anwendungsspektrum zur intelligenten Steuerung der Wärmeversorgung im Gebäude ist breit: Es reicht von programmierbaren Thermostaten bis zu komplett automatisierten Steuersystemen.

Auch in Bestandsbauten ist es möglich, durch kleine, kostengünstige Maßnahmen Geld zu sparen. Gleichzeitig leisten Sie so einen aktiven Beitrag zu mehr Umweltschutz. So können herkömmliche Thermostatventile an den Heizkörpern beispielsweise ohne großen Aufwand durch intelligente, programmierbare Thermostate ersetzt werden.

Diese Thermostate lassen sich mithilfe einer Smartphone-App optimal auf Ihre persönlichen Lebensgewohnheiten abstimmen. So können Sie die Wärmeversorgung beispielsweise auf den persönlichen Tagesrhythmus anpassen und die Heizkörper in der Wohnung kurz vor dem Aufstehen automatisch aufdrehen lassen. Abends wird die Temperatur dann wieder abgesenkt. Nachts verbrauchen sie also keine unnötige Energie.

Sie können natürlich auch noch einen Schritt weitergehen und die Thermostate in ein Sprachassistenz-System wie Amazon Alexa oder Google Home einbinden. So können Sie bequem alle Heizkörper im Haus per Sprachbefehl steuern.

Welche Möglichkeiten die smarte Heizungssteuerung sonst noch hergibt, erfahren Sie auch in dem Beitrag zu Smarthome und Heizung.

Multimedia-Anwendungen im Smarthome

Ob Bluetooth-Lautsprecher oder Multiroom-Systeme – moderne Multimedia-Lösungen gehören bereits heute zum Standard und bereiten uns viel Freude. Das smarte Multimedia-Zuhause hat aber noch viel mehr zu bieten. So können wir mithilfe digitaler Sprachassistenten schon heute unsere Lieblingsmusik per Sprachbefehl abspielen lassen.

In Zukunft wird es viele Smarthome-Anwendungen geben, die ganz ohne menschliche Aufforderung aktiviert werden. So können wir der HiFi-Anlage beispielsweise beibringen, dass beim morgendlichen Betreten des Bads automatisch Meditationsmusik über die Lautsprecher abgespielt werden soll. Oder wir legen fest, dass das Licht beim Einschalten des Fernsehers gedimmt werden soll.

Smarthome-Ideen und Datensicherheit: Ein heikles Thema

Das Thema Datensicherheit spielt bei Smarthome-Systemen eine große Rolle. Smarthome-Anwendungen, die Sie beispielsweise über das Smartphone aufrufen, laden Daten zwangsläufig auch ins Internet hoch. Sie stellen daher ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. So lassen Daten aus der zentralen Heizungssteuerung oder der häuslichen Überwachungstechnik Rückschlüsse über Tagesabläufe oder An- und Abwesenheitszeiten der Bewohner zu. Dies ist gefährlich, wenn sie in falsche Hände gelangen.

Praxistipp

  • Im Zweifelsfall ist es bei der Nutzung von Smarthome-Geräten empfehlenswert, beim Anbieter selbst nachzufragen.

  • Informieren Sie sich, welche Sicherheitsvorrichtungen zum Schutz der Daten verwendet werden und ob diese regelmäßig aktualisiert werden.

  • Auch wenn es noch keine einheitlichen gesetzlichen Vorgaben für die Datensicherheit bei Smarthome-Anwendungen gibt, erlaubt das vom Verband der Elektrotechnik (VDE) vergebene Label „VDE Informationssicherheit" Rückschlüsse über die Datensicherheit.

Der beste Schutz der eigenen Daten: Systeme, die Daten gar nicht erst ins Internet hochladen. Diese Systeme ermöglichen zwar keine ferngesteuerte Nutzung über das Smartphone. Sie sind aber auch nicht der Gefahr eines Hackerangriffs ausgesetzt.

Ein Blick in die Zukunft: Welche Ideen für das Smarthome erwarten uns noch?

Die Zukunft verspricht, smart zu werden. Experten sind sich einig: Das Thema Smarthome steckt noch in den Kinderschuhen und in Zukunft erwarten uns noch viele praktische Anwendungen. Einige der vielversprechendsten und erstaunlichsten Smarthome-Ideen möchten wir im Folgenden kurz vorstellen. Viele dieser Lösungen sind technisch bereits heute umsetzbar. Teilweise existieren sie sogar schon in abgespeckter Form.

Der smarte Blumentopf mit grünem Daumen

Wenn Sie auch in der dunklen Jahreszeit Freude an Pflanzen haben möchten, ist der smarte Blumentopf eine Idee für Sie. Der Blumentopf der Zukunft versorgt Pflanzen vollautomatisch und bedarfsgerecht mit der richtigen Menge an Wasser. Eine integrierte LED-Lampe versorgt die Pflanze mit Licht.

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Finden Sie hier einen Fachbetrieb für Haustechnik, um Ihre Heizung, Lüftung, PV-Anlage und mehr smarthomefähig zu machen.

Intelligente Gas-Sensoren für das Zuhause

Rauchmelder oder Kohlenmonoxid-Sensoren gehören schon heute zum Standardrepertoire. In Zukunft ist es denkbar, dass smarte Systeme noch viele weitere Informationen ermitteln und auf das Smartphone übertragen. Beispielsweise den Grad der Luftverschmutzung oder die Menge an Pollen.

Ungestörtes Fernsehen ohne Lichtreflexe

Sie schauen sich auch mal tagsüber einen Blockbuster an und möchten dafür nicht umständlich alle Jalousien herunterfahren? In Zukunft können Sie auch den Fernseher mit dem Beschattungs- und Beleuchtungs-System vernetzen. Wenn der Fernseher bei intensiver Sonneneinstrahlung eingeschaltet wird, fahren die Jalousien automatisch herunter und das Licht wird gedimmt.

1 Statista: Smart Home Deutschland: Haushalte

2 Statista: Smart Home Deutschland: Nutzer

Andreas Wurm,
M.Sc.

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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