Kundenhotline
08751 / 74 – 1183

Heizkosten senken – wie der Heizspiegel dabei helfen kann

Heizkosten sind sowohl für Hausbesitzer als auch für Mieter spätestens bei der Energiekostenabrechnung ein wichtiges Thema. Doch woher wissen Verbraucher, ob ihre Heizkosten zu hoch oder angemessen sind? Und wie lassen sich Heizkosten senken? Der Heizspiegel gibt Antworten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Welche Faktoren beeinflussen die Heizkosten?
  2. Heizkosten berechnen: Wie setzen sie sich zusammen?
  3. Sechs Tipps, um Heizkosten zu senken
  4. Das Tool zur Einordnung und Senkung der Heizkosten
  5. Fazit: Heizkosten vergleichen und mit geeigneten Maßnahmen senken
Heizkosten senken: Thermometer

Welche Faktoren beeinflussen die Heizkosten?

Die Heizkosten werden durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Hierzu gehören:

  1. Anteil erneuerbarer Energien

    Je mehr Wärme mit kostenlosen Umweltenergien wie Sonnenkraft oder Erdwärme erzeugt wird, desto geringer fallen die Heizkosten für fossile Energie aus.

  2. Art und Zustand der Heizung

    Je neuer eine Heizung ist, desto weniger Brennstoff verbraucht sie. Eine Gas-Brennwertheizung kann die Heizkosten zum Beispiel um bis zu 30% im Vergleich zu einer Heizwertheizung senken. Umweltfreundliche Heizanlagen wie Wärmepumpen verbrauchen hingegen gar keine fossilen Brennstoffe, sondern nur Strom. Diesen könnten Sie gegebenenfalls sogar über eine eigene PV-Anlage bekommen und Ihre Heizkosten so maßgeblich senken.

  3. Heizverhalten

    Jeder Verbraucher hat es zu einem gewissen Anteil selbst in der Hand, wie hoch die Heizkosten ausfallen. Dies hängt davon ab, wie Sie heizen. Lesen Sie hier mehr zu unseren 5 Energiespar-Tipps.

  4. Standort des Gebäudes

    Die Region, in der das Gebäude steht, hat maßgeblichen Einfluss auf die Heizkosten. Denn diese hängen unter anderem davon ab, wie kalt oder warm es draußen ist.

  5. Lage der Wohnung

    Eine Wohnung im Hinterhaus im zweiten Stock benötigt weniger Heizenergie als eine Parterrewohnung im Vorderhaus.

  6. Energetischer Zustand des Gebäudes

    Wie gut die Gebäudehülle sowie Fenster und Türen gedämmt sind, hat den größten Einfluss auf den Energieverbrauch und somit auf die Heizkosten.

  7. Energieversorger

    Die Brennstoff- und Strompreise können je nach Anbieter und Tarif deutlich variieren.

Heizungsbauer finden

Lassen Sie sich zum Thema Heizkosten vom Profi beraten. Nutzen Sie unsere Postleitzahlsuche und finden Sie einen Heizungsbauer direkt in Ihrer Nähe!

Heizkosten berechnen: Wie setzen sie sich zusammen?

Die Heizkostenabrechnung ist für Hausbesitzer in der selbst genutzten Immobilie mit eigener Heizung einfach. Sie zahlen die Energiekosten sowie Wartung und Pflege der Heizung in vollem Umfang. Gleiches gilt für Mieter, die mit einer Gas-Etagenheizung selbst für ihre Energieversorgung verantwortlich sind. Sie müssen die Heizkosten aus den Kosten für den Energieversorger und dem Anteil der Heizungswartung an der Mietkostenabrechnung ermitteln.

In Mietshäusern ist die Abrechnung durch die Heizkostenverordnung gesetzlich geregelt, sobald eine Zentralheizung für Warmwasser und Wärme sorgt. Die Kosten werden demnach auf alle Mieter und Eigentümer gerecht verteilt. Vermieter müssen laut Gesetz den Verbrauch erfassen und auf dieser Basis eine verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung erstellen. Sie können den Verbrauch mithilfe von Wärmemengenzählern oder Heizkostenverteilern messen. Der Warmwasserverbrauch muss ebenfalls einmal jährlich ermittelt werden.

Gesetzlich vorgegeben ist außerdem, dass nur ein Teil der Heizkostenabrechnung verbrauchsabhängig ermittelt werden darf. Der Vermieter legt hier 50 bis 70% fest. Die restlichen Kosten werden anhand eines festen Verteilungsmodells zwischen den Wohneinheiten aufgeteilt.

In der Regel wird dabei ein Verhältnis von 70 zu 30 genutzt. So ist sichergestellt, dass auch die regelmäßigen, verbrauchsunabhängigen Kosten für die Wartung der Heizung, den Schornsteinfeger oder Betriebsstrom berücksichtigt und gerecht verteilt werden.

E-Book: Energiesparen im Eigenheim – nachhaltig heizen mit Wärmepumpe und Co. Buchcover
E-Book: Energie sparen und nachhaltig wohnen mit Wärmepumpe & Co.

Weitere Hinweise verrät Ihnen unser E-Book „Energiesparen im Eigenheim“. Dieses liefert Ihnen außerdem Informationen zu innovativen Heiztechnologien.

E-Book kostenlos herunterladen (5 MB)

Sechs Tipps, um Heizkosten zu senken

Hausbesitzer und Mieter können mithilfe von fünf einfachen Tipps ihre Heizkosten senken. Dazu sind keine großen Investitionen notwendig. Das angegebene Einsparpotenzial bezieht sich auf einen Haushalt mit zwei bis drei Personen in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung.

1. Sparduschkopf

Man würde es nicht vermuten, doch ein Sparduschkopf kann die Heizkosten deutlich senken. In einem Zwei-Personen-Haushalt lassen sich dadurch die jährlichen Heizkosten schon um bis zu 100 Euro reduzieren. Als schöner Nebeneffekt verbrauchen Sie weniger Wasser und sparen dadurch zusätzlich. Die Investition für diese Sparmaßnahme liegt bei 20 bis 50 Euro.

2. Elektrische Heizkörperthermostate mit modernen Thermostatventilen

Durch die genauere Regelung der Heizkörper mit einem elektrischen Thermostat und modernen Thermostatventilen lassen sich pro Jahr rund 60 bis 120 Euro Heizkosten sparen. Für entsprechende Thermostate werden zirka 60 bis 100 Euro fällig.

Möchten Sie die Standard-Thermostate Ihrer Heizkörper gegen moderne auswechseln, empfehlen wir Ihnen den Artikel „Heizkörperthermostat wechseln: Elektronisches Thermostat einsetzen“.

Heizkörperthermostat wechseln

Elektronisches Thermostat einsetzen

Intelligente Heizkörperthermostate sorgen für mehr Komfort und geringere Heizkosten. Weiterlesen

3. Richtig heizen: Raumtemperatur reduzieren

Heizen Sie effizient. Wenn Sie die Raumtemperatur nur ein wenig herunterregeln, sparen Sie jährlich mehr als 35 Euro.

4. Richtig lüften

Wenn Sie im Winter stoßlüften, anstatt die Fenster lange offen zu halten, senken Sie die Heizkosten im Jahr um bis zu 80 Euro. Lesen Sie mehr in unserem Artikel zum korrekten Lüften im Winter.

5. Heizkörper entlüften

Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig, sparen Sie bis zu 35 Euro pro Jahr. Wie das geht, erfahren Sie in unserem kostenlosen Whitepaper: „Schritt-für-Schritt Anleitung zum Heizung entlüften".

6. Heiztechnik prüfen lassen

Die Beheizung und Warmwasserversorgung machen im privaten Haushalt zirka 84% der Energiekosten aus. Einen Großteil dieser Heizkosten lassen sich nachhaltig senken, wenn Sie in eine effiziente Heizungsanlage investieren.

Heizungsbauer finden

Sie wollen wissen, wie Sie Energie sparen können? Lassen Sie sich von einem Experten beraten. Postleitzahl eintippen - Heizungsbauer finden!

Wie Sie sehen, können Sie die Heizkosten auch mit geringen Mitteln senken. Teilweise sind Ersparnisse sogar ohne Zusatzkosten möglich und erfordern nur etwas Anpassungsfähigkeit. Bereits die hier genannten Maßnahmen haben ein Einsparpotenzial von rund 300 Euro pro Jahr. Den größten Einfluss hat jedoch der Austausch womöglich ineffizienter Heizgeräte.

Ein einfacher Zusatztipp: Allein der Wechsel des Gasanbieters oder eine günstige Einkaufsstrategie beim Heizöl bringen ebenfalls Einsparungen mit sich. Ein regelmäßiger Preisvergleich lohnt sich.

Das Tool zur Einordnung und Senkung der Heizkosten

Die gemeinnützige Verbraucherorganisation co2online stellt auf heizspiegel.de ein kostenloses Tool bereit, mit dem Sie die Heizkosten berechnen und bewerten können. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Eigentümer oder Mieter sind. Auch alternative Heizanlagen wie Wärmepumpen oder Solarthermie können in die Berechnung der Heizkosten einbezogen werden.

Heizkostenrechner

  • Der Heizkostenrechner prüft die Kosten des Nutzers und vergleicht diese mit dem Durchschnitt in der jeweiligen Region oder ganz Deutschland.

  • Auf der Basis der Berechnung haben Verbraucher die Möglichkeit, ihre Heizkosten einzuordnen beziehungsweise mögliche Heizkosten im Vorfeld zu ermitteln.

So funktioniert das Tool des Heizspiegels

Zunächst benötigen Sie Ihre Heizkostenabrechnung oder die Abrechnung Ihres Energieversorgers. Anschließend wählen Sie aus, ob Sie in einem Mehrfamilienhaus oder einem Einfamilienhaus wohnen. Im nächsten Schritt klicken Sie an, ob Sie Mieter, Verwalter oder Eigentümer sind. Danach folgt die Auswahl der Heizung.

Schließlich werden noch das Alter des Hauses, die verwendeten Energieträger sowie die Postleitzahl abgefragt. Die Angabe der Postleitzahl ist wichtig, weil der Rechner anhand der regionalen Zuordnung die jährliche Durchschnittstemperatur ermitteln kann. Diese wiederum hat Einfluss auf den Energieverbrauch. Im letzten Schritt müssen Sie weitere relevante Daten wie die beheizte Fläche und den Jahresenergieverbrauch angeben.

Der Heizkostenrechner schätzt dann auf der Basis Ihrer Daten ein, wie hoch der Heizenergieverbrauch des betreffenden Gebäudes ist. Die Ergebnisse lassen sich auch als PDF per E-Mail verschicken.

Energetische Sanierung

Energetische Sanierung im Überblick: Darauf kommt es an

Die wichtigsten Artikel zum Thema energetische Sanierung zusammengefasst. Weiterlesen

Für Mieter gibt es eine Zusatzfunktion: den "Wohnungstest". Der Heizkostenrechner vergleicht dann die Heizkosten mit denen anderer Wohnungen, die im gleichen Haus erhoben werden. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel ein mögliches Sparpotenzial aufdecken, da unter anderem die Lage der Wohnung den Energieverbrauch entscheidend beeinflussen kann.

Deutschlands Heizspiegel

Der Heizspiegel gibt den Heizenergieverbrauch und die Kosten exemplarisch für eine 70 Quadratmeter - Wohnung mit zentraler Gasheizung an. Demnach lag die Preisspanne im Abrechnungsjahr 2018 zwischen 470 und 980 Euro. Die Wärmedämmung eines Gebäudes beeinflusst die Kosten entscheidend. So sind die Heizkosten in einem Altbau vor 1977 für die Beispielwohnung jährlich um knapp 300 Euro höher als bei einem Haus mit dem Baujahr 2002.

Heizkosten senken: Einsparpotenzial Grafik
Sie wollen Ihre Heizkosten senken? Dann ist die Sanierung Ihres Gebäudes eine Möglichkeit. Wenn jedes zweite Gebäude in Deutschland saniert wird, dann lassen sich schon 37 Milliarden Euro Heizkosten einsparen.

Den günstigsten Durchschnittspreis erzielt die Wohnung, die mit einer Wärmepumpe beheizt wird. Wenn Sie in einem Altbau leben und das Gebäude nicht energetisch saniert ist, müssen Sie mit höheren Heizkosten rechnen.

Fazit: Heizkosten vergleichen und mit geeigneten Maßnahmen senken

Mit dem Heizspiegel lassen sich Preise für Heizkosten schnell und einfach ermitteln und vergleichen. Wer daraus die geeigneten Maßnahmen ableitet, kann mit vergleichsweise geringem Aufwand bares Geld sparen.

 

Phil R.,
M.A.

Über den Autor

Phil R. hat mehrere Jahre in der Marketing-Abteilung eines Unternehmens für Heiz- und Kamintechnik gearbeitet. Dort hat er tiefe Einblicke in die Technik und Branche bekommen und gelernt, komplexe Heizungsthemen für Laien verständlich aufzubereiten.

Verwandte Artikel

Energieberatung: Kosten und Möglichkeiten

Eine professionelle Energieberatung lohnt sich in den meisten Fällen. Lesen Sie mehr!
Weiterlesen

Wie heizt man richtig? Tipps und Tricks für den Alltag

Wir zeigen, wie Sie optimal heizen – für das ideale Raumklima und niedrige Kosten.
Weiterlesen

Eine neue Heizung kaufen, aber welche?

Wir geben einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizarten.
Weiterlesen
Bewerten Sie den Artikel
Datenschutz-Hinweis Bitte beachten Sie unsere Informationen und Hinweise zum Datenschutz.