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Wie Sie einen guten Heizungsbauer finden

Sie sind auf der Suche nach einem Fachmann, der Ihnen eine neue Heizung einbaut oder Ihre alte Heizung repariert? Natürlich könnten Sie einfach jemanden aus den Gelben Seiten oder aus einem X-beliebigen Online-Branchenbuch auswählen. Damit riskieren Sie im schlimmsten Fall, ein schwarzes Schaf zu erwischen. Wir erklären Ihnen, wie Sie einen guten Heizungsbauer finden, der sauber arbeitet und faire Preise verlangt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht eigentlich ein Heizungsbauer?
  2. Flaschner, Klempner, Heizungsbauer: Was denn nun?
  3. Geselle, Meister, Techniker: Wen nehme ich?
  4. Heizungsbauer finden: Spreu vom Weizen trennen

Was macht eigentlich ein Heizungsbauer?

Die Aufgaben eines Heizungsbauers umfassen im Wesentlichen drei Bereiche:

  • Beratung und Installation neuer Heizungen
  • Regelmäßige Wartung bestehender Heizungen
  • Reparatur defekter Heizungen

Wann immer Sie eines dieser drei Anliegen haben, ist ein Heizungsbauer der richtige Ansprechpartner für Sie.

Flaschner, Klempner, Heizungsbauer: Was denn nun?

Der Berufsstand des Heizungsbauers hat mit einer Besonderheit zu kämpfen: Er existiert unter verschiedenen Bezeichnungen.

Umgangssprachlich wird der Heizungsbauer in vielen Regionen als Klempner bezeichnet, obwohl das nicht ganz richtig ist. Im historischen Sinne befasste sich der Klempner mit allen Arten von Metallverarbeitung, zum Beispiel der Herstellung von Dacheindeckungen oder Metallbehältern. Gelegentlich reparierte er aber auch Heizungsanlagen, weshalb der Begriff heute noch synonym mit dem des Heizungsbauers verwendet wird.

Regionale Besonderheiten:

  • „Klempner“ sagt man vor allem in Nord- und Mitteldeutschland.

  • In Süddeutschland, der Schweiz und Österreich spricht man dagegen häufig vom „Spengler“ – ursprünglich jemand, der Spangen und Beschläge herstellte.

  • In Baden-Württemberg und Franken ist die Rede vom „Flaschner“, im Mittelalter ein Hersteller von Metallflaschen.

  • Das Wort „Installateur“ ist deutschlandweit als Synonym verbreitet.

All diese Begriffe können Ihnen begegnen, wenn Sie eigentlich nach einem Heizungsbauer suchen! Übrigens: Die ganz offizielle Bezeichnung ist „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“. Aber das ist dann doch ein bisschen lang für den Alltag.

Geselle, Meister, Techniker: Wen nehme ich?

Wollen Sie einen Heizungsbauer finden, müssen Sie sich auch über die verschiedenen Qualifikationen im Klaren sein. Grundsätzlich gilt: Die Ausbildung zum Heizungsbauer in Deutschland erfolgt sehr gründlich. Dafür sorgt das duale Ausbildungssystem.

  • Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung, in der der Geselle sich auch spezialisieren kann.
  • Fachlich noch eine Stufe höher stehen der Meister oder der Kundendiensttechniker.
  • Staatlich geprüfte Techniker sind ähnlich qualifiziert wie Meister, haben aber eine tiefergehende theoretische Ausbildung.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht, sollte Ihre neue Heizung mindestens von einem Gesellen im Fach „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ eingebracht und von einem Meister abgenommen werden. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende! Ja, es gibt günstige „Alleskönner“, die Ihnen auch eine Heizung installieren. Aber die paar Euro, die Sie weniger bezahlen, kommen Sie später eventuell teuer zu stehen. Heizungen sind komplexe Systeme, an denen nur jemand vom Fach Änderungen vornehmen sollte.

Heizungsbauer finden

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Heizungsbauer finden: Spreu vom Weizen trennen

Wie finden Sie nun den perfekten Heizungsbauer in Ihrer Nähe – jemand, der sein Handwerk versteht, aber trotzdem nicht zu viel kostet? Die folgende Checkliste hilft Ihnen weiter.

1. Mögliche Anlaufpunkte für die Suche

Die erste Frage, die sich stellt: Wo finden Sie einen Heizungsbauer? Hier bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten:

  • Gelbe Seiten/klassisches Telefonbuch: Vielleicht eine naheliegende, aber nicht unbedingt die beste Methode. Jeder kann sich in den Gelben Seiten eintragen lassen – über die fachliche Qualität sagt das nichts aus. Aber es ist zumindest eine Einstiegsmöglichkeit.
  • Empfehlungen von Freunden und Verwandten: Keine schlechte Möglichkeit! Wenn Freunde, Verwandte oder Nachbarn bereits positive Erfahrungen mit einem Heizungsinstallateur gemacht haben, erleichtert Ihnen das die Suche wesentlich. Nur weil jemand Spezialist für Gas- und Ölheizungen ist, kennt er sich jedoch nicht automatisch mit zum Beispiel Wärmepumpen oder Smarthome-Ansteuerung aus. Hinterfragen Sie daher, ob der Profi auch der richtige für Ihre speziellen Wünsche ist.
  • Online-Bewertungsportale: Spezielle Bewertungsportale für Handwerksberufe bieten die Möglichkeit, auch etwas über die Qualität des Kandidaten zu erfahren. Aber Vorsicht: Es gibt hier nicht nur seriöse Portale. Sie sollten besonders hellhörig sein, wenn Festpreise angegeben werden, ohne die Situation vor Ort zu kennen. Manchmal wird sogar versucht, die Entfernung zum Kunden zu verschleiern, sodass Sie hohe Anfahrtskosten riskieren.
  • Dein Heizungsbauer: Wir bieten eine der größten und am besten gepflegten Datenbanken für Heizungsbauer in Deutschland. Mit wenigen Eingaben finden Sie einen Heizungsbauer direkt in Ihrer Nähe – der exakt die Expertise mitbringt, die Sie benötigen. Die Einträge werden sorgfältig von uns überprüft. Manipulationen wird so vorgebeugt und wir stellen sicher, dass nur qualifizierte Fachbetriebe gelistet werden.
  • Online-Suche der Handwerkskammer: Auch die Handwerkskammern bieten mittlerweile die Möglichkeit, online Heizungsbauer zu finden. Allerdings ist die Bedienung der Webseiten häufig etwas umständlich, die Suchmasken veraltet. Alternativ können Sie sich telefonisch bei der Handwerkskammer Informationen einholen.

2. Auf Wohnortnähe achten

Hierfür gibt es zwei einfache Gründe. Erstens: Je näher der Handwerker bei Ihnen wohnt, desto geringer die Fahrtkosten – Sie sparen bares Geld. Zweitens: Sollten Sie einmal dringend die Hilfe des Heizungsmonteurs benötigen, weil Ihre Heizungsanlage zum Beispiel nicht funktioniert, sind Sie froh, wenn der Fachpartner direkt um die Ecke ist.

3. Prüfen Sie, ob es sich um einen seriösen Kandidaten handelt

Werfen Sie einen Blick in die sogenannte Handwerksrolle bei der Handwerkskammer. Ihr Heizungsbaubetrieb sollte hier verzeichnet sein; das gilt auch für Handwerker aus dem EU-Ausland. Zusätzlich können Sie auch die Länderinnung für Sanitär, Heizung und Klimatechnik konsultieren. Ist Ihr Kandidat hier gelistet, können Sie sicher sein, dass er eine entsprechende Ausbildung hat.

4. Der Teufel steckt im Detail!

Heizungsbauer ist nicht gleich Heizungsbauer – selbst wenn zwei Kandidaten denselben Titel führen. Um einen besseren Eindruck von den Qualifikationen Ihres Heizungsbauers zu erhalten, erkundigen Sie sich nach den folgenden Details:

Praxistipps: Qualifikation einschätzen

  • Verfügt der Heizungsmonteur über Spezialisierungen, die in Ihrem Fall sinnvoll sind? Wenn Sie zum Beispiel ein Heizsystem mit regenerativen Energien einsetzen, sollte Ihr Heizungsbauer die entsprechende Expertise mitbringen. Für die meisten Arbeiten an Wärmepumpen ist zudem ein Kältemittelschein erforderlich.

  • Nimmt Ihr Heizungsbauer regelmäßig an fachlichen Weiterbildungen teil? Die Heizungstechnik entwickelt sich ständig weiter, von daher sollten Weiterbildungen ein Muss sein.

  • Verfügt der Fachbetrieb über Prüfsiegel? Hat er zum Beispiel eine TÜV-Prüfung oder spezielle Handwerkssiegel?

  • Ist der Installateur Mitglied bei der Länderinnung für Sanitär, Heizung und Klimatechnik?

  • Bildet der Betrieb aus? Das kann ein Zeichen für hohes fachliches Know-how sein.

5. Einfach mal vorbeifahren

Wenn es sich anbietet und Sie sich einen noch besseren Eindruck verschaffen wollen, können Sie auch vor Ort vorbeischauen. Auf einen Blick sehen Sie hier:

  • Macht der Betrieb einen ordentlichen Eindruck oder herrscht großes Tohuwabohu?
  • Gibt es ein klar abgegrenztes und verwaltetes Lager mit Ersatzteilen und Zubehör? Nichts ist ärgerlicher, als wenn Sie wochenlang auf ein bestelltes Teil warten müssen, weil Ihr Heizungsbauer dachte „Das haben wir noch“.
  • Gibt es eine separate Verwaltung, die den organisatorischen Überblick bewahrt? Oder macht das der Chef nebenbei?
  • Erscheinen die Mitarbeiter vertrauenswürdig?
  • Wie steht es um den Fuhrpark? Lauter Rostlauben oder moderne Transporter?

Wenn Sie Zeit haben, machen Sie sich die Mühe. Ein Besuch des Betriebs verrät oft viel mehr als die schönste Werbeanzeige.

6. Hallo, jemand zuhause?

Auch die telefonische Erreichbarkeit kann ein Entscheidungskriterium für die Heizungsbauersuche sein. Wenn Sie Ihrem Installateur ständig hinterhertelefonieren müssen, nervt das gewaltig. Erkundigen Sie sich außerdem, wie es mit der Erreichbarkeit bei Notfällen aussieht.

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7. Der leidige Papierkram

Die fachliche Qualifikation ist nicht alles: Um eine reibungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen, muss Ihr Heizungsbauer auch kaufmännisch fit sein. Achten Sie deshalb auf die folgenden Punkte:

  • Macht er Ihnen ein schriftliches Angebot?
  • Nennt er einen nachvollziehbaren Zeitrahmen?
  • Wie groß ist der Serviceumfang? Können Sie zum Beispiel eine regelmäßige Heizungswartung dazubuchen? 
  • Welche Garantien und Gewährleistungen bietet der Heizungsbauer?

8. Das liebe Geld

Ganz klar: Obwohl beim Thema Heizung die Qualität vorgehen sollte, ist auch der Kostenfaktor wichtig bei der Entscheidung für einen Heizungsbauer. Um sicherzustellen, dass Sie einen fairen Preis erhalten, sollten Sie im Vorfeld die folgenden Punkte abklopfen:

Praxistipps: Kosten

  • Lassen Sie sich zwei bis drei Angebote von verschiedenen Heizungsbauern erstellen, um zu vergleichen.

  • Achten Sie darauf, dass die Kostensätze Ihres Monteurs wettbewerbsfähig sind.

  • Lassen Sie sich die im Kostenvoranschlag aufgeführten Pauschalen einzeln erklären.

  • Fragen Sie nach Angeboten und Rabatten: Manchmal besteht unter gewissen Voraussetzungen Verhandlungsspielraum.

  • Führen Sie mit Ihrem Heizungsbauer ein Gespräch über die voraussichtlich anfallenden Fahrkilometer. Gerade wenn er oft in den Fachhandel fahren muss, um Teile nachzukaufen, kommt hier schnell eine Summe zusammen.

  • Gehen Sie auf Nummer sicher und fordern Sie Preisdeckelungen, zum Beispiel „alle Fahrtkosten inklusive“ oder „eventuelle Überstunden abgegolten“.

Unsere praktischen Tipps helfen Ihnen hoffentlich bei der Auswahl eines Heizungsbauers. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen: Besuchen Sie unsere Heizungsbauer-Suche, und finden Sie qualifizierte, richtig gute Heizungsbauer in ganz Deutschland.

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