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5 Tipps: Mit unserer Energiespar-Challenge nachhaltig heizen und Geld sparen

Wie können Sie die Energiebilanz der eigenen Heizung verbessern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die große Energiespar-Challenge zum Thema Heizung entwickelt. Hier erhalten Sie nicht nur fünf praxisnahe Tipps für Energiesparmaßnahmen. Wir nennen Ihnen auch gleich den jeweiligen Effekt auf Ihre ganz persönliche CO2-Bilanz sowie die damit verbundene finanzielle Ersparnis. Haben Sie Lust, in einem Jahr zirka 660 Euro und 1.826 Kilo CO2 zu sparen? Dann sollten Sie die Herausforderung annehmen und weiterlesen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Jeder von uns verursacht zirka 11,3 Tonnen CO2 – seien Sie Teil der Energiewende
  2. Tipp 1: Durch korrektes Lüften Energie sparen
  3. Tipp 2: Korrekte Raumtemperatur finden – jedes Grad kostet Geld
  4. Tipp 3: Regelmäßige Heizungswartung ist genauso wichtig wie Durchsicht des Autos
  5. Tipp 4: Veraltete Technik austauschen
  6. Tipp 5: Mit moderner Brennwerttechnik mehr aus dem Energieträger herausholen
  7. Energie sparen – Ihr Heizungsbauer hilft dabei
Energiespar-Challenge: 5 Tipps Tablet mit Energielabels

Jeder von uns verursacht zirka 11,3 Tonnen CO2 – seien Sie Teil der Energiewende

Das Klimapaket der Bundesregierung ist Gegenstand zahlreicher öffentlicher Diskussionen. Dabei ist oft von volkswirtschaftlichen, komplexen Maßnahmen wie der Abschaltung von Kohlekraftwerken, der Förderung von Elektrofahrzeugen oder dem Ausbau der Windenergie die Rede. Doch jeder von uns kann selbst aktiv werden. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Von wegen:

  • Jeder Deutsche verursacht im Schnitt 11,3 Tonnen CO2-Äquivalente1 – das liegt über dem EU-Durchschnitt von 8,8 Tonnen.
  • Mit 36% entfällt mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen auf das Wohnen.
  • Fast drei Viertel davon werden durch "Raumwärme" und "Warmwasser" erzeugt.
Conversionartikel: CO2 Emissionen privater Haushalte Grafik
Am meisten CO2 verbrauchen private Haushalte aufgrund der Raumwärme. Weitere Anwendungsbereiche werden in der Grafik abgebildet.

Ein Großteil der klimaschädlichen Treibhausgase im privaten Umfeld wird also dadurch verursacht, dass wir uns im Winter an einer heißen Dusche und behaglichen Temperaturen im Wohnzimmer erfreuen. Bedeutet dies nun, dass wir der Umwelt zuliebe bei Minustemperaturen zähneklappernd in der eigenen Wohnung sitzen und warten sollen, bis es Frühling wird?

Ganz im Gegenteil: Dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre gibt es heute viele Möglichkeiten, die CO2-Bilanz der eigenen Heizung mit vertretbarem Aufwand deutlich zu verbessern. Dabei ist es wichtig, die Verbrennung fossiler Energieträger auf ein Minimum zu reduzieren.

Heizungsbauer finden

Lassen Sie von einem Fachmann die Energieeffizienz Ihrer Heizung beurteilen. Dieser hat einen Überblick über innovative Heizungsarten und Optimierungsmöglichkeiten.

Über Energiesparmaßnahmen freut sich dabei nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Geldbeutel: Ein durchschnittlicher Privathaushalt gibt im Jahr rund 918 Euro für Raumwärme und Warmwasser aus2. Eine Energieeinsparung von nur 20% durch Veränderungen an diesen Stellschrauben bedeutet also, dass wir pro Jahr 183 Euro mehr zur Verfügung haben – klingt verlockend, oder? Doch da geht noch deutlich mehr. Also: Ran an die Heizung und "Challenge accepted"!

Energiespar-Challenge: So sparen Sie 1.826 Kilo CO2 und 660 Euro pro Jahr

Sind Sie bereit für die Challenge? Dann lassen Sie uns einmal schauen, wie viele Tonnen CO2-Ausstoß Sie verhindern können und wie viel Geld Sie dabei sparen können.

Zum besseren Verständnis: Wir gehen bei dieser Challenge von einem durchschnittlichen Einfamilienhaus aus dem Jahr 1975 aus. Die Werte beziehen sich auf einen spezifischen Wärmebedarf von 115 kWh/m² und eine beheizte Fläche von 130 m²:

  • Gebäude mit einem konventionellen Gaskessel ohne Brennwerttechnik
  • Energiebedarf beträgt rund 15.000 kWh pro Jahr
  • Zirka 1.000 Euro jährliche Heizkosten bei einem Gaspreis von 6 Cent pro kWh
  • 200 Gramm CO2-Ausstoß durch die Verbrennung von Gas mit einer kWh Energiegehalt
  • Gesamte CO2-Emissionen: Zirka 3.500 Kilogramm (unter Berücksichtigung des Kessel-Wirkungsgrads)

Tipp 1: Durch korrektes Lüften Energie sparen

Regelmäßiges Stoßlüften statt Kippstellung, so lautet in der Regel die Devise, wenn es um das richtige Lüften geht. Indem Sie mehrere Male am Tag die Fenster für einige Minuten weit öffnen, verhindern Sie, dass die umgebenden Wände auskühlen. Dies ist vor allem in Hinblick auf die Schimmelbildung wichtig: Sind die Raumwände kühler als die Luft, entsteht dort Feuchtigkeit – ideale Bedingungen für Schimmel.



Doch warum macht es auch für die Energiebilanz einen Unterschied, ob wir das Fenster stundenlang in Kippstellung lassen oder nur kurz stoßlüften? Das liegt daran, dass Luft eine viel geringere Wärmekapazität als etwa die Bausubstanz Ihres Hauses hat. Während beim Stoßlüften die Raumluft nur einmal "ausgetauscht" und wieder aufgewärmt wird, kühlen in der Kippstellung die Wände aus. Das anschließende Aufheizen der Wände ist sehr energieintensiv.

Wie viel Energie Sie mit dieser Maßnahme genau sparen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Je nach Bausubstanz, Heizungsart und Nutzungsverhalten der Wohnung können Sie Ihren Energieverbrauch aber um bis zu 15% im Vergleich zu einer Dauerbelüftung senken.

Energieeinsparung durch korrektes Lüften

  • Kosten der Maßnahme: Ein wenig Selbstdisziplin

  • Jährliche CO2-Ersparnis: 525 Kilo

  • Jährliche finanzielle Ersparnis: 50 Euro

Noch besser ist tatsächlich der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Durch die integrierte Wärmerückgewinnung bleiben mehr als 90% der Wärmeenergie erhalten und Sie haben rund um die Uhr frische, sauerstoffreiche Luft.

Tipp 2: Korrekte Raumtemperatur finden – jedes Grad kostet Geld

Es gibt kaum etwas Schöneres, als im Winter bei behaglichen 24°C in der Wohnung zu sitzen und dem Schneetreiben draußen zuzuschauen. Dabei sollte Ihnen stets bewusst sein, wie stark sich die Raumtemperatur auf Ihre Energiekosten auswirkt: Wenn Sie die Temperatur um nur ein Grad senken, bedeutet dies bereits eine Ersparnis von rund 6%.

Doch welche Raumtemperatur ist empfehlenswert? Selbstverständlich verlangen selbst die größten Sparfüchse nicht, dass wir im tiefsten Winter mit drei Wollpullovern auf dem Sofa sitzen und in der Kälte ausharren. Die sogenannte ISO-Norm 7730 beschreibt folgende Werte als behaglich:

  • Wohnzimmer: 20 bis 22°C
  • Schlafzimmer: 16 bis 18°C
  • Küche: 18 bis 20°C
  • Bad: 24 bis 26°C

Energieeinsparung durch Temperaturanpassung

  • Kosten der Maßnahme: Ein wenig Anpassungsvermögen

  • Jährliche CO2-Ersparnis: 210 Kilo

  • Jährliche finanzielle Ersparnis: 60 Euro

 


Zwischenstand

Ersparnis bislang: 735 Kilo CO2 und 210 Euro Kostenersparnis


 

Tipp 3: Regelmäßige Heizungswartung ist genauso wichtig wie Durchsicht des Autos

Mit einer bisherigen Heizkostenersparnis von 210 Euro haben Sie nun schon das nötige finanzielle Polster für die nächste Inspektion Ihrer Heizung zusammen. Während die regelmäßige Wartung des eigenen Autos zu den Pflichtterminen im Kalender gehört, wird die Heizung gern vernachlässigt.

Dabei leistet die Heizung während des Jahres Außergewöhnliches: Bei durchschnittlich 2.100 Betriebsstunden pro Jahr würde ein Auto mit einer mittleren Geschwindigkeit von 50 km/h etwa 105.000 km zurücklegen. Niemand würde auf die Idee kommen, einem Auto mit einer solchen Laufleistung keine regelmäßige Wartung zuzugestehen.

Bei der Heizungsanlage ist es ähnlich wie bei einem Fahrzeug. Durch die regelmäßige jährliche Wartung kann der Fachmann sich von der Funktionstüchtigkeit des Gerätes überzeugen und die Leistung durch einfache Einstellungen optimieren. Darüber hinaus werden Sicherheitsstandards gewährleistet, Folgeschäden vermieden und die Lebensdauer verlängert.

Die Kosten für die Wartung liegen für einen Gaskessel bei etwa 150 bis 250 Euro, die Ersparnisse durch den optimalen Betrieb kommen fast auf die gleiche Summe. Aus Sicherheitsgründen und im Sinne einer möglichst langen Lebensdauer und hohen Zuverlässigkeit empfehlen wir die regelmäßige Heizungswartung aber in jedem Fall.

Heizungsbauer finden

Auf Dein Heizungsbauer finden Sie schnell einen qualifizierten Fachbetrieb in Ihrer Nähe, der die regelmäßige Wartung für Sie übernimmt.

Extra-Tipp: Die Heizungswartung können Sie als Handwerkerleistung teilweise von der Steuer absetzen. Der Fiskus erkennt 20% der Arbeits- und Anfahrtskosten steuermindernd an.

Tipp 4: Veraltete Technik austauschen

Experten gehen davon aus, dass rund die Hälfte der 25 Millionen Heizungspumpen in Deutschland ungeregelt läuft. Was bedeutet das? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, ist ein kleiner Exkurs in die Heiztechnik notwendig. Die Heizungspumpe ist im Heizkreislauf dafür zuständig, das vom Wärmeerzeuger erhitzte Wasser durch die Heizungsrohre zu den Heizflächen zu transportieren. Hier gibt das heiße Wasser seine Wärmeenergie an den Raum ab und fließt dann mit geringerer Temperatur zurück in den Heizkessel.

Heizungspumpen werden mit Strom angetrieben und gehören im Haushalt zu den wahren Stromfressern. Vor allem alte ungeregelte Pumpen laufen bedarfsunabhängig immer mit der gleichen Drehzahl und verbrauchen daher sehr viel Energie. Das macht sich zwar nicht auf der Gasabrechnung bemerkbar, lässt aber bei Ihrem Stromversorger die Kassen klingeln.

Mittlerweile sind drehzahlgeregelte Heizungspumpen hingegen der technische Standard. Diese Pumpen passen ihre Drehzahl und damit auch die Leistungsaufnahme an den Bedarf an und arbeiten wesentlich energieeffizienter.

Während eine ungeregelte einstufige Pumpe beispielsweise bis zu 150 W verbraucht, ist eine elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpe mit weniger als 10 W deutlich effizienter. Durch den Austausch der alten Pumpe können Sie je nach Modell rund 900 kWh Strom sparen – das entspricht Stromkosten in Höhe von etwa 250 Euro und CO2-Emissionen von 427 Kilo. Die Kosten für die neuen Pumpe sind da im Nullkommanix wieder reingeholt.

Energieeinsparung durch Pumpentausch

  • Kosten der Maßnahme: Rund 400 Euro für Pumpe und Installation

  • Jährliche CO2-Ersparnis: 427 Kilo

  • Jährliche finanzielle Ersparnis: 250 Euro

Tipp: Die Investition in eine neue Heizungspumpe fördert das BAFA fördert mit einem Zuschuss in Höhe von 30% der Nettokosten.

Wenn Sie Ihre Heizungspumpe komplett klimaneutral betreiben möchten, fragen Sie Ihren Energieversorger nach Angeboten für grünen Ökostrom. Alternativ können Sie darüber nachdenken, mit einer Photovoltaikanlage Ihren eigenen Strom zum Antrieb der Pumpe zu erzeugen. Lassen Sie sich am besten von einem Heizungsbauer beraten.

Tipp 5: Mit moderner Brennwerttechnik mehr aus dem Energieträger herausholen

Ältere Heizkessel leiten das bei der Verbrennung entstehende Abgas auf einem hohen Temperaturniveau in die Umwelt ab. Dadurch geht wertvolle Wärmeenergie verloren. Moderne Brennwertgeräte kühlen das Abgas hingegen weiter ab und nutzen damit einen deutlich größeren Anteil des Energiegehalts aus.

Je nach Alter Ihres Kessels beträgt die Heizkostenersparnis durch die Investition in moderne Brennwerttechnik bis zu 20%. Bei der Anschaffung eines neuen Kessels ist eine Vielzahl an Faktoren zu berücksichtigen.

Energieersparnis durch Heizungstausch

  • Kosten der Maßnahme: Rund 6.000 bis 8.000 Euro

  • Jährliche CO2-Ersparnis: 700 Kilo

  • Jährliche finanzielle Ersparnis: 200 Euro

Eine Alternative zum Brennwertkessel? Sie können erneuerbare Energie einsetzen. Eine Solarthermieanlage als Ergänzung zu Ihrem konventionellen Heizgerät spart ein erhebliches Maß an Energie. Auch eine umweltfreundliche Wärmepumpe ist einen näheren Blick wert. Ihr Heizungsbauer steht Ihnen bei der Heizungsmodernisierung mit Rat und Tat zur Seite. Finden Sie hier einen Heizungsbauer in Ihrer Nähe und lassen Sie sich beraten, welches Heizsystem am besten zu Ihrem Haus passt.


Endstand

Ersparnis insgesamt: 1.826 Kilo CO2 und 660 Euro Kostenersparnis*

*ohne Berücksichtigung der Investition


 

900 Bäume für den Ausgleich Ihrer CO2-Bilanz pflanzen?

Bäume können klimaschädliches CO2 "einatmen" und in Sauerstoff umwandeln. Daher sind sie für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen besonders wichtig. Rund 32% der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt, es müssten allerdings 143% sein, um das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe emittierte Kohlendioxid aufzunehmen. Der Vergleich zeigt: Allein mit dem Pflanzen neuer Bäume ist das Klima nicht zu retten.

Das Pflanzen von Bäumen ist in jedem Fall eine gute Sache für die Umwelt. Eine Buche bindet pro Jahr rund 12,5 Kilo CO2 und trägt damit zur Umweltentlastung bei3. Wenn Sie zufällig ein großes Stück Land besitzen und Ihre komplette CO2-Bilanz so ausgleichen möchten, müssten Sie rund 900 Buchen pflanzen. Da ist ein Heizungstausch im Vergleich wohl weniger Aufwand.

Energie sparen – Ihr Heizungsbauer hilft dabei

660 Euro Kostenersparnis pro Jahr durch diese fünf einfachen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Und ganz nebenbei haben Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck auch noch um etwa 1,8 Tonnen entlastet. Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass Energiesparen gar nicht schwer ist und Sie schon mit einfachen Verhaltensänderungen einen aktiven Beitrag zu mehr Umweltschutz leisten können.

Heizungsbauer finden

Bei allen technischen Fragen rund um Ihre Heizungsanlage sollten Sie einen kompetenten Heizungsbauer zu Rate ziehen.

 

1 Kumpfmüller: Wer wie viel CO2 ausstößt

2 Ausgaben eines Privathaushaltes für Wärme in Deutschland in den Jahren 1996 bis 2018

3 Handelsblatt: Wie viele Bäume sind nötig, um eine Tonne CO2 zu binden?

Andreas Wurm,
M.Sc.

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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