Private Haushalte machen zirka ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland aus und tragen in hohem Maße zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Die meisten Heizsysteme in Deutschland basieren auf Erdöl und Erdgas – also fossilen Brennstoffen. Diese verursachen hohe CO2-Emissionen. Auch Luftschadstoffe aus der Heizung belasten die Umwelt. Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten, dass die Belastungen durch Emissionen sinken und spart dabei auch noch Geld. Wir stellen Ihnen 10 Tipps vor, mit denen Sie nachhaltiger, effizienter und umweltfreundlicher heizen.
10 Tipps, wie Sie umweltfreundlich heizen können

Umweltfreundlich heizen mit dem richtigen System
Was kommt der Umwelt am meisten zugute? Auf jeden Fall ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien. Beispielsweise nutzen Wärmepumpen die kostenlose Umweltwärme aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Da sie also nicht mit Brennstoffen wie Gas und Öl arbeiten, stoßen Wärmepumpen keine Emissionen aus.
Die Umweltwärme heben Wärmepumpen mithilfe von Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau an. Mit Ökostrom sind Wärmepumpen daher nahezu CO2-neutral. Einen Teil des Stroms können Sie auch mit einer Photovoltaikanlage vom eigenen Dach ernten.
Sie können auch mithilfe von Solarthermie-Kollektoren umweltfreundlich heizen. Diese sind nicht in der Lage, den Wärmebedarf im Gebäude zu hundert Prozent zu decken. Aber dafür können Sie eine Solarthermieanlage mit allen anderen Wärmeerzeugern kombinieren. Somit können Sie zum Beispiel auch bestehende konventionelle Wärmeerzeuger ergänzen und Ihr Heizsystem umweltfreundlicher gestalten.
Auch Holzheizungen weisen eine gute CO2-Bilanz auf - gesetzt den Fall, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Bei ihnen entstehen aber mehr Stickoxide und Feinstaub als bei herkömmlichen Heizkesseln. Weitere Informationen zu den CO2-Bilanzen unterschiedlicher Heizsysteme haben wir für Sie in unserem Artikel „Mit der richtigen Technologie CO2-neutral heizen“ zusammengestellt.
Potenzial einer Hybridheizung nutzen
Auch bei älteren Bestandsgebäuden heizt eine Wärmepumpe meist zuverlässig über das ganze Jahr. Bis zu einer Vorlauftemperatur von 55°C läuft sie sehr effizient.
In einigen sehr alten und schlecht gedämmten Gebäuden kann sie für den Notfall aber auch mit einem konventionellen Heizsystem kombiniert werden. An besonders kalten Tagen oder in Notfällen übernimmt dieses System dann das Heizen. Den Großteil des Jahres versorgt trotzdem die umweltfreundliche Wärmepumpe ihr Haus mit Wärme.
In solchen, sehr schlecht gedämmten und alten Gebäuden, sollten Sie auch prüfen, ob Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind. In der Regel muss keine Komplettsanierung erfolgen, um den Energiehaushalt deutlich zu senken. Durch die Maßnahmen können Sie die Wärmepumpe als Hauptwärmeerzeuger nutzen und gleichzeitig niedrigere Energieverluste über die Gebäudehülle erzielen. So sparen Sie auf langer Sicht gleich doppelt.




