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Wärmepumpe, Wohnraumlüftung und Smarthome im Neubau: Heizungsbauer im Interview

Welche Heizung eignet sich am besten im Neubau: Wählen die meisten Bauherren eine Wärmepumpe oder sind doch andere Heizarten relevant? Wie wichtig sind Lüftungsanlagen für ein gutes Raumklima und wie steht es um das Thema Smarthome? Heizungsbau-Meister Oliver Oeltjen aus Rastede gibt im Interview Tipps für Ihr Zuhause.

Wärmepumpe, Wohnraumlüftung und Smarthome im Neubau: Heizungsbauer Oliver Oeltjen im Interview

„Dein Heizungsbauer“: Seit 2014 führen Sie Ihren eigenen Betrieb in Rastede. Erzählen Sie uns doch einmal etwas über Ihr Team und welche Leistungen Sie anbieten.

Ja, wir sind ein inhabergeführter Meisterbetrieb im SHK-Handwerk. Aktuell sind wir mit neun Mitarbeitern draußen aktiv – wovon zwei Azubis und ein Umschüler mit dazu zählen. Neben unseren Schwerpunkten Neubau und Heizungssanierungen decken wir den kompletten Bereich der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik ab. Das Themengebiet Wärmepumpe im Neubau wie Bestandsgebäude nimmt bei uns seit ein paar Jahren einen immer größeren Stellenwert ein.

„Dein Heizungsbauer“: Sie kümmern sich sehr viel um den Neubau. Welchen Trend können Sie dabei erkennen?

Im Bereich Neubau ist bis auf sehr wenige Ausnahmen die Wärmepumpe führend. Im Gebäudebestand liegt das Verhältnis im Moment zirka bei 1:6 zu Gunsten der Gas-Brennwerttechnik.

Die Wohnraumlüftung wird aktuell bei uns bei jedem zweiten Projekt umgesetzt – wobei da Differenzen im Objektbereich und im privaten Wohnungsbau hervortreten. Werden die Projekte zum Beispiel von einem Architekten, Fachplaner oder Energieberater eng begleitet oder haben wir die Chance im Vorfeld zu beraten, wird in der Regel eine Lüftungsanlage realisiert.

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Bei der Smarthome-Thematik ist die Basislösung mit der Steuerung der Heizungsanlage zum Beispiel mit dem Mobiltelefon inzwischen bei der überwiegenden Anzahl der installierten Heizungsanlagen Stand der Technik, wird nachgefragt und entsprechend umgesetzt von uns. Die Kommunikation zum Beispiel der Wärmepumpe mit dem Wechselrichter einer Photovoltaikanlage ist absolut entscheidend für eine nachhaltige Effizienzsteigerung des gesamten Systems. Und wenn diese Lösung auch noch eine Einbindung in eine Smarthome-basierte Steuerung findet, umso besser.

„Dein Heizungsbauer“: Sie bauen auch kontrollierte Wohnraumlüftungen ein. Wenn Sie einen Kunden von der Wohnraumlüftung überzeugen müssten: Welche Vorteile würden Sie nennen?

  1. Der wichtigste Aspekt bei der kontrollierten Wohnraumlüftung ist natürlich der Feuchteschutz der Gebäude beziehungsweise des Wohnraums.

  2. Dazu kommt die Energieeinsparung durch die Wärmerückgewinnung.

  3. Die geringere Staub- und Pollenbelastung sowie die Minimierung der CO2-Belastung in den Schlafräumen.

  4. Und letztlich ein allgemeiner Zugewinn der Luftqualität in dem jeweiligen Wohnraum.

„Dein Heizungsbauer“: Herr Oeltjen, was war Ihr bisher interessantestes Erlebnis bei einem Kundentermin?

Es gibt nicht das herausragende Ereignis. In unserem Berufsfeld wird man tatsächlich in recht kurzer Zeit und wiederkehrend alle Gesellschaftsformen und deren Auswüchse kennenlernen und teils auch lieben lernen, zumindest was deren Abwechslung des Kennenlernens im Alltag anbelangt.

Ich finde, dass neben der technischen Komponente der Umgang mit den teils sehr unterschiedlichen Mitmenschen eine große Bereicherung in unserem Handwerk sein kann. Vorausgesetzt, man mag den Umgang mit Menschen. Zumindest habe ich mir abgewöhnt zu erzählen, schon alles erlebt zu haben.

„Dein Heizungsbauer“: Momentan beschäftigen Sie zwei Auszubildende in Ihrem Betrieb. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit ihnen?

Aktuell haben wir zwei Azubis und einen Umschüler. Die Zusammenarbeit und die Ausbildung können manchmal eine Herausforderung aber auch eine Bereicherung sein. Ganz sicher verspricht die Beschäftigung von Auszubildenden eine gewisse Erdung von einem selbst. Allein schon im Hinblick auf den eigenen Werdegang beziehungsweise die eigene Lehrzeit. 

Es gibt eine gewisse Selbstbestätigung, wenn man eine positive Entwicklung der Auszubildenden beobachten kann und im Laufe der Zeit sich diese als Bereicherung und Unterstützung für den Betrieb herausstellt.

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„Dein Heizungsbauer“: Mit Ihrem Angebot „barrierefreie Badezimmer“ sprechen Sie speziell Senioren an. Das Thema „Barrierefreiheit“ bis ins Alter aufschieben, oder sich früh genug darum kümmern? Was ist Ihre Meinung?

Je eher man sich mit der Thematik Barrierefreiheit und eventuelle Einschränkungen im Alter beschäftigt, umso besser. Ich finde, dass es wichtig ist, den Begriff Barrierefreiheit aus der etwas negativ besetzten Ecke herauszuholen. Barrierefreiheit zum Beispiel im Bad hat sehr viel mit Lebensqualität zu tun und sollte Bestandteil einer jeden Badsanierung sein.

„Dein Heizungsbauer“: Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Bauherren?

Abgesehen von einer realistischen Finanzierungs- und Zeitplanung wäre ein Hinzuziehen eines fachkundigen Baukoordinators für ein Wohnungsbauprojekt sicher sinnvoll. Im Hinblick auf die Heiztechnik sollte diese auf die Fragestellung der zukünftigen Energieversorgung und daher auf eine möglichst große Unabhängig zielen. Ein Gesamtkonzept zum Heizen und Kühlen mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Stromspeicher sollte gewählt werden.

 

„Dein Heizungsbauer“: Welche Erfahrungen haben Sie mit modernen Wärmepumpen wie der WOLF CHA-Monoblock gemacht?

Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung der Zuleitung zwischen Außen- und Inneneinheit können gemeistert werden. Auch das Gewicht der Außeneinheit muss bei der Umsetzung beachtet werden. Der Personal- oder Maschinenaufwand ist etwas höher anfangs.

Wenn man sich viele Jahre mit der Wärmepumpentechnik befasst, ist man begeistert vom Wirkungsgrad und der geringen Geräuschentwicklung der CHA-Geräte. Es ergibt sich eine hohe Akzeptanz auch bei vorher etwas kritischen Auftraggebern.

Meiner Meinung nach hervorzuheben sind die gute, intuitive Bedienbarkeit und Vernetzbarkeit der Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen und Smarthome-Systemen sowie anderen Peripheriegeräten. Dadurch ergeben sich sehr gute Synergieeffekte, welche zum Beispiel dem Energieverbrauch zugutekommt. Angenehm ist auch die implementierte Kühlfunktion welche ohne Zubehör aktiviert und betrieben werden kann.

„Dein Heizungsbauer“: Welches Ziel wollen Sie mit Ihrem Betrieb in den nächsten Jahren erreichen, Herr Oeltjen?

Wir wollen aktiv den Markt der Wärmepumpentechnik im Gebäudebestand weiter ausbauen. Ich sehe da enormes Wachstumspotenzial, welches nicht nur in der Umsetzung technisch wie handwerklich, sondern auch wirtschaftlich sehr reizvoll ist.

Vielen Dank für das spannende Interview, Herr Oeltjen!

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