Müssen Sie eine neue Heizung planen oder eine alte ersetzen, haben Sie mehr Optionen als je zuvor. Und damit auch mehr Fragen: Welche Heizsysteme gibt es überhaupt? Welches lohnt sich finanziell und ökologisch? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über alle relevanten Heizsysteme, erklärt Vor- und Nachteile, nennt aktuelle Kosten und zeigt, wann welches System für Sie die richtige Wahl ist.
Heizsysteme im Vergleich: Alle Arten, Funktionen und Kosten im Überblick

Heizsysteme: Das Wichtigste im Überblick
Es gibt fossile Heizsysteme (Öl, Gas), Systeme, die überwiegend mit erneuerbaren Energien arbeiten (Wärmepumpe, Pellets, Solarthermie), Fernwärme und Hybridsysteme.
Die Wärmepumpe war 2025 erstmals die meistverkaufte Heizungstechnologie in Deutschland.
Über KfW 458 erhalten Eigentümer beim Heizungstausch bis zu 80% Zuschuss vom Staat.
Wirtschaftlich liegen Wärmepumpen und Pelletheizungen langfristig vorn, Öl- und Gasheizungen verlieren durch steigende CO₂-Preise deutlich.
Heizsysteme auf einen Blick
| Heizsystem | Anschaffungskosten (brutto) | Laufende Kosten (zirka) | Förderfähig (KfW 458) | Für wen geeignet? |
|---|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | 17.500 bis 50.000 Euro | ~7 Cent pro kWh (eff.) | ja | Neubau, Bestand |
| Pelletheizung | 17.000 bis 25.000 Euro (größere Anlagen bis 40.000 Euro) | 17.000 bis 25.000 Euro (größere Anlagen bis 40.000 Euro) | ja | Bestand mit Platzbedarf, ländliche Lagen |
| Fernwärme | zirka 5.000 Euro (Anschluss) | variabel, ~1.200 bis 1.800 Euro pro Jahr | ja (bei ausreichendem EE-Anteil) | städtische Lagen mit Netzanschluss |
| Hybridheizung | ab zirka 18.000 Euro | niedrig bis mittel | ja (EE-Anteil) | Bestand mit eingeschränkter Wärmepumpen-Eignung |
| Solarthermie | ab zirka 5.000 Euro | sehr niedrig | ja | Ergänzung, nicht als alleinige Heizung |
| Gasheizung | 7.500 bis 13.000 Euro | ~11 Cent pro kWh | nein | Übergangs- oder Hybridlösung |
| Ölheizung | 9.000 bis 15.000 Euro | hoch, stark schwankend | nein | nur Bestand ohne Alternative |
| Heizsystem | Wärmepumpe |
| Anschaffungskosten (brutto) | 17.500 bis 50.000 Euro |
| Laufende Kosten (zirka) | ~7 Cent pro kWh (eff.) |
| Förderfähig (KfW 458) | ja |
| Für wen geeignet? | Neubau, Bestand |
| Heizsystem | Pelletheizung |
| Anschaffungskosten (brutto) | 17.000 bis 25.000 Euro (größere Anlagen bis 40.000 Euro) |
| Laufende Kosten (zirka) | 17.000 bis 25.000 Euro (größere Anlagen bis 40.000 Euro) |
| Förderfähig (KfW 458) | ja |
| Für wen geeignet? | Bestand mit Platzbedarf, ländliche Lagen |
| Heizsystem | Fernwärme |
| Anschaffungskosten (brutto) | zirka 5.000 Euro (Anschluss) |
| Laufende Kosten (zirka) | variabel, ~1.200 bis 1.800 Euro pro Jahr |
| Förderfähig (KfW 458) | ja (bei ausreichendem EE-Anteil) |
| Für wen geeignet? | städtische Lagen mit Netzanschluss |
| Heizsystem | Hybridheizung |
| Anschaffungskosten (brutto) | ab zirka 18.000 Euro |
| Laufende Kosten (zirka) | niedrig bis mittel |
| Förderfähig (KfW 458) | ja (EE-Anteil) |
| Für wen geeignet? | Bestand mit eingeschränkter Wärmepumpen-Eignung |
| Heizsystem | Solarthermie |
| Anschaffungskosten (brutto) | ab zirka 5.000 Euro |
| Laufende Kosten (zirka) | sehr niedrig |
| Förderfähig (KfW 458) | ja |
| Für wen geeignet? | Ergänzung, nicht als alleinige Heizung |
| Heizsystem | Gasheizung |
| Anschaffungskosten (brutto) | 7.500 bis 13.000 Euro |
| Laufende Kosten (zirka) | ~11 Cent pro kWh |
| Förderfähig (KfW 458) | nein |
| Für wen geeignet? | Übergangs- oder Hybridlösung |
| Heizsystem | Ölheizung |
| Anschaffungskosten (brutto) | 9.000 bis 15.000 Euro |
| Laufende Kosten (zirka) | hoch, stark schwankend |
| Förderfähig (KfW 458) | nein |
| Für wen geeignet? | nur Bestand ohne Alternative |
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Wärmepumpe: Das moderne Heizsystem
Die Wärmepumpe ist aktuell ein besonders beliebtes Heizsystem: 2025 war sie mit 299.000 verkauften Geräten erstmals die meistverkaufte Heizung in Deutschland.1 Sie gewinnt Wärme aus der Umgebung, also aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, und benötigt dafür keinen fossilen Brennstoff, sondern nur Strom. Pro Kilowattstunde eingesetztem Strom erzeugt eine moderne Wärmepumpe drei bis fünf Kilowattstunden Wärme (JAZ 3,0 bis 5,0).

Die Vor- und Nachteile der Wärmepumpe
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| keine Verbrennungsemissionen, keine Abgasleitung, kein Schornsteinfeger | vergleichsweise hohe Anschaffungskosten |
| sehr niedrige laufende Kosten | Außengeräte erzeugen minimale Betriebsgeräusche (Schallschutzregeln beachten) |
| hohe staatliche Förderung: KfW 458 bis 80% | Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen erfordern Bohrungen oder Grabungen |
| Kühlfunktion im Sommer bei vielen Modellen nachrüstbar | |
| kein eigener Brennstoff-Lagerraum nötig |
| Vorteile | keine Verbrennungsemissionen, keine Abgasleitung, kein Schornsteinfeger |
| Nachteile | vergleichsweise hohe Anschaffungskosten |
| Vorteile | sehr niedrige laufende Kosten |
| Nachteile | Außengeräte erzeugen minimale Betriebsgeräusche (Schallschutzregeln beachten) |
| Vorteile | hohe staatliche Förderung: KfW 458 bis 80% |
| Nachteile | Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen erfordern Bohrungen oder Grabungen |
| Vorteile | Kühlfunktion im Sommer bei vielen Modellen nachrüstbar |
| Nachteile | |
| Vorteile | kein eigener Brennstoff-Lagerraum nötig |
| Nachteile |

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Pelletheizung: Heizen mit Holz
Pelletheizungen verbrennen gepresste Holzreste und verwenden damit einen nachwachsenden Rohstoff. Sie funktionieren vollautomatisch und sind technisch ausgereift. Im Jahr 2026 lagen die Holzpelletpreise für eine Standardabnahme von sechs Tonnen bisher bei rund 388 bis 423 Euro brutto pro Tonne. Das entspricht bei einem Heizwert von etwa 4.800 kWh pro Tonne einem Energiepreis von rund 8,1 bis 8,8 Cent pro Kilowattstunde.2
Die Vor- und Nachteile der Pelletheizung
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| stabiler Brennstoffpreis, relativ günstige laufende Kosten | erheblicher Platzbedarf für Pelletsilo |
| hohe Förderung über KfW 458 bis 80% | Feinstaub- und CO₂-Emissionen durch Verbrennung |
| hohe Vorlauftemperaturen möglich, gut für unsanierte Bestandsgebäude | Wartungsaufwand höher als bei der Wärmepumpe (300 bis 600 Euro jährlich) |
| unabhängig vom Stromnetz | Brennstofflieferung muss organisiert werden |
| steigende Nachfrage erhöht Druck auf Holzressourcen |
| Vorteile | stabiler Brennstoffpreis, relativ günstige laufende Kosten |
| Nachteile | erheblicher Platzbedarf für Pelletsilo |
| Vorteile | hohe Förderung über KfW 458 bis 80% |
| Nachteile | Feinstaub- und CO₂-Emissionen durch Verbrennung |
| Vorteile | hohe Vorlauftemperaturen möglich, gut für unsanierte Bestandsgebäude |
| Nachteile | Wartungsaufwand höher als bei der Wärmepumpe (300 bis 600 Euro jährlich) |
| Vorteile | unabhängig vom Stromnetz |
| Nachteile | Brennstofflieferung muss organisiert werden |
| Vorteile | |
| Nachteile | steigende Nachfrage erhöht Druck auf Holzressourcen |
Die Gesamtkosten liegen inklusive eines Pelletsilos, der Fördertechnik, der Montage und dem Pufferspeicher bei 34.000 bis 44.000 Euro. Hinzu kommen laufende Wartungskosten.
Fernwärme: Heizsystem ohne eigene Anlage
Die Fernwärme kommt ganz ohne eigenen Wärmeerzeuger aus. Im Haus befindet sich nur eine kompakte Übergabestation. Das macht die Fernwärme relativ wartungsarm und platzsparend. Es gibt aber auch Nachteile. Fernwärme kann sich vor allem dann lohnen, wenn Sie in einer städtischen Lage wohnen, das Netz in Ihrer Straße liegt und eine umfassende Sanierung nicht realistisch ist.
Vor- und Nachteile der Fernwärme
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| minimaler Platzbedarf | nur verfügbar, wo ein Fernwärmenetz vorhanden ist (vorwiegend städtische Lagen) |
| kaum eigener Wartungsaufwand | kein Wechsel des Anbieters möglich, Preiserhöhungen treffen Sie direkt |
| ressourcenschonend, wenn das Netz auf erneuerbaren Energien basiert | Wärmepreise 2025/26 gestiegen; laufende Kosten zirka 1.200 bis 1.800 Euro pro Jahr für ein Einfamilienhaus (70 bis 130 Quadratmeter) |
| KfW-förderfähig, wenn der EE-Anteil im Netz mindestens 25% beträgt | Transparenz über den Energiemix des Netzbetreibers oft eingeschränkt |
| Vorteile | minimaler Platzbedarf |
| Nachteile | nur verfügbar, wo ein Fernwärmenetz vorhanden ist (vorwiegend städtische Lagen) |
| Vorteile | kaum eigener Wartungsaufwand |
| Nachteile | kein Wechsel des Anbieters möglich, Preiserhöhungen treffen Sie direkt |
| Vorteile | ressourcenschonend, wenn das Netz auf erneuerbaren Energien basiert |
| Nachteile | Wärmepreise 2025/26 gestiegen; laufende Kosten zirka 1.200 bis 1.800 Euro pro Jahr für ein Einfamilienhaus (70 bis 130 Quadratmeter) |
| Vorteile | KfW-förderfähig, wenn der EE-Anteil im Netz mindestens 25% beträgt |
| Nachteile | Transparenz über den Energiemix des Netzbetreibers oft eingeschränkt |
Solarthermie: Die Sonne als kostenfreie Energiequelle
Solarthermie nutzt die Sonnenenergie direkt zur Wärmeerzeugung, etwa für Warmwasser und Heizungsunterstützung. Die Anlage hat daher relativ geringe Betriebskosten.
In Abhängigkeit der Größe der Solaranlage ist es möglich, mit einer Sonnenheizung den Großteil der benötigten Heizenergie zu gewinnen. Ausschließlich mit Solarthermie zu heizen, geht theoretisch auch, ist aber teuer und meist unwirtschaftlich. Solarthermie kommt daher fast immer als Hybridheizung zum Einsatz.
Vor- und Nachteile der Solarthermie
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| sehr niedrige laufende Kosten (Sonnenschein ist kostenlos) | allein nicht ausreichend für die Vollversorgung, immer als Hybridlösung einzuplanen |
| nutzt Umweltenergie | Ertrag saisonal und wetterabhängig |
| reduziert Bedarf des primären Heizsystems erheblich | Kollektorfläche auf dem Dach erforderlich (zirka 10 bis 15 Quadratmeter für Warmwasser + Heizungsunterstützung) |
| förderfähig über KfW 458 |
| Vorteile | sehr niedrige laufende Kosten (Sonnenschein ist kostenlos) |
| Nachteile | allein nicht ausreichend für die Vollversorgung, immer als Hybridlösung einzuplanen |
| Vorteile | nutzt Umweltenergie |
| Nachteile | Ertrag saisonal und wetterabhängig |
| Vorteile | reduziert Bedarf des primären Heizsystems erheblich |
| Nachteile | Kollektorfläche auf dem Dach erforderlich (zirka 10 bis 15 Quadratmeter für Warmwasser + Heizungsunterstützung) |
| Vorteile | förderfähig über KfW 458 |
| Nachteile |
Hybridheizung: Zwei Systeme, eine Anlage
Eine Hybridheizung kombiniert zwei Wärmeerzeuger und nutzt je nach Betriebssituation das effizientere System. Die sinnvollste Kombination ist die Wärmepumpe mit Solarthermie: Die Solarthermie liefert an sonnenreichen Tagen Wärme für Warmwasser und unterstützt die Heizung, während die Wärmepumpe die Grundlast trägt und besonders in den kalten Monaten den Großteil des Wärmebedarfs deckt.
Vor- und Nachteile der Hybridheizung
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Nutzung kostenloser Umweltenergien | hohe Anschaffungskosten |
| auch für schlecht gedämmte Bestandsgebäude geeignet, wo eine alleinige Wärmepumpe an Grenzen stößt | mehr Installationsaufwand und Regelungstechnik |
| Ausfall eines Systems bedeutet kein vollständiger Wärmeausfall | in gut gedämmten Gebäuden oft nicht nötig, eine Wärmepumpe allein reicht meist aus |
| doppelte Wartung |
| Vorteile | Nutzung kostenloser Umweltenergien |
| Nachteile | hohe Anschaffungskosten |
| Vorteile | auch für schlecht gedämmte Bestandsgebäude geeignet, wo eine alleinige Wärmepumpe an Grenzen stößt |
| Nachteile | mehr Installationsaufwand und Regelungstechnik |
| Vorteile | Ausfall eines Systems bedeutet kein vollständiger Wärmeausfall |
| Nachteile | in gut gedämmten Gebäuden oft nicht nötig, eine Wärmepumpe allein reicht meist aus |
| Vorteile | |
| Nachteile | doppelte Wartung |
Eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Gas- oder Ölheizung ergibt nur in Ausnahmefällen Sinn, zum Beispiel bei sehr schlecht gedämmtem Altbau oder als kurzfristige Übergangslösung. In der Regel heizt eine Wärmepumpe im Altbau das ganze Jahr zuverlässig, ohne ein fossiles Backup zu benötigen.
Gasheizung: Günstig in der Anschaffung, teuer auf Dauer
Die Gasheizung lässt sich überall dort einsetzen, wo ein Gasanschluss oder Flüssiggastank vorhanden ist. Sie ist beim Kauf günstiger als beispielsweise die Wärmepumpe, langfristig sind die laufenden Kosten jedoch deutlich höher als bei der Wärmepumpe.
Die Gasheizung gilt nur noch für kurzfristige Übergangslösungen oder als Backup in Hybridkonfigurationen als sinnvoll.
Vor- und Nachteile der Gasheizung
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| relativ niedrige Anschaffungskosten | hohe laufende Kosten und steigende CO₂-Preise |
| einfache Installation, kein Tanklager nötig | nicht förderfähig über KfW 458 |
| hohe Vorlauftemperaturen, auch für unsanierte Gebäude | verursacht CO₂-Emissionen |
| steigende Abhängigkeit von fossilen Lieferpreisen und CO₂-Abgaben | |
| zunehmende Biogasquoten-Pflicht (GModG) |
| Vorteile | relativ niedrige Anschaffungskosten |
| Nachteile | hohe laufende Kosten und steigende CO₂-Preise |
| Vorteile | einfache Installation, kein Tanklager nötig |
| Nachteile | nicht förderfähig über KfW 458 |
| Vorteile | hohe Vorlauftemperaturen, auch für unsanierte Gebäude |
| Nachteile | verursacht CO₂-Emissionen |
| Vorteile | |
| Nachteile | steigende Abhängigkeit von fossilen Lieferpreisen und CO₂-Abgaben |
| Vorteile | |
| Nachteile | zunehmende Biogasquoten-Pflicht (GModG) |

Frage zur Wasserstoff-Heizung an einen Experten
Wasserstoff-Heizungen und Brennstoffzellen: Ist das eine Option für die Zukunft oder sind das eher theoretische Nischenprodukte, von denen man im Moment die Finger lassen sollte?
Maximilian Schmidt: Wasserstoff-Heizungen und Brennstoffzellen werden abseits der Industrie und großer Heizungsanlagen für unseren Wärmemarkt kaum Relevanz haben. Die Herstellung ist schlicht unglaublich teuer. Die Zukunft des Heizens läuft eher über Wärmepumpen, Fernwärme und auf dem Land manchmal über Biomasse wie Pellets. Wasserstoff bleibt ein Nischenprodukt für Spezialfälle – etwa Wohngebiete direkt neben einem Industriegebiet mit günstiger Versorgung. Wer heute die Wahl hat, sollte sein Geld nicht darauf setzen, sondern sich für eine Wärmepumpe entscheiden.
Maximilian Schmidt arbeitet im Market Launch Management bei WOLF (Klima- und Heiztechnik).
Ölheizung: Auf lange Sicht keine sinnvolle Wahl
Die Ölheizung stellt keine besonderen Anforderungen an die Infrastruktur und kann hohe Vorlauftemperaturen erzeugen. Damit ist sie technisch flexibel, aber wirtschaftlich und ökologisch problematisch.
Vor- und Nachteile der Ölheizung
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| unabhängig von Gasleitung oder Fernwärmenetz | sehr hohe laufende Kosten; steigende CO₂-Preise belasten Heizöl erheblich |
| hohe Vorlauftemperaturen möglich | erheblicher Platzbedarf für den Heizöltank |
| bewährte Technik, weit verbreitet im Bestand | hohe CO₂-Emissionen |
| nicht förderfähig über KfW 458 | |
| Bioheizöl und synthetische Brennstoffe existieren, sind aber teuer und nicht flächendeckend verfügbar |
| Vorteile | unabhängig von Gasleitung oder Fernwärmenetz |
| Nachteile | sehr hohe laufende Kosten; steigende CO₂-Preise belasten Heizöl erheblich |
| Vorteile | hohe Vorlauftemperaturen möglich |
| Nachteile | erheblicher Platzbedarf für den Heizöltank |
| Vorteile | bewährte Technik, weit verbreitet im Bestand |
| Nachteile | hohe CO₂-Emissionen |
| Vorteile | |
| Nachteile | nicht förderfähig über KfW 458 |
| Vorteile | |
| Nachteile | Bioheizöl und synthetische Brennstoffe existieren, sind aber teuer und nicht flächendeckend verfügbar |
Stromheizung: Stromkosten beachten
Wer mit einer Stromheizung Wärme erzeugt, kommt ganz ohne Verbrennung und auch ohne Umweltwärme aus. Denn die Stromheizung wandelt direkt den Strom in Wärme um. Das geht mit der alten Nachtspeicherheizung oder modern mit Infrarotstrahlungswärme. Stromheizungen brauchen auch keinen wassergefüllten Heizkreis. Das macht die Investition mit 4.000 bis 10.000 Euro mitsamt Installation sehr schlank und die Wartung fällt für diese Heizung ebenfalls minimal aus.
Der große Nachteil der Stromheizung besteht im hohen Stromverbrauch, der enorme Kosten verursacht. Auch für den Klimaschutz sind Stromheizungen kontraproduktiv, denn jede Steigerung des Strombedarfs macht es schwieriger, genug Photovoltaik-, Windkraftanlagen und andere regenerative Energien zu installieren.
Zum Vergleich: Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Bei der klassischen Stromheizung hingegen bleibt nach Abzug der Verluste nicht einmal 1 Kilowattstunde Wärme pro Kilowattstunde Strom übrig.
BHKW: Eigenen Strom produzieren
Geräte, die sowohl Strom als auch Wärme produzieren, nennen Fachleute Blockheizkraftwerke (BHKW). Das BHKW enthält meist einen Verbrennungsmotor, der einen Stromgenerator antreibt. Bei dieser auch Kraft-Wärme-Kopplung genannten Technologie fällt die Wärme quasi als „Abfall“ der Stromerzeugung an. Letztlich ist aber auch das BHKW eine Form der Öl- bzw. Gasheizung.
Ein BHKW mit Kraft-Wärme-Kopplung kostet zwischen 10.000 und 40.000 Euro. Hinzu kommen regelmäßig hohe Wartungskosten. Das lohnt sich nur, wenn Sie als Betreiber mit dem eigenen Strom Ihre Stromrechnung ordentlich senken. Daher sollte das Blockheizkraftwerk im Jahr auf möglichst viele Betriebsstunden kommen. Das Problem: Im Sommer braucht das Haus wenig Wärme. Wenn dann das BHKW weiterläuft, verschwenden Sie unnötig Energie. In privaten Haushalten findet dieses Heizsystem deswegen kaum Anwendung.
Brennstoffzellenheizung: Mehr Strom als Wärme
Die Brennstoffzellenheizung ist eine Form des BHKW. Denn die Brennstoffzelle produziert Strom, ohne dass ein Motor läuft. Auch in diesem Fall ist Wärme ein Abfallprodukt. Während das konventionelle BHKW zwei- bis dreimal mehr Wärme als Strom produziert, kann die Brennstoffzelle mehr Strom als Wärme generieren.
Brennstoffzellenheizungen für das Einfamilienhaus sind so dimensioniert, dass der Haushalt den produzierten Strom auch selbst verbrauchen kann. Die Wärmeerzeugung ist dabei so gering, dass Sommerlaufzeiten ohne Verschwendung möglich sind. Im Winter heizt dann ein Gas-Brennwertgerät zu. Es handelt sich also hierbei um eine Hybridheizung.
Bei einem Brennstoffzellensystem müssen Sie mit einer Investition inklusive Montage von 30.000 bis 50.000 Euro rechnen. Das Gas-Brennwertgerät ist dabei in der Regel bereits integriert. Ob sich diese Kosten über die Einsparungen bei der Stromrechnung wieder einspielen, ist eher fraglich.
Verbreitete Heizsysteme im Bestand und Neubau
Die meisten Deutschen betreiben ein Heizsystem, das Wärme aus fossilen Brennstoffen gewinnt. Rund drei Viertel aller Heizungen im Gebäudebestand verbrennen Gas oder Öl. Dabei entsteht neben der Wärme auch das Treibhausgas Kohlendioxid. Zusätzlich unterliegen die Preise für Gas und Öl starken Schwankungen und steigen insgesamt sogar stetig an. Daher lohnt sich der Umstieg auf eine alternative Heizung.
Im Neubau haben Heizsysteme ohne fossile Brennstoffe längst die Nase vorn. Drei Viertel aller Bauherren entscheiden sich heute für die Wärmepumpe.3 Denn heutzutage bietet der Markt technisch sehr ausgereifte Geräte, die hocheffizient sind (gemessen an der JAZ).
Auch im Gebäudebestand gewinnt die Technologie zunehmend an Beliebtheit und nimmt beim Heizungstausch stetig Fahrt auf, da Wärmepumpen auch ohne umfangreiche Dämmung gut funktionieren.4
Heizungsbauer finden
Fazit: Welches Heizsystem ist das Beste?
Es gibt kein universell bestes Heizsystem, aber Empfehlungen. Für die meisten Haushalte ist es eine Wärmepumpe: Sie ist aktuell auch die beliebteste Option im Neubau.1 Nach KfW-Förderung sind die Nettoinvestitionskosten oft niedriger als auf den ersten Blick ersichtlich. Die Betriebskosten sind dank kostenloser Umweltwärme und effizienter Technologie dauerhaft niedriger als bei vielen anderen Heizsystemen (jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs 191% - 194%, EU Verordnung Nr 811/2013). Die Anschaffungskosten für neue Öl- oder Gasheizungen sind zwar niedrig, aber die laufenden Kosten steigen durch CO₂-Preise kontinuierlich, und die KfW fördert fossile Heizungen nicht. Das ist auf lange Sicht eine teure Entscheidung.

