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Heizung wird nicht richtig warm: Daran liegt's

Wenn der Winter naht und die Anzeige im Thermometer sinkt, beginnt die Heizsaison. Der Schreck kommt häufig beim ersten Aufdrehen des Thermostats nach dem Sommer: Die Heizung wird nicht richtig warm. Die Heizung gluckert lustlos vor sich hin der Heizkörper wird bestenfalls lauwarm und die Wohnräume bleiben unangenehm kalt. Was sich dramatisch anhört, liegt in vielen Fällen an Luft im Heizkörper und kann leicht behoben werden. Doch woran erkenne ich, ob eine Heizung nur entlüftet werden muss oder ob ein schwerwiegenderes Problem vorliegt? Wir klären auf.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Heizung wird nicht richtig warm: Mögliche Ursachen
  2. Die Heizung bleibt kalt: Erste Hilfe
  3. Heizung warten lohnt sich

In der Regel können Sie Ihre Heizung selbst innerhalb weniger Minuten von Luft befreien, Kosten sparen und die Funktionstüchtigkeit der Heizung wiederherstellen. Doch in welchen Fällen sollten Sie das tun?

Und wann sollte lieber der Heizungstechniker verständigt werden? Und warum ist das regelmäßige Heizungswarten sinnvoll? In unserem Ratgeber gehen wir auf diese und weitere Fragen ein, geben Ihnen zahlreiche Tipps zum Thema.

Die Heizung wird nicht richtig warm: Mögliche Ursachen

Wenn der Heizkörper trotz aufgedrehten Thermostats kalt bleibt oder nur mäßig warm wird, können unterschiedliche Gründe vorliegen. Eine erste Ursachenanalyse können Sie als Betroffener selbst durchführen. Wenn das Problem allerdings in der Steuerung, der Umwälzpumpe oder dem Systemdruck liegt, dann ist ein Fachmann gefragt. Als Laie können Sie an dieser Stelle im Zweifel mehr Schaden anrichten, als der Heizung zur alten Leistungsfähigkeit zu verhelfen.

Um Ihnen einen ersten Überblick zu verschaffen, haben wir die häufigsten Ursachen für eine kalte Heizung im Folgenden zusammengefasst:

  • Einstellungen: Moderne Heizungsanlagen arbeiten für optimale Energieeffizienz mit einer Vielzahl an Einstellungen, die der Heizungstechniker bei der Inbetriebnahme vorgibt. Schon „kleinere“ falsche Einstellungen wie eine fehlerhafte Uhrzeit oder ein Betrieb im Sommer-Modus können dazu führen, dass die Heizung nicht richtig warm wird.
  • Umwälzpumpe: Die Umwälzpumpe sorgt dafür, dass warmes Wasser im Heizkreislauf zirkuliert und die Heizkörper aufwärmt. Wenn die Pumpe defekt ist oder versehentlich ausgeschaltet wurde, strömt kein Wasser durch die Leitungen und der Heizkörper bleibt kalt.
  • Druck im Heizkessel: Der Heizkessel mit dem Brenner ist in der Regel das Herzstück jeder Heizungsanlage (ausgenommen Wärmepumpen und Heizanlagen mit Feststoffbrennkessel). Damit die Heizkörper mit warmem Wasser versorgt werden, muss der Wasserdruck im Heizkessel zwischen 1,5 bis 2,0 bar liegen. Der Wasserdruck wird über ein Manometer am Heizkessel gekennzeichnet und sollte sich in dem grün markierten Bereich bewegen. Bei Abweichungen kann der Heizungstechniker den Druck regulieren, indem er entweder Heizungswasser nachfüllt oder ablässt.
  • Fehlercode am Heizkessel: Moderne Brennwertkessel schalten sich – beispielsweise bei extremen Temperaturschwankungen – aus Sicherheitsgründen ab. Auch hier sollten Sie den Profi zu Rate ziehen. Dieser kann den Fehlercode interpretieren und das Problem fachmännisch beheben.
  • Luft im Heizkörper: Luft ist ein schlechter Wärmeleiter und hat im Heizkörper daher nichts zu suchen. Durch natürliche Leckagen kommt es dennoch recht häufig dazu, dass sich Blasen in der Heizung sammeln und das typische "Gluckern" verursachen. Wenn der Heizkörper nur langsam warm wird und vor allem im oberen Bereich kalt bleibt, ist das häufig die Ursache.
  • Thermostatventil: Das Thermostat der Heizung reguliert die Durchflussmenge im Heizkörper in Abhängigkeit von der gewünschten Raumtemperatur. Wenn das Ventil jedoch zu weit in den Heizkörper rutscht, kann es verklemmen und den Durchfluss von Heizwasser verhindern. Die Folge: Die Heizung wird nicht richtig warm.

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Die Heizung bleibt kalt: Erste Hilfe

Luft im Heizkörper ist ein sehr häufiges Phänomen. Zu Beginn der Heizsaison empfiehlt es sich daher, routinemäßig alle Heizkörper in den eigenen vier Wänden auf das Problem zu kontrollieren. Begrüßt Sie die Heizung mit einem müden Gluckern und wird nicht richtig warm, so ist das in der Regel kein Poltergeist.

Das Problem können Sie zum Glück selbst beheben – sogar wenn Sie von sich behaupten, dass Sie zwei linke Hände haben. Dafür benötigten Sie lediglich einen passenden Entlüftungsschlüssel, den Sie günstig in jedem Baumarkt oder Sanitär-Fachgeschäft erhalten. Darüber hinaus brauchen Sie eine Schüssel oder einen Becher zum Auffangen von Heizungswasser sowie einen Lappen.

In unserem Artikel "Heizkörper entlüften" finden Sie eine detaillierte Schritt-für-Schritt Anleitung. Hier finden Sie zudem Tipps, wie Sie das Ventil wieder funktionstüchtig machen, sollte der Stift klemmen.

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Heizung warten lohnt sich

Ob sich Luft im Heizkörper befindet, die Konfiguration fehlerhaft ist oder der Druck nicht stimmt: Probleme mit der Heizung führen in vielen Fällen nicht nur dazu, dass der Wohnraum kalt bleibt, sondern auch zu steigenden Kosten. Das liegt daran, dass durch die abnehmende Effizienz des Heizungssystems der Bedarf an Brennstoff steigt.

Damit Sie im Winter zuverlässig heizen können und Ihre Wohnung richtig warm wird, ist das regelmäßige Warten der Heizung empfehlenswert. Dieses sollte jährlich in den Sommermonaten stattfinden und möglichst vor der nächsten Heizperiode abgeschlossen sein. Der Heizungstechniker

  • prüft die Verschleißteile der Anlage,
  • korrigiert fehlerhaften Wasserdruck,
  • entlüftet die Heizkörper und
  • entfernt Ablagerungen von Ruß oder Staub.

In unserer Postleitzahl-Suche können Sie einen zuverlässigen Heizungsbauer finden, der die Arbeiten für Sie erledigt. Die Kosten für eine Heizungswartung variieren je nach Art des Brennstoffs und liegen in der Regel im Bereich von 100 bis 150 Euro für Gasheizungen, 150 bis 200 Euro für Ölheizungen und 150 bis 280 Euro für Pelletheizungen. Meist amortisiert sich die regelmäßige Überprüfung durch die bessere Effizienz schnell in Form geringerer Heizkosten.

Andreas Wurm

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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