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Heizung im Schlafzimmer: Wie heize ich richtig?

Für gesunden und erholsamen Schlaf ist es wichtig, die Heizung im Schlafzimmer nicht zu hoch zu drehen. Andererseits darf es auch nicht zu kühl sein. Darunter können sowohl Gesundheit als auch Bausubstanz leiden. In unserem Ratgeber gehen wir detailliert auf die Besonderheiten in puncto richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer ein. Neben praktischen Tipps zum Heizen im Schlafzimmer erläutern wir, was Sie bei einem Schlafzimmer ohne Heizung tun können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Richtig heizen im Schlafzimmer
  2. Temperatur und Feuchtigkeit: Entscheidend für erholsamen Schlaf
  3. 6 Tipps: Richtiges Lüften und Heizen im Schlafzimmer
  4. Schlafzimmer ohne Heizung: Zusatzheizung als Alternative?
  5. Die Heizung im Schlafzimmer: Fazit
Heizung Schlafzimmer: Blick auf Schlafzimmerboden

Richtig heizen im Schlafzimmer

Rund 8,22 Stunden verbringt jeder Deutsche durchschnittlich pro Tag im Bett. Kein Wunder, dass das Thema Behaglichkeit im Schlafzimmer heiß diskutiert wird und zahlreiche Mythen existieren. Fakt ist: Das Heizen im Schlafzimmer verlangt ein wenig mehr Fingerspitzengefühl als in anderen Wohnräumen. Während wir im Wohnzimmer Temperaturen von 20 bis 22°C als angenehm empfinden, präferiert der menschliche Körper im Schlaf etwas kühlere Luft.

Das Heizen im Schlafzimmer hat aber nicht nur Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und die Schlafqualität. Falsche Einstellungen an der Heizung im Schlafzimmer können im schlimmsten Fall die Bildung von Schimmel begünstigen. Dadurch wird die Bausubstanz angegriffen. Außerdem beeinflussen schlechte Heizgewohnheiten Ihren Energieverbrauch – und damit Ihre Heizkostenrechnung sowie die Umweltfreundlichkeit.

Temperatur und Feuchtigkeit: Entscheidend für erholsamen Schlaf

Die Temperatur im Schlafzimmer hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Schlafqualität. In der Nacht beschränkt sich der Körper auf die wesentlichen Funktionen: Er reduziert die Körpertemperatur und verlangsamt die Prozesse in den Organen. Eine hohe Temperatur im Schlafzimmer wird daher von vielen Menschen als unangenehm empfunden: In heißen Sommernächten fällt uns das Einschlafen besonders schwer und der Körper kommt nicht zur Ruhe.

Studien zeigen, dass eine Temperatur von 16 bis 19°C bei den meisten Menschen zu einem optimalen Schlaf führt.1 Dieser Temperaturbereich wird von der ISO-Norm 7730 bestätigt, die eine Bandbreite von 16 bis 18°C im Schlafzimmer als behaglich definiert. Letztendlich handelt es sich bei diesen Zahlen jedoch um allgemeine Richtwerte. Die individuell optimale Schlaftemperatur hängt von weiteren Faktoren wie dem persönlichen Alter und Stoffwechsel ab.

Praxistipp

  • Übrigens: Ein etwas kühleres Schlafzimmer wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden aus, sondern regt zudem den Stoffwechsel an.

Des Weiteren beeinflusst die Luftfeuchtigkeit, wie behaglich es im Schlafzimmer ist. Die relative Feuchte gibt an, wie viel Wasser in der Luft gebunden ist und hat Einfluss auf das nächtliche Wohlbefinden. Experten empfehlen eine relative Feuchte im Bereich von 40 bis 60% im Schlafzimmer.

Zu feuchte Luft stört die Regulierung der Körpertemperatur. Darüber hinaus begünstigt eine hohe Luftfeuchte die Schimmelbildung. Durch die Kondensation der feuchten Luft an den Innenwänden kann das Wasser im schlimmsten Fall durch die Wand dringen.

Ist die Luft hingegen zu trocken, können die Schleimhäute austrocknen. Die Folge: Der Körper wird anfällig für lästige Erkältungen. Eine typische Ursache für zu trockene Luft ist übrigens falsches Heizverhalten. Wenn die Heizung im Schlafzimmer nachts zu hoch eingestellt ist, wird die Luftfeuchte reduziert und die Schleimhäute leiden.

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6 Tipps: Richtiges Lüften und Heizen im Schlafzimmer

Grundsätzlich gilt: Kein Raum der Wohnung sollte kälter als 16°C sein. In kalten Räumen ist das Risiko groß, dass Schimmel wächst. Aber auch der Aufheizprozess ist wesentlich energieintensiver. Das gilt übrigens auch für das Schlafzimmer: Obwohl der Raum tagsüber nicht genutzt wird, sollte die Temperatur nicht wesentlich niedriger als im Rest der Wohnung sein. Durch ein Absenken der Temperatur steigt die relative Luftfeuchtigkeit automatisch. Dadurch kann beispielsweise die Matratze nicht trocknen und die Wände kühlen aus.

Im Folgenden haben wir praktische Tipps und Tricks rund um das richtige Lüften und Heizen im Schlafzimmer im Winter zusammengestellt:

  1. Stoßlüften vor dem Schlafengehen:

    Unmittelbar vor dem Schlafengehen empfiehlt es sich, fünf bis zehn Minuten zu stoßlüften. Dabei öffnen Sie das Fenster vollständig, um die Luft im Raum möglichst zügig komplett auszutauschen. Der Vorteil: Durch den schnellen Lüftungsvorgang kühlen die Wände nicht aus und die Wärme bleibt bestmöglich erhalten. Zudem vermeiden Sie so, dass sich Schimmel bildet. Die Heizung im Schlafzimmer sollten Sie beim Stoßlüften auf Nullstellung drehen.

  2. Bei offener Tür schlafen:

    Wenn Sie die Schlafzimmertür nachts offenhalten, steigt der Kohlendioxidgehalt der Raumluft weniger schnell und stark an. Daher atmen Sie sauerstoffreichere Luft und Ihr Schlaf ist erholsamer.

  3. Bei geschlossenem Fenster schlafen:

    Wenn es draußen knackig kalt ist, sollte das Fenster geschlossen bleiben. Die trockene und kalte Winterluft beeinträchtigt unsere empfindlichen Schleimhäute. Das macht uns für Erkältungen anfällig.

  4. Dauerhaftes Lüften vermeiden:

    Das dauerhafte Lüften mit gekipptem Fenster sollten Sie grundsätzlich vermeiden. Das liegt daran, dass der Luftaustausch beim Kipplüften wesentlich langsamer vorangeht. Dadurch kühlen die Wände nach und nach aus – dieser Prozess verursacht höhere Heizkosten und begünstigt darüber hinaus die Schimmelbildung.

  5. Stoßlüften nach dem Aufstehen:

    Nach dem Aufstehen wirkt fünf- bis zehnminütiges Stoßlüften wahre Wunder: Die Feuchtigkeit, die nachts vom Körper abgegeben wurde, strömt zügig nach draußen. Dadurch wird das Schlafzimmer wieder frisch und behaglich.

  6. Kontrollierte Wohnraumlüftung:

    Gerade in Neubauten sorgen Sie durch den Einsatz einer kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) für ein angenehmes Raumklima. Denn trotz Stoßlüften vor dem Schlafen und Offenhalten der Zimmertür nimmt die Kohlendioxidkonzentration schnell zu. Das sorgt für schlechteren Schlaf in der Nacht und Konzentrationsprobleme am Tag.

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In unserem Beitrag „Richtig lüften im Winter“ haben wir weitere hilfreiche Tipps zusammengestellt, wie Sie Feuchte und Temperatur im Schlafzimmer optimal regulieren. Auch in der warmen Jahreszeit ist das richtige Lüften im Schlafzimmer übrigens von großer Bedeutung für die Schlafqualität. In unserem Beitrag „Richtig lüften im Sommer“ erfahren Sie, wie Sie sich trotz unangenehm hoher Außentemperaturen auf einen wohltuenden Schlaf freuen können.

Schlafzimmer ohne Heizung: Zusatzheizung als Alternative?

Schlafzimmer ohne Heizung sind keine Seltenheit. Solche stellen aber vor allem im Winter eine Gefahr für die Gesundheit und die Bausubstanz dar. Aus diesem Grund kann es sich anbieten, Schlafzimmer ohne Heizung mit einer mobilen Heizung auszurüsten. Auf dem Markt sind preiswerte elektrische Zusatzheizungen verfügbar. Diese können Sie ohne Installationsaufwand im Schlafzimmer nutzen. Die mobile Heizung bringt das Zimmer in kürzester Zeit auf die gewünschte Temperatur.

Das Spektrum an Technologien reicht vom Radiator über den Konvektor bis zur Infrarotheizung. Dabei hat jede Technologie gewisse Vor- und Nachteile. Die Betriebskosten einer elektrischen Heizung im Schlafzimmer sind jedoch nicht unerheblich. Aufgrund der hohen Strompreise ist es bei Verwendung einer solchen Heizung besonders wichtig, durch richtiges Heizen und Lüften den Wärmebedarf so gering wie möglich zu halten.

Da diese Variante generell nicht die optimale Lösung darstellt, sollten Sie sich gut überlegen, ob nicht ein allumfassendes, „dauerhaftes“ Heizsystem auf lange Sicht die bessere Wahl ist. Benötigen Sie Hilfe bei der Entscheidung für einen mobilen Heizkörper oder eine langfristige Heizlösung? Wir empfehlen Ihnen, direkt Kontakt mit einem Experten aufzunehmen.

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Die Heizung im Schlafzimmer: Fazit

Das richtige Heizen und Lüften im Schlafzimmer hat maßgeblichen Einfluss auf unsere Schlaf- und damit auf die Lebensqualität. Einfache Verhaltensregeln können schon große Wirkung zeigen: Sie sollten unbedingt darauf achten, die Fenster morgens und abends zum Stoßlüften zu öffnen und den empfohlenen Temperaturbereich einzuhalten. So erholt sich Ihr Körper nachts optimal und Sie fühlen sich am Morgen frisch und ausgeruht.

Auch wenn Sie ein Schlafzimmer ohne Heizung haben, gibt es Abhilfe: Elektrische Zusatzheizungen sind schon für kleines Geld zu haben. Diese können aber hohe Betriebskosten verursachen. Daher lohnt es sich in der Regel, einen Heizungsbauer aufzusuchen und eine langfristige, nachhaltige Lösung zu besprechen.

 

1New West Physicians: What’s The Best Temperature For Sleep?

Andreas Wurm,
M.Sc.

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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