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Mit welchen Kosten muss ich bei einem Durchlauferhitzer rechnen?

Jedes Mal, wenn Sie warmes Wasser mit einem Durchlauferhitzer erzeugen, verbrauchen Sie Strom. Im Vergleich zu einer Heizung mit Pufferspeicher ist der Energieverbrauch eines Durchlauferhitzers deutlich höher – auch wenn Sie wassersparend duschen und waschen. Wir zeigen Ihnen daher im Folgenden, was ein Durchlauferhitzer an Kosten für die Anschaffung, Installation und den Betrieb verursacht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Darauf sollten Sie beim Kauf eines Durchlauferhitzers achten
  2. Das kosten die Anschaffung, Installation und der Betrieb eines Durchlauferhitzers
  3. Was kosten mich die Alternativen zum elektrischen Durchlauferhitzer?
  4. Durchlauferhitzer lohnen sich auf Dauer meist nicht
Durchlauferhitzer Kosten: Hände stellen Wassertemperatur ein

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Durchlauferhitzers achten

Sie wollen einen Durchlauferhitzer kaufen? Dann werden Sie feststellen, dass die Preisspanne auf dem Markt sehr hoch ist. Sie reicht von unter 100 Euro für sehr einfache Geräte bis weit über 1.000 Euro für besonders leistungsstarke Durchlauferhitzer. Die Kosten für die Anschaffung steigen bei Durchlauferhitzern mit wachsender Leistung. Diese wird bei den Geräten in kW (Kilowatt) angegeben.

Es empfiehlt sich, dass Sie sich beim Neukauf für einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer entscheiden. Diese Modelle kosten zwar mehr – sie sind aber auch stromsparender als die meist älteren hydraulischen Wassererhitzer.

Kleindurchlauferhitzer gibt es bereits für unter 100 Euro bis maximal 300 Euro im Handel. Leistungsfähigere „normale“ Durchlauferhitzer kosten zwischen 200 und 1.000 Euro. Dabei gilt: Je höher die Leistung und komplexer die Technik, desto höher ist auch ihr Preis.

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Um die Kosten für Ihren Durchlauferhitzer zu kalkulieren, sollten Sie im Vorfeld wissen, wie viel Leistung Sie benötigen. Es macht schon einen Unterschied aus, ob der Durchlauferhitzer beispielsweise lediglich auf der Gästetoilette zum Händewaschen zum Einsatz kommt oder auch warmes Wasser zum Duschen erzeugen soll.

Das kosten die Anschaffung, Installation und der Betrieb eines Durchlauferhitzers

Durchlauferhitzer sind im Vergleich zu einer kompletten Heizungsanlage in der Anschaffung deutlich günstiger. Auch bei der Installation wird ein Durchlauferhitzer weniger kosten als eine Wärmepumpe, eine Gastherme oder der Anschluss an die Warmwasserversorgung. So sind bei zentralen Durchlauferhitzern meist nur ein Stromanschluss und ein direkter Anschluss an die jeweilige Zapfstelle notwendig.

Während Sie bei der Anschaffung und Installation eines Durchlauferhitzers noch verhältnismäßig wenig bezahlen, kommt für viele Verbraucher das böse Erwachen mit den laufenden Kosten. Denn die Warmwassererzeugung mit Strom im Durchlauferhitzer ist energieintensiv. Und je häufiger Sie so Warmwasser erzeugen, desto höher wird Ihr Stromverbrauch und somit die Rechnung.

Ist heizen mit Strom immer teuer?

  • Durch die hohen Betriebskosten von Durchlauferhitzern, elektrischen Heizlüftern etc., haben viele ein Vorurteil: Und zwar, dass das Heizen und die Warmwasserbereitung mit Strom generell teuer und ineffizient sind.

  • Das entspricht jedoch nur bedingt der Wahrheit.

  • Die Wärmepumpe verwendet zum Beispiel auch Strom (und Umweltwärme) – sie arbeitet jedoch extrem effizient und wandelt einen Teil Strom in bis zu sechs Teile Wärme um.

Durchlauferhitzer-Kosten: Beispielrechnung

Gehen wir davon aus, Sie kaufen einen Durchlauferhitzer mit einer Leistung von 20 kW und nutzen einen Tarif mit einem durchschnittlichen Strompreis von 29 Cent pro kWh. Sie nutzen den Durchlauferhitzer 10 Minuten pro Tag zum Duschen und Händewaschen.

  • Kosten pro Tag: 20 kWh x 0,29 Euro/kWh = 5,80 Euro pro Stunde = 0,96 Euro pro 10 Minuten
  • Kosten pro Monat: 0,96 Euro x 30 Tage = 28,80 Euro pro Monat
  • Kosten pro Jahr: 0,96 Euro x 365 Tage = 350,40 Euro pro Jahr
  • Kosten für 10 Jahre: 350,40 Euro x 10 Jahre = 3.504,00 Euro für 10 Jahre

Gehen wir nun davon aus, dass drei weitere Personen in Ihrem Haushalt leben und jede Person 10 Minuten täglich den Durchlauferhitzer nutzt. Dann können wir alle obigen Werte mit 4 beziehungsweise 10 multiplizieren.

  • Kosten pro Tag: 0,96 Euro x 4 Personen = 3,84 Euro pro 10 Minuten
  • Kosten pro Monat: 28,80 Euro x 4 Personen = 115,20 Euro pro Monat
  • Kosten pro Jahr: 350,40 Euro x 4 Personen = 1.401,60 Euro pro Jahr
  • Kosten für 10 Jahre: 1.401,60 x 10 Jahre = 14.016,00 Euro für 10 Jahre

10 Minuten Warmwasserverbrauch zum Duschen und Händewaschen sind sehr knapp bemessen. Aber schon bei dieser geringen Nutzung sehen Sie, wie hoch die Kosten eines Durchlauferhitzers sein können.

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Was kosten mich die Alternativen zum elektrischen Durchlauferhitzer?

Es gibt viele verschiedene Alternativen zum elektrischen Durchlauferhitzer. Wie Sie Warmwasser erzeugen und wie warmes Wasser bereitgestellt wird, hängt dabei von Ihrer Heizungsanlage ab:

  1. Wärmepumpe

    Die Wärmepumpe ist eine der – wenn nicht sogar die – wichtigste Heizart der Zukunft. Sie benötigt nur geringe Mengen an Strom. Die Wärmeenergie bezieht die Pumpe aus der Umgebungsluft. So versorgt sie Sie zuverlässig mit Warmwasser und Heizenergie. Es gibt auch spezielle Warmwasser-Wärmepumpen, die nur Ihr Wasser erhitzen. Diese Variante eignet sich zum Beispiel gut für die Nachrüstung zu einem bestehenden zentralen Wärmeerzeuger.

    Sie können für die zentrale Wärmepumpe von Kosten ab 20.000 Euro ausgehen. Die weniger umfangreichen Warmwasser-Wärmepumpen kosten nur rund 2.000 bis 3.000 Euro.

  2. Solarthermie

    Nutzen Sie Solarthermie für die Warmwassererzeugung, müssen Sie mit Kosten von rund 5.000 bis 6.000 Euro für die Anlage rechnen. Dafür kostet Sie die Warmwassererzeugung im Betrieb nichts.

  3. Gas-Kombitherme

    Diese Gas-Brennwerttherme erhitzt wie der Durchlauferhitzer Warmwasser nach Bedarf. Gleichzeitig wird mit der Therme aber auch die Wohnung beheizt. Die Anschaffungskosten liegen bei rund 3.000 bis 5.000 Euro.

  4. Gas- oder Öl-Brennwertheizung mit Speicher

    Diese Heizungsanlagen erhitzen Wasser, das sich in einem Pufferspeicher, Kombispeicher oder Hygienespeicher als Vorrat befindet. Der Vorteil: Die Heizungsanlage muss hauptsächlich zu den Stoßzeiten, wie morgens zum Duschen, warmes Wasser erzeugen. Kalkulieren Sie hierfür mit Kosten zwischen 3.000 bis 11.000 Euro.

  5. Pelletheizung mit Kombi-/Pufferspeicher

    In diesem Fall erzeugen Holzpellets bei der Verbrennung das warme Wasser. In der Anschaffung liegen solche Heizungsanlagen mit 15.000 bis 20.000 Euro im oberen Segment.

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Kosten für Warmwasserbereitung bei Zentralheizungen

Bei einem Energieverbrauch von zirka 5.500 kWh pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt müssen Sie rund 10% für die Warmwasserbereitung kalkulieren. Wenn Sie eine Gasheizung nutzen, müssen Sie bei einem Gaspreis von 7 Cent pro kWh und einem Verbrauch von 550 kWh Gas für Warmwasser pro Jahr rund 39 Euro bezahlen.

Rechnen wir diese Zahlen nun auf 10 Jahre hoch, liegen wir – im Vergleich zu rund 14.000 Euro an Stromkosten für den Durchlauferhitzer – bei einem reinen Verbrauchspreis für die Warmwassererzeugung mit Gas bei rund 390 Euro.

Anhand dieser Berechnung der Kosten wird deutlich, dass sich eine effiziente Zentralheizung im Vergleich zum Durchlauferhitzer fast immer lohnt.

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Durchlauferhitzer lohnen sich auf Dauer meist nicht

Durchlauferhitzer sind vor allem unrentabel, wenn Sie sie häufig benutzen. Nur in Ausnahmefällen kann das Gerät sinnvoll sein – zum Beispiel, wenn das Verlegen von Warmwasserleitungen baulich nicht möglich ist oder Sie den Durchlauferhitzer nur sporadisch in einer Hütte oder Ferienwohnung benötigen. Sobald es sich aber um eine Heizungssanierung oder eine Heizung für den Neubau handelt, sind Heizungen wie die Wärmepumpe, Solarthermie oder die Gasbrennwerttherme im Vorteil.

Wenn Sie Ihre bestehende Heizungsanlage optimieren wollen, bietet sich als ökologische Ergänzung die Solarthermie oder eine Wärmepumpe an. Für den Heizungstausch sowie die Heizungsoptimierung erhalten Sie in vielen Fällen sogar großzügige Fördermittel. Auch hier ist Ihr Heizungsbauer der beste Ansprechpartner, um die optimale Lösung zu finden.

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Phil R.,
M.A.

Über den Autor

Phil R. hat mehrere Jahre in der Marketing-Abteilung eines Unternehmens für Heiz- und Kamintechnik gearbeitet. Dort hat er tiefe Einblicke in die Technik und Branche bekommen und gelernt, komplexe Heizungsthemen für Laien verständlich aufzubereiten.

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