Kundenhotline
08751 / 74 – 1183

Das können Sie bei trockener Luft in Wohnräumen tun

Zu trockene Luft im Zuhause führt zur Austrocknung der Schleimhäute, was wir als unangenehm empfinden. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hat neben dem subjektiven Empfinden noch gravierendere Nebenwirkungen: Studien zeigen, dass sie Erkältungen begünstigt, Augenbeschwerden verursacht und sogar die Haut reizt.1 Erfahren Sie im Folgenden mehr über die Ursachen und Folgen von trockener Raumluft und wie Sie beispielsweise mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung für ein optimales Raumklima sorgen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ab wann ist Raumluft zu trocken?
  2. Gründe für zu trockene Luft
  3. Die Folgen von trockener Luft
  4. Kontrollierte Wohnraumlüftung für ein ausgewogenes Raumklima
  5. Fragen Sie Ihren Heizungsbauer

Ab wann ist Raumluft zu trocken?

Das menschliche Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden hängt in hohem Maße von der Qualität der Raumluft ab. Sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit und Belastung mit Schadstoffen haben einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Die Grenzen sind dabei eng gesetzt: Bereits bei Temperaturen ab 25°C nimmt unsere Konzentrationsfähigkeit beispielsweise signifikant ab.2 

Ähnliches gilt für die Luftfeuchte: Während zu feuchte Luft zu Müdigkeit und Unwohlsein führt, macht sich trockene Luft vor allem in den Atemwegen bemerkbar. Als optimal betrachten wir im Allgemeinen eine Raumluftfeuchte zwischen 40 und 60%. Je nach Raum darf dieser Wert durchaus überschritten werden. Dies sollte aber entweder nur kurzfristig der Fall sein (wie im Bad nach dem Duschen) – oder nur bei Räumen, in denen wir uns kurz aufhalten.

Die folgende Tabelle bietet einige Orientierungswerte für die optimale Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Räumlichkeiten:

Orientierungswerte für die ideale Luftfeuchtigkeit

Raum
Relative Luftfeuchte
Wohnzimmer
40 bis 60%
Schlafzimmer
40 bis 60%
Kinderzimmer
40 bis 60%
Küche
50 bis 60%
Badezimmer
50 bis 70%
Keller
50 bis 65%

 

Liegt die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum unter dem empfohlenen Wert, werden Sie dies wahrscheinlich schnell an einer trockenen Schleimhaut und gegebenenfalls sogar an Reizhusten bemerken.

Wenn Sie unsicher sind, ob die Raumluft wirklich zu trocken ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines Hygrometers. Bei dem Hygrometer handelt es sich um ein Messinstrument, das präzise die relative Luftfeuchte im Raum misst und somit eine wichtige Indikation für die Qualität der Raumluft ist. Sie können es im Fachhandel bereits für kleines Geld kaufen.

Gründe für zu trockene Luft

Zu trockene Luft ist ein Phänomen, das vor allem in der kalten Jahreszeit auftritt. Der Grund dafür ist einfach: Je kälter die Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Beim regelmäßigen Stoßlüften im Winter führt diese geringe Aufnahmekapazität dazu, dass Feuchtigkeit aus der Wohnung entweicht. Als Folge sinkt die Luftfeuchtigkeit im Inneren des Gebäudes.

Weniger zu lüften, ist hier jedoch nicht die richtige Lösung. Denn verbrauchte, CO2-reiche Raumluft muss ins Freie transportiert werden. Sonst treten andere Probleme wie Konzentrationsschwäche und Schlafprobleme auf. Eine praktische Lösung für eine ausgeglichene Luftbefeuchtung ist stattdessen zum Beispiel eine Wohnraumlüftung mit Feuchterückgewinnung. So erreichen Sie einen gesunden Luftaustausch – ohne durch jedes Fensterlüften die Luft noch trockener zu machen.

Die relative Luftfeuchte hängt jedoch nicht nur von der Außentemperatur, sondern auch vom individuellen Lüftungsverhalten der Bewohner und den Feuchtigkeitsquellen im Haushalt ab. Mögliche Feuchtigkeitsquellen sind beispielsweise die bereits erwähnte Dusche oder das Vollbad, das Kochen, das Wäschetrocknen und Zimmerpflanzen.

Ein weiterer wichtiger Grund für trockene Luft: Heizungen sorgen in der kalten Jahreszeit dafür, dass die Raumluft austrocknet und die relative Luftfeuchtigkeit absinkt. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Beitrag „Wie kommt unangenehme Heizungsluft zustande und was kann ich dagegen tun?“.

Übrigens: Trockene Luft kann ebenso im Sommer zum Problem werden. Vor allem in Wohnräumen mit Klimatisierung sorgt die Klimaanlage dafür, dass der Raumluft Feuchtigkeit entzogen wird. Zudem kühlen manche Geräte immer die gleiche Raumluft ab – im Gegensatz zu einer kontrollierten Wohnraumlüftung tauschen sie folglich die verbrauchte nicht gegen frische Luft aus.

E-Book Raumklima und gesundes Wohnen
E-Book: Raumklima und gesundes Wohnen

Laden Sie sich hier unser kostenloses E-Book zum Thema Raumklima und gesundes Wohnen herunter. Wir geben Ihnen weitere Tipps rund ums Heizen, Lüften und wie Sie einfach und effektiv Schimmel nachhaltig vermeiden.

Kostenlos herunterladen (6 MB)

Die Folgen von trockener Luft

Trockene Luft beeinträchtigt nicht nur das menschliche Wohlbefinden, sondern macht auch unseren tierischen Freunden und sogar den Möbelstücken zu schaffen. Die wichtigsten Folgen trockener Luft im Überblick:

  1. Austrocknung

    Unser Körper braucht eine ausgewogene Luftbefeuchtung. Trockene Luft führt zur Austrocknung von Schleimhäuten, Atemwegen und Augen. Die Folgen können von Juckreiz über Entzündungen bis zur Schuppenbildung auf der Haut führen.

  2. Anfälligkeit für Krankheiten

    Krankheitserreger wie Viren können sich bei trockener Luft besser verbreiten und überleben länger. Gleichzeitig sind unsere Schleimhäute bei trockener Luft anfälliger für Angriffe durch Krankheitserreger.

  3. Atemschwierigkeiten

    Sauerstoff kann in trockener Luft schlechter transportiert werden. Die Folge: Das Atmen fällt schwerer und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen können auftreten.

  4. Haustiere

    Auch unsere Haustiere leiden unter trockener Luft. Katzen und Hunde zum Beispiel bevorzugen ebenfalls eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit.

  5. Einrichtung

    Unseren Einrichtungsgegenständen bekommt trockene Luft nicht gut. Bei Gemälden und Möbeln aus Massivholz können beispielsweise Risse entstehen.

Kontrollierte Wohnraumlüftung für ein ausgewogenes Raumklima

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) ermöglicht es Ihnen, jederzeit für ein ausgewogenes Raumklima in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Bei einer KWL handelt es sich um eine mechanische Lüftung, die die definierte Be- und Entlüftung der Wohnräume übernimmt. Sie saugt dazu außerhalb des Gebäudes Frischluft an, temperiert diese je nach Bedarf und kümmert sich zudem um die präzise Luftbefeuchtung oder -entfeuchtung.

So gelingt es, die Luftfeuchtigkeit im Raum während des ganzen Jahres auf einem optimalen Niveau zu halten. Wenn die kalte Außenluft im Winter wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann, sprüht der Befeuchter der KWL Flüssigkeit in den angesaugten Luftstrom. Alternativ sorgt ein Enthalpiewärmetauscher dafür, die Feuchtigkeit aus der Abluft rückzugewinnen. Wenn die Luft im Sommer hingegen zu feucht ist, kommt der Entfeuchter ins Spiel und entzieht der Luft Flüssigkeit.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern reduziert auch akustische Störfaktoren, zum Beispiel vom Straßenverkehr. Außerdem filtert sie Schadstoffe, Pollen und Feinstaub aus der Luft. Zudem können Sie mit einer KWL Geld sparen, indem Sie mit einer Wärmerückgewinnungsanlage die Wärmeenergie der Raumluft erhalten. Diese Funktion spart um die 30-50% Energiekosten im Vergleich zum Stoßlüften.

Wenn Sie zur Miete wohnen oder Sie für Ihr Eigenheim keine Wohnraumlüftung möchten, gibt es auch andere Möglichkeiten, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Weitere Tipps bei zu trockener Luft

  • Zimmerpflanzen aufstellen

  • Wäsche in der Wohnung trocknen

  • nach dem Duschen die Tür vom Badezimmer offenlassen

  • ein Aquarium aufstellen

  • einen Verdampfer zur Luftbefeuchtung nutzen

  • Wasserschalen auf den Heizkörper stellen

  • Stoßlüften statt Kippstellung

  • nicht mehr als nötig heizen

Übrigens: Dem menschlichen Körper hilft es bei trockener Luft auch, viel zu trinken. So kann der Körper die Schleimhäute feucht halten und ist nicht so anfällig für eine Austrocknung.

Fragen Sie Ihren Heizungsbauer

Eine zu geringe Luftfeuchte ist ein allgegenwärtiges Problem, das vor allem im Winter immer wieder zu Unwohlsein und einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führt. Durch geeignete Maßnahmen können Sie das Problem aber in den Griff bekommen. Neben einigen praktischen Verhaltensempfehlungen für eine angemessene Befeuchtung bietet es sich vor allem im Neubau an, über eine Lüftungsanlage nachzudenken.

Wenn Sie sich für eine kontrollierte Wohnraumlüftung interessieren, nutzen Sie einfach unsere Postleitzahl-Suche und finden Sie einen kompetenten Heizungsbauer in Ihrer Nähe.

Heizungsbauer finden

Finden Sie hier Fachbetriebe, die sich auf die Wohnraumlüftung spezialisiert haben.

 

1 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV): „Trockene Luft“ und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit – Ergebnisse einer Literaturstudie

2 ADAC: Hitze verstärkt Unfallgefahr

Andreas Wurm,
M.Sc.

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

Verwandte Artikel

Trockene Heizungsluft: Symptome vermeiden und bekämpfen

Mit diesen Tipps wirken Sie trockener Heizungsluft entgegen.
Weiterlesen

Schimmel vorbeugen mit gutem Raumklima

So vermeiden Sie Schimmel zuhause – und werden ihn wieder los, wenn er da ist.
Weiterlesen

Wie eine Wohnraumlüftung die Keimbelastung senken kann

Lesen Sie hier, warum Sie Wohnraumlüftungen auch privat nutzen sollten!
Weiterlesen
Bewerten Sie den Artikel
Datenschutz-Hinweis Bitte beachten Sie unsere Informationen und Hinweise zum Datenschutz.