Die Wärmepumpe entwickelt sich immer weiter zum beliebtesten Heizsystem. Im Jahr 2025 verzeichnete die Branche ein Absatzwachstum von 55% gegenüber dem Vorjahr.1 Neben der Wärmepumpe gibt es eine Reihe an weiteren Heizarten. Wir zeigen, inwieweit die Vorteile der Wärmepumpe sich auf andere Heizsysteme übertragen lassen und welche Möglichkeiten es für den Neubau und den Altbau gibt.
Alternative zur Wärmepumpe: Geeignete Heizsysteme

Gebäudeanforderungen und passende Heizsysteme
Die von der Bundesregierung initiierte Wärmewende zielt darauf ab, bis 2045 Treibhausgasemissionen von 0% zu erreichen. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Energiequellen. Gleichzeitig müssen Wärmequellen bezahlbar sein. In Zeiten der Energie- und Klimakrise bedarf es Heizlösungen, die innovativ und gleichzeitig kosteneffizient ausgerichtet sind. Eine Wärmepumpe gilt als ideale Lösung, um dies zu erreichen. Denn sie vereint Heizen mit Umwelt- und Kostenaspekten. Im Neubau ist sie bereits die beliebteste Heiztechnik.
Die Effizienz ist jedoch ein variabler Faktor. Während die Planung von Neubauten bereits nach aktuellen Energiestandards erfolgt, sind im Altbau meist Anpassungen notwendig. Nur so ist die Effizienz einer Wärmepumpe gewährleistet. Auch wenn in den meisten Fällen eine Wärmepumpe das sinnvollste Heizsystem ist, gibt es manchmal Gründe, die gegen die Installation einer Wärmepumpe sprechen. Hier bieten sich Alternativen zur Wärmepumpe für den Altbau an.
Dass sich eine Wärmepumpe auch im Altbau lohnt, belegen aktuelle Zahlen des Bundesverbands Wärmepumpe e. V. (BWP): Knapp 80% aller neu installierten Wärmepumpen kommen heute in Bestandsgebäuden zum Einsatz.2 Eine effiziente Energieversorgung lässt sich damit bereits in der Praxis im Altbau mit einer Wärmepumpe sicherstellen. Wir zeigen Ihnen die Anforderungen im Überblick.

Anforderungen an Häuser nach 1995
Hausbesitzer können eine Wärmepumpe in Gebäuden, deren Bau nach 1995 erfolgte, in der Regel ohne hohen Sanierungsaufwand einrichten. Insbesondere Luft/Wasser-Wärmepumpen in der Monoblockbauweise sind schnell zu installieren und platzsparend. Die Wärmepumpe besteht dabei aus einer Innen- und einer Außeneinheit. Das Innengerät ist aufgrund der geringen Größe jedoch sehr unauffällig.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Umrüstung oder der Wahl eines hybriden Heizsystems. Ein Tausch von Heizkörpern ist nur in seltenen Fällen notwendig. Einerseits ist das auf die Dimensionierung der Heizkörper zurückzuführen. Solche Gebäude verfügen häufig über eine Fußbodenheizung oder gut bemessene Heizkörper bzw. -flächen. Zudem ist der Wärmeschutz in solchen Gebäuden normalerweise gewährleistet. Unter anderem aufgrund effektiver Dämmanforderungen wie dem Einbau eines Wärmedämmsteins im Außenmauerwerk.
In den seltenen Ausnahmefällen könnten sich Alternativen zur Wärmepumpe anbieten. Prüfen Sie daher vor Installation einer Wärmepumpe in Zusammenarbeit mit einem Heizungsbauer stets die vorhandenen Heizkörper auf ihre Eignung.
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Anforderungen an Häuser zwischen 1978 und 1995
Liegt das Baujahr zwischen 1978 und 1995, benötigt es oft Einzelmaßnahmen, um die Effizienz einer Wärmepumpe sicherzustellen. Häufig ist der Austausch der vorhandenen Heizkörper aber die einzig notwendige Anpassung. Allgemein sollten Sie vor der Umrüstung in Zusammenarbeit mit einem Energieberater oder Heizungsbauer die Heizlast des Gebäudes berechnen. Von dieser ist die Wahl der Wärmepumpe und ihrer Leistung abhängig. Allgemein können Sie folgende Heizlasten pro Quadratmeter kalkulieren:
Freistehendes Gebäude – Baujahr 1978 bis 1983: 95 W
Freistehendes Gebäude – Baujahr 1984 bis 1994: 75 W
Reihenhaus – Baujahr 1978 bis 1983: 85 W
Reihenhaus – Baujahr 1984 bis 1994: 65 W
Anforderungen an Häuser vor 1978
Für einen effizienten Betrieb einer Wärmepumpe sind idealerweise Vorlauftemperaturen von 55°C notwendig. Dies erfordert für einen Altbau, dessen Baujahr vor 1978 liegt, im Zweifel eine angepasste Dämmung. Sie lässt sich durch eine nachträgliche Dämmung des Daches und/oder den Austausch von Wärmebrücken wie Fenster und Türen erreichen. Die Dämmung der Außenwand könnte ebenso notwendig sein, um die gewünschten Vorlauftemperaturen zu erhalten. Hierfür ist eine Umwandlung des bestehenden Gebäudes in ein Energieeffizienzhaus nicht vonnöten.
Können Sie geringe Vorlauftemperaturen keineswegs ermöglichen, ist gegebenenfalls eine Alternative zur Wärmepumpe für Ihr Gebäude sinnvoll.

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Alternativen zur Wärmepumpe: Vor- und Nachteile
Die Wärmepumpe ist nur eine von vielen möglichen Heizsystemen. Heute entwickelt sie sich bereits zur Standardlösung im Neubau und hat damit die Ölheizung abgelöst. Diese stellt jedoch keine Alternative zur Wärmepumpe dar. Warum? Sowohl ökologische als auch ökonomische Nachteile der Ölheizung sprechen dagegen. Eine erhöhte Preisunsicherheit sowie höchste CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde sind hier anzugeben. Ein Umstieg auf andere Heizsysteme wie die Wärmepumpe oder die Kombination beider Systeme ist für Besitzer einer Ölheizung natürlich möglich.
Statt dem Heizen mit Öl bieten sich weitere Möglichkeiten an. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der alternativen Heizlösungen.
Holz- und Pelletheizung
Bei der Wahl einer Holz- und Pelletheizung setzen Hausbesitzer auf einen Kombikessel. Pelletheizungen lassen sich sowohl als Zentralheizsystem als auch Einzelraumbefeuerung in Gebäuden einbauen. Da Holz und Pellets natürlichen Ursprungs sind, bietet sich diese Heizlösung als Alternative zu Heizsystemen mit fossilen Brennstoffen an. Für die Wärmepumpe spricht hier, dass die Lagerung des Brennstoffes entfällt und kostenlos verfügbare Energie für die Wärmeversorgung eines Gebäudes Anwendung findet. Wann die Holz- und Pelletheizung im Zweifel doch der Wärmepumpe vorzuziehen ist? Wenn die Vorlauftemperaturen über 55°C liegen. Pelletheizungen erreichen bereits bei 60 bis 70°C stabile Effizienzwerte.
Pro
CO2-sparende Heizart
Umrüsten der Heizkörper ist für den Betrieb nicht notwendig
Energieträger ist ein nachwachsender Rohstoff
Geringe Betriebskosten
Ermöglichen eine Kombination mit Solarkollektoren
Contra
Hohe Anschaffungskosten
Verfügbarkeit des Rohstoffes unsicher
Hohe Preisunsicherheit des Rohstoffes
Erzeugen Feinstaub
Im Durchschnitt sind höhere Wartungskosten als bei Wärmepumpen zu erwarten
Fernwärme
Die Fernwärme bedient sich warmem Wasser als Energieträger. Erzeugt wird sie durch Abfallprodukte. Sie entstehen beispielsweise in Industrieanlagen, Kraftwerken oder in der Müllverwertung. In die Haushalte gelangt es durch ein unterirdisches Rohrleitungssystem. Voraussetzung dafür ist, dass, sie an das Fernwärmenetz angebunden sind. Der Kreislauf ist in sich geschlossen. So leitet Fernwärme warmes Wasser ins Haus und kühles Wasser wieder hinaus.
Im Gegensatz zum Heizen mithilfe einer Wärmepumpe sind Haushalte, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, abhängig vom Anbieter und der Versorgungsform. Eine Kombination mit Solartechnologien oder weiteren autarken Energieversorgungssystemen ist im Rahmen des Energiemanagements mit einer Wärmepumpe zudem möglich. Solche Kopplungen lassen sich mit Fernwärme nicht eigenständig realisieren.
Pro
Flexibilität durch Kombination von dezentralen und zentralen Wärmequellen
Nachhaltig und klimaschonende Ausrichtung der Wärmeversorgung
Platzsparend
Geringe Anschaffungs- und Anmeldekosten
Wartungsarm im Betrieb
Contra
Fernwärmenetz muss vorhanden sein
Hohe laufende Kosten
Unsichere Kosten im Zuge der Energiekrise
Bindung an den Anbieter
Infrarotheizung
Eine Infrarotheizung folgt nicht dem klassischen Prinzip der Wärmeverteilung innerhalb eines Gebäudes. Statt über Heizflächen und Heizkörper die Wärmeversorgung sicherzustellen, beheizen Infrarotheizungen über Paneele jedes Objekt eines Raumes. Die Wärme verteilt sich so gleichmäßig. Aufgrund der unterschiedlichen Funktionsweise sind Infrarotheizungen in der Regel nur für Neubauten ratsam. Prinzipiell lassen sie sich auch mit Heiztechniken im Altbau kombinieren. Als Alternative zur Wärmepumpe im Altbau ist sie allerdings eher ungeeignet.
Die elektrische Heizung, die Strom in Wärme umwandelt, ist im Neubau jedoch eine passende Alternative.
Pro
Platzsparend
Angenehme Wärmeversorgung mittels Infrarotstrahlen
Fördert ein gesundes Raumklima
Kombinationsmöglichkeiten mit Photovoltaik und Ökostrom
Geringe Kosten in der Anschaffung
Contra
Strombetriebene Technologie könnte hohe Energiepreise zur Folge haben
Je nach Wahl des Stroms könnte sie hohe Emissionswerte verursachen
Infrarotheizung kombiniert mit einer PV-Anlage
Die Umweltfreundlichkeit der Infrarotheizung ist von der Wahl des Stroms abhängig. Möchten Sie umweltfreundlich heizen, empfiehlt sich die Kombination einer Infrarotheizung mit einer Photovoltaikanlage. So vereinen sich gesundheitliche Vorteile mit einer schnellen Wärmeversorgung und umweltfreundlichen Ressourcen.
Der Strombedarf lässt sich also mit dem Strom einer Photovoltaikanlage abdecken. Ganzjährig ist dies im Gegensatz zur Energieversorgung mittels einer Wärmepumpe nicht garantiert. Denn Photovoltaikanlagen produzieren die notwendige Energie hauptsächlich im Sommer. Ohne Pufferspeicher wäre eine Energieversorgung im Winter demnach als einzige Lösung nicht nur unrentabel, sondern auch je nach Wetterlage unmöglich.
Pro
Eigenproduzierter Strom durch die PV-Anlage kann für den Betrieb der Infrarotheizung benutzt werden.
Wahl einer umweltfreundlichen Heizlösung
Contra
Pufferspeicher ist notwendig
PV-Anlage verursacht zusätzliche Kosten
Energieversorgung ist ganzjährig nicht sichergestellt
Gas-Brennwerttherme
Sowohl für die Wärmepumpe als auch die Gas-Brennwerttherme spricht ihre Effizienz. Der Unterschied: Die Wärmepumpe bezieht ihre Wärme aus frei verfügbarer Energie aus der Umwelt. Eine Gas-Brennwerttherme greift hingegen auf fossile Brennstoffe zurück. Sollten Sie sich für die Alternative zur Wärmepumpe entscheiden, investieren Sie in eine Heizung, die Effizienzwerte bis zu 94% erreicht. Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Heizungs- und Warmwasser erhitzen sich in einem gasbetriebenen Durchlauferhitzer. Aufgrund ihrer hohen Effizienzwerte bietet sich die Gas-Brennwerttherme auch als Ergänzung zu anderen Heizlösungen wie etwa Wärmepumpen, Holz- und Pelletheizungen, Solarthermie und Photovoltaik an.
Pro
Zuverlässig und effizient
Geringer Platzbedarf
Günstig
Geringer Wartungsbedarf
Kompakter und platzsparender Einbau
Mit Solarenergie kombinierbar
Contra
Fossiler Brennstoff
Preise von politischen Entwicklungen abhängig
Gasanschluss oder Flüssiggastank notwendig
Begrenzt verfügbar
Hybridheizungen: Gasheizung kombiniert mit Solarthermie
Hausbesitzer müssen sich für die Wärmeerzeugung in ihrem Zuhause nicht nur für eine Heizung entscheiden. Schauen Sie sich nach einer geeigneten Heizart um, können auch Hybridheizungen ihren Einsatz finden. Gerade, wenn bereits ein Heizsystem im Gebäude installiert ist und Sie die Effizienz lediglich ergänzen möchten. Wärmepumpen lassen sich beispielsweise auch mit einer Ölheizung oder Gasheizung in Kombination betreiben. Als Alternative zur alleinigen Wärmepumpe im Altbau ist dies eine Überlegung wert.
Unabhängig von der Wärmepumpe ist die Kombination aus Gasheizung und Solarthermie eine beliebte Hybridlösung. Nicht zuletzt, da aktuell noch jeder zweite Haushalt in Deutschland mit Gas heizt.
Eine bestehende Gasheizung mit Solarthermie zu ergänzen, ist möglich. Hausbesitzer erhoffen sich, den begrenzt verfügbaren Rohstoff Gas mit frei verfügbarer Sonnenenergie zu kombinieren und so Effizienzgewinne hinsichtlich Faktoren wie Umweltfreundlichkeit, Kosten und Flexibilität zu erzielen. Heiz- und Trinkwassererwärmung lassen sich so ergänzen. Die Flexibilität, die Solarthermie Ihnen bietet, lässt sich mit der Gebundenheit an Gas jedoch nicht ausgleichen. Die Nachteile zeigen die Hürden dieser Gas-Hybridsysteme.
Pro
Sonnenenergie ist ressourcenschonend und kostenlos
Reduktion der Gaskosten durch die Unterstützung mit Solarthermie
Erhöhung der Lebensdauer der Gasheizung
Kombination zweier Wärmeerzeuger schafft zusätzliche Betriebssicherheit
Contra
Solarthermie ist abhängig von der Dachneigung und Ausrichtung des Hausdachs
Hausdach muss Gewicht der Sonnenkollektoren tragen können
Gas ist ein begrenzt verfügbarer Rohstoff
Unvorhersehbare Rohstoffpreise für Gas
Hohe Unsicherheit der Gasversorgung
Fazit: Welches Heizsystem ist das beste?
Sowohl ökologisch als auch ökonomisch empfehlen sich Wärmepumpen als zukunftsorientierte und umweltfreundliche Heizung für Neu- als auch Altbauten. Sollte ein Einbau einer Wärmepumpe unter Umständen nicht möglich sein, können Hausbesitzer auf Alternativen zurückgreifen. Auch Hybridlösungen bieten sich an und können Synergieeffekte entfachen.
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