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Die beste Wärmepumpe für Ihr Haus finden

Wärmepumpen werden immer beliebter, denn sie sind der Schlüssel zur klimaneutralen Heiztechnik. Doch welche ist im konkreten Fall die beste Wärmepumpe? Dieser Beitrag stellt die wichtigsten Kriterien vor, die Sie bei der Auswahl der Wärmepumpen-Art und des spezifischen Modells bedenken sollten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aus diesen Wärmepumpen können Sie wählen
  2. Flexibilität, Aufwand, Kosten & Co.: Tipps, um die beste Wärmepumpe zu finden
  3. Fazit: Welche Wärmepumpe ist die beste?
Welche Wärmepumpe: CHA Monoblock von WOLF

Aus diesen Wärmepumpen können Sie wählen

Die moderne Heiztechnik bietet Ihnen drei verschiedene Arten von Wärmepumpen zur Auswahl an:

  • die Luft/Wasser-Wärmepumpe (auch Luftwärmepumpe), die die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzt
  • die Sole/Wasser-Wärmepumpe (auch Erdwärmepumpe), mit der Sie dem Erdreich die Wärme entnehmen
  • die Wasser/Wasser-Wärmepumpe (auch Grundwasserwärmepumpe), die die Temperatur des Grundwassers anzapft

Darüber hinaus gibt es auch noch Sonderformen von Wärmepumpen:

  • Etwa die Warmwasser-Wärmepumpe, mit der Sie ausschließlich das Warmwasser für Ihren Haushalt bereitstellen können.
  • Eine Luft/Luft-Wärmepumpe entnimmt der Umgebungsluft oder der Abluft die Wärme, um damit die Frischluft für die Wohnräume zu erhitzen. Diese Variante kommt in Verbindung mit einem Lüftungssystem zum Einsatz, was die Nachrüstung im Bestandsbau so gut wie unmöglich macht. Daher kommt diese Wärmepumpen-Art meist nur bei größeren, gewerblich genutzten Gebäuden und manchen Neubau-Wohnhäusern vor.
  • Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe kann das Wasser auf Temperaturen von 70 bis 100°C erhitzen. Derart hohe Vorlauftemperaturen sind für Häuser, die eine große Heizlast haben, interessant. Auch hier liegt der Anwendungsbereich eher im Gewerbe und in der Industrie. Die Hochtemperatur kommt jedoch auch im Altbau infrage.

In der Regel kommen jedoch die drei weiter oben genannten Haupt-Arten von Wärmepumpen zum Einsatz: Für die Heizung Ihres Hauses stellt sich daher die Frage, ob die Luft/Wasser-Wärmepumpe, die Erdwärmepumpe oder die Grundwasserwärmepumpe die beste Wahl ist.

Wärmequellen von Wärmepumpen Grafik
Die drei wichtigsten Wärmepumpen-Arten nutzen unterschiedliche Wärmequellen: Luft bei Luft/Wasser-Wärmepumpen, Wasser bei Wasser/Wasser-Wärmepumpen und Erde bei Sole/Wasser-Wärmepumpen.

Flexibilität, Aufwand, Kosten & Co.: Tipps, um die beste Wärmepumpe zu finden

Wenn Sie sich auf die Suche nach einer passenden Wärmepumpe begeben, müssen Sie viele Kriterien in Ihre Überlegungen einfließen lassen. Die folgenden Faktoren können Ihnen dabei helfen, die beste Wärmepumpe für Ihren individuellen Einsatzzweck zu wählen.

1. Aufstellmöglichkeiten

Die Grundwasserwärmepumpe stellt die höchsten Anforderungen an den Aufstellungsort. Es muss ausreichend Grundwasser vorhanden sein und dieses darf sich auch nicht zu tief im Boden befinden. Denn nur dann lohnt sich das Bohren der Brunnen.

Die Erdwärmepumpe lässt sich überall dort installieren, wo entweder ausreichend Platz im Garten für einen Erdkollektor vorhanden ist oder Bohrungen für Erdsonden möglich sind. Da Sie die Fläche über einem Erdkollektor nicht bebauen und nicht versiegeln dürfen, schränkt das die Auswahlmöglichkeiten ein. Felsiger Untergrund verbietet sich bei Sondenbohrungen.

Mit der Luft/Wasser-Wärmepumpe sind Sie hingegen flexibel. Diese Variante eignet sich für so gut wie alle Gebäude, denn ein Aufstellungsort für die praktische außen aufgestellte Wärmepumpe findet sich fast überall. Sei es im Hof, im Garten oder auch einmal auf dem Flachdach. Für besondere Gegebenheiten gibt es die Luftwärmepumpe alternativ zur Außenaufstellung aber auch für die Innenaufstellung und als Split-Gerät

Heizungsbauer finden

Unsere Heizungsprofis können Ihnen anhand der baulichen Gegebenheiten und Ihrer Anforderungen die beste Wärmepumpe empfehlen.

2. Planungsaufwand

Da die örtlichen Gegebenheiten für die Sole/Wasser-Wärmepumpe oder die Wasser/Wasser-Wärmepumpe passen müssen, erfordern diese beiden Typen im Vorfeld einen entsprechend großen Planungsaufwand. Wichtig ist insbesondere, dass der Entzug der Wärme aus dem Erdreich oder dem Grundwasser richtig dimensioniert ist. Denn nur dann arbeitet die Wärmepumpe mit ihrer Quelle lange und zuverlässig zusammen. Auch müssen Sie Genehmigungen von Behörden einholen.

Anders sieht es bei der Luftwärmepumpe aus. Sie braucht keine Genehmigungen und Luft ist überall ausreichend vorhanden. Deshalb unterscheidet sich die Planung dieser Variante nicht wesentlich von der üblichen Planung für ein Heizsystem und ist für den Heizungsbauer Routine.

Daher ist in Bezug auf den Planungsaufwand die Antwort auf die Frage nach der besten Wärmepumpe klar die Luft/Wasser-Wärmepumpe.

3. Installationsaufwand

  • Auch beim Vergleich des geringsten Installationsaufwandes liegt die Luftwärmepumpe vorne.

  • Denn die Quellerschließung durch Sonden, Erdkollektoren oder Brunnen entfällt.

  • Die Luft/Wasser-Wärmepumpe benötigt nur Verbindungsrohre vom Wärmepumpen-Außengerät  zum Heizungskeller.

4. Neubau oder Bestand

Im Prinzip eignen sich alle drei Arten von Wärmepumpen sowohl für den Neubau als auch für die Heizungssanierung im Gebäudebestand. Doch macht sich der Aufwand der Quellerschließung bei der Erdwärmepumpe und der Grundwasserwärmepumpe besonders bei der Nachrüstung im Bestand bemerkbar.

Daher ist die Luftwärmepumpe im Gebäudebestand die einfachste und daher meist auch die beste Wahl.

5. Kosten

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe kostet mit Installation deutlich weniger als eine Erdwärmepumpe oder eine Grundwasserwärmepumpe. Bei einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe oder einer Sole/Wasser-Wärmepumpe fällt die Erschließung der Wärmequellen besonders ins Gewicht.

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6. Lebensdauer

Wärmepumpen sind heute ausgereift und langlebig. Luftwärmepumpen erreichen ähnlich wie Grundwasserwärmepumpen eine Lebensdauer von 20 Jahren. Erdwärmepumpen halten meist sogar länger und können auf 30 Jahre Betriebsdauer kommen. Erdsonden und Erdkollektoren sind häufig auch mehr als 40 Jahre lang in Betrieb.

7. Effizienz

Die besten Wärmepumpen sind jene, die am wenigsten Strom verbrauchen. Denn das entlastet die Umwelt und Ihre Heizkosten. Wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus dem eingesetzten Strom gewinnen kann, gibt die Leistungszahl an, auch COP (Coefficient of Performance) genannt.

Hierbei schneiden Wasser/Wasser-Wärmepumpen am besten ab, da sie einen COP von mindestens 5,5 erreichen. Das bedeutet, dass diese Art von Wärmepumpe aus 1 Teil Strom durchschnittlich 5,5 Teile Wärme machen kann. Diesen hohen Wert schafft sie, weil das Grundwasser auch im Winter noch relativ warm ist und die Wärmepumpe einen entsprechend geringen Temperaturhub vollbringen muss.

Auch das Erdreich ist im Winter (besonders in tieferen Schichten) immer wärmer als die Luft. Daher liegt der COP bei Erdwärmepumpen bei mindestens 4,5, während Luft/Wasser-Wärmepumpen rund 4 erreichen.

COP der Wärmepumpe: Leistungszahl für die Effizienz

Erfahren Sie, was der COP ist, wie Sie ihn richtig lesen und was ein guter Richtwert ist. Weiterlesen

Der COP gibt bereits einen Anhaltspunkt für die Effizienz. Besser ist jedoch die Jahresarbeitszahl (JAZ). Denn während der COP nur die Performance bei einem bestimmten Betriebspunkt beschreibt, mittelt die Jahresarbeitszahl über die Bedingungen des ganzen Jahres.

Bei einer Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpe können Sie im Bestandsbau mit einer JAZ von mindestens 3,8 rechnen, während die Luftwärmepumpe bei mindestens 3,5 angesiedelt ist. Im Neubau erreichen alle drei Arten eine JAZ von mindestens 4,5.

In den vergangenen Jahren hat die Technik insbesondere bei Luft/Wasser-Wärmepumpen einige Innovationen ermöglicht, sodass der Abstand in puncto Effizienz heute nicht mehr so groß ist wie früher.

Vergleich JAZ und COP: Grafik stellt den Jahresverlauf dar
Im Jahresverlauf zeigt sich der Unterschied zwischen JAZ und COP: Während die Jahresarbeitszahl ein Durchschnitt des gesamten Jahres darstellt, bewegt sich der Coefficient of Performance in einer Kurve.

8. Wartungsaufwand

Bei allen Wärmepumpen sollte der Heizungsprofi bei der Wartung die Filter reinigen und die Dichtigkeit des Kältemittelkreislaufs überprüfen.

Beim Wartungsaufwand der Wasser/Wasser-Wärmepumpe sollten Sie beachten, dass sich Saug- und Schluckbrunnen mit den Jahren zusetzen können und der Fachbetrieb daher regelmäßig eine Kontrolle durchführen sollte. Auch die Überprüfung des Wasserstands in den Brunnen gehört zur Wartung dazu.

Bei der Sole/Wasser-Wärmepumpe sollte der Experte regelmäßig die Zusammensetzung der Sole prüfen, um sicherzustellen, dass der Frostschutz im Solekreis ausreicht. Und wenn doch einmal etwas mit der Erdsonde oder dem Erdkollektor nicht in Ordnung ist, kann es deutlich schwieriger sein, das Problem zu beheben.

Luftwärmepumpen gelten als extrem wartungsarm. Zudem sind hier für den Heizungsbauer alle Systemkomponenten gut zugänglich.

9. Kühlen

  • Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen bieten die Möglichkeit, im Sommer passiv zu kühlen. Dabei nutzt das Heizsystem einfach das kühle Grundwasser oder die kühle Sole aus dem Erdreich, um kaltes Wasser durch den Heizkreis zu pumpen.

  • Luft/Wasser-Wärmepumpen und einige Erdwärmepumpen können auch aktiv kühlen, indem sie den Kältemittelkreis im Sommer umkehren und besonders kühles Wasser produzieren.

  • Wenn Sie eine energiesparende und milde Kühlung wünschen, dann sind Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen gut geeignet. Eine Luftwärmepumpe mit Kühlfunktion ist jedoch etwas effektiver.

Fazit: Welche Wärmepumpe ist die beste?

Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile. Wenn Sie eine solide und effiziente Heiztechnik suchen, die für nahezu jedes Haus passt, dann ist für Sie die Luft/Wasser-Wärmepumpe die beste Lösung.

Wenn Sie es aber ganz besonders effizient haben möchten und die Risiken der Komplexität nicht scheuen, dann finden Sie in der Erd- oder Grundwasserwärmepumpe eine Alternative – jedenfalls immer dann, wenn Ihr Grundstück eine solche Installation hergibt.

Wärmepumpen-Modelle vergleichen

Die Wahl der Wärmepumpen-Technologie ist das eine. Das andere ist es, auch das beste Wärmepumpen-Modell zu finden. Hierbei lohnt sich ebenfalls ein Vergleich der Geräte nach unterschiedlichen Kriterien.

Heizungsbauer finden

Beim Vergleich von Wärmepumpen-Arten hilft Ihnen ein Heizungsbauer in Ihrer Nähe!

Gerade bei Luft/Wasser-Wärmepumpen spielt die Geräuschentwicklung eine zentrale Rolle, denn die Ventilatoren und der Verdichter sollten möglichst leise sein.

Natürlich sollten Sie bei der Wahl der besten Wärmepumpe ganz besonders auf die Effizienz achten. Denn der COP und die JAZ können zwischen hochwertigen Geräten und günstigen Angeboten durchaus sehr unterschiedlich ausfallen.

Auch die Optik stellt bei der Außenaufstellung ein nicht zu unterschätzendes Kriterium dar. Besonders umweltfreundlich sind hochwertige Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel R290 wie die CHA-Monoblock von WOLF.

Luft/Wasser-Wärmepumpe oft die beste Wahl

Mit einer leisen, außen aufgestellten Luft/Wasser-Wärmepumpe machen Sie bei der Wahl Ihrer Heizung nichts falsch, wenn diese einen hohen COP aufweist. Zudem kommen Geräte von Markenherstellern auf eine lange Lebensdauer und sind sehr wartungsarm. Nicht umsonst entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für diese Heizungsart. Denn in vielen Fällen ist die Luftwärmepumpe die beste Wärmepumpe für Ihr Haus.

Jens-Peter Meyer,
Dr. rer. nat.

Über den Autor

Dr. Jens-Peter Meyer schreibt freiberuflich seit dem Jahr 2000 über Heizungsthemen. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien in der Wärmetechnik – speziell in Solarwärmesysteme, Wärmepumpen und Holzheizungen.

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