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Heizen mit Holzbriketts: Anleitung zur Verwendung

In den letzten zehn Jahren ist Heizöl in Deutschland um 30% teurer geworden. Die Kosten für Fernwärme und Erdgas könnten ebenfalls steigen. Angesichts der Preissteigerungen suchen viele nach einer Alternative. Das Heizen mit Holzbriketts kann die Lösung sein. Wie funktioniert das Heizen mit Holzbriketts und welche Kosten entstehen dadurch? Antworten finden Sie in der folgenden Anleitung. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Heizen mit Holzbriketts: Die Vorteile und Nachteile
  2. Diese Brikettarten stehen zur Auswahl
  3. Heizen mit Holzbriketts: Anleitung zur Umweltverträglichkeit
  4. Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Heizen mit Holzbriketts
  5. Heizen mit Holzbriketts: Anleitung für Ihre Sicherheit
Heizen mit Holzbriketts Anleitung: Sägemehl-Holzbrikett auf Stapel

Heizen mit Holzbriketts: Die Vorteile und Nachteile

Was sind Holzbriketts? Ganz einfach erklärt sind Briketts gepresste Brennkörper aus Holz. Sie lassen sich ähnlich wie Holzscheite verwenden. Gegenüber Scheit- oder Brennholz haben Holzbriketts jedoch einen großen Vorteil: Sie können diese besser lagern. Je nach Hersteller sind die Brennkörper in eine platzsparende Form gepresst.

Die unter Druck zusammengepressten Briketts erzeugen beim Verfeuern zudem mehr Wärmeenergie als gewöhnliches Brennholz. Bei der Verbrennung bleibt außerdem weniger Asche zurück. Die Reinigung des Kamins ist also deutlich einfacher. 

Holzbriketts haben nicht nur gegenüber dem Brennholz einen erheblichen Vorteil, sondern zum Beispiel auch gegenüber Braunkohlebriketts. Diese bestehen – wie der Name bereits verrät – aus Braunkohle. Sie werden oft als Alternative zu Brennkörpern aus Holz angepriesen. Tatsächlich erzeugen Braunkohlebriketts auch deutlich mehr Heizenergie: Der Heizwert ist im Vergleich am höchsten.

Der große Nachteil von Braunkohlebriketts ist jedoch die Umweltschädlichkeit. Beim Verbrennen von Braunkohle wird viel CO₂ freigesetzt. Und der Abbau von Braunkohle schadet der Natur massiv. Für das Verfeuern von Braunkohlebriketts gelten deshalb strenge Richtlinien. In manchen Städten und Gemeinden ist es sogar verboten. Zudem muss Ihr Ofen für die Verwendung ausgelegt sein.

Sind Holzbriketts wirklich umweltfreundlich?

  • Holzbriketts sind im Vergleich also umweltfreundlicher als Braunkohlebriketts. Denn Holz ist ein in der Natur vorkommender Rohstoff, der nachwächst. Und er gibt beim Verfeuern nur so viel CO2 ab, wie der Baum zuvor gebunden hatte.

  • Allerdings dauert das Verfeuern von Holzbriketts nur wenige Stunden. Der dafür verarbeitete Baum musste zuvor jahrelang wachsen. Die Theorie des Kohlenstoff-Kreislaufes hinkt daher1. Zudem entsteht beim Verbrennen von Holz deutlich mehr Feinstaub als bei anderen Brennstoffen.

  • Das alles macht Holzbriketts zwar umweltfreundlicher als manch andere Heizarten. Sie können aber mit anderen Heizarten noch umweltfreundlicher und zukunftssicherer heizen – zum Beispiel mit einer Wärmepumpe.

Diese Brikettarten stehen zur Auswahl

Im Fachhandel werden unterschiedliche Arten von Holzbriketts angeboten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Qualität und des Heizwertes. Über die Qualität entscheiden die verwendeten Rohstoffe und das Verfahren zur Herstellung. Die Form gibt hingegen keine Auskunft über den Heizwert. Sie beeinflusst jedoch das saubere Verbrennen. Im Wesentlichen differenzieren Experten zwischen Hartholzbriketts und Weichholzbriketts.

Für Hartholzbriketts werden ausschließlich Hölzer verwendet, die eine sehr hohe Dichte haben. Als Maßstab nutzt der Handel einen Wert von 0,55 g/cm³. Hölzer mit einer höheren Dichte zählen zu der Kategorie Harthölzer. Sie sind schwerer und haben darum einen höheren Heizwert als Weichhölzer – und somit auch  eine bessere Energieeffizienz.

Entscheidend ist ferner der Restfeuchtegehalt der Hartholzbriketts. Je niedriger dieser Wert ist, umso weniger Wasser ist im Brennmaterial. Weniger Restfeuchte bedeutet stets einen optimierten Heizwert.

Die gängigsten Harthölzer

  • Eiche

  • Esche

  • Buche

  • Ahorn

  • Ulme

Eine geringe Rohdichte haben hingegen Weichhölzer. Dafür wachsen sie schneller nach. Das macht einen Einsatz als Brennmaterial aus ökologischer Sicht sinnvoller.

Die gängigsten Weichhölzer

  • Kiefer

  • Fichte

  • Tanne

  • Linde

  • Lärche

Heizen mit Holzbriketts: Anleitung zur Umweltverträglichkeit

Der Aspekt der Umweltfreundlichkeit spielt beim Heizen eine immer wichtigere Rolle. Deshalb wird auch die Wärmepumpe immer beliebter. Sie ist die aktuell umweltfreundlichste Lösung. Holzbriketts gelten im Allgemeinen aber auch als relativ umweltfreundlich. Fossile Brennstoffe weisen hingegen eine deutlich schlechtere Umweltbilanz auf als regenerative Energiequellen. Erdgas, Heizöl oder Braunkohlebriketts sind um ein Vielfaches schädlicher für die Natur als der Brennstoff Holz, wenn er richtig verfeuert wird. 

Beim Vergleich von Brennholz und Holzbriketts zeigt sich, dass gewöhnliches Brennholz sauberer verbrennt. Das sogenannte Feinstaubemissionsniveau ist bei unbehandeltem Feuerholz nämlich etwas geringer als bei gepressten Briketts aus Hart- oder Weichholz. Die Differenz ist jedoch gering. Die Emissionswerte richten sich nach dem Anteil der Rinde im Brennholz. Denn darin sammeln sich Abfallstoffe aus der Luft. Diese werden beim Verbrennen freigesetzt. Auf das Verfeuern reiner Rindenbriketts sollten Sie daher verzichten. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Heizen mit Holzbriketts

Die effiziente Verwendung von Holzbriketts ist keine Wissenschaft. Es kann aber auch nicht schaden, wenn Sie sich einmal genauer mit dem Heizen mit Briketts aus Holz beschäftigen.

Der Funke muss erst einmal überspringen: Bevor es losgeht, sollten Sie sich Anzünder aus dem Fachhandel besorgen. Empfehlenswert sind Paraffinwürfel. Umweltfreundlicher sind jedoch Anzündhilfen aus Holzwolle. Keinesfalls dürfen Sie Spiritus oder einen anderen flüssigen Brandbeschleuniger einsetzen. In diesem Fall setzen Sie sich einem hohen Sicherheitsrisiko aus: Flüssige Anzünder verpuffen leicht und können schwere Verbrennungen hervorrufen. 

Heizungsbauer finden

Lassen Sie sich beraten, ob Holzbriketts die optimale Heizart für Sie sind. Hier finden Sie Heizungsinstallateure in Ihrer Umgebung!

Generell steht beim Heizen eine maximale Wärmeentwicklung bei einer minimalen Freisetzung von Emissionen im Fokus. Dieses Ziel erreichen Sie, wenn für das Verbrennen des Brennstoffes ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Dafür ist eine gute Luftzirkulation entscheidend.

Die folgende Anleitung hilft Ihnen beim effizienten und emissionsarmen Heizen mit Holzbriketts: 

  1. Legen Sie beim Anfeuern maximal drei Briketts in den Kamin. Auf diese Weise bleibt ausreichend Raum für eine gute Luftzirkulation.

  2. Platzieren Sie zwei Briketts mit etwas Abstand nebeneinander und ein drittes Brennmaterial quer auf die beiden unteren Briketts.

  3. Betten Sie die Anzündhilfen zwischen den Briketts von allen Seiten her ein und zünden diese mit einem Streichholz oder langen Feuerzeug an.

  4. Öffnen Sie den Luftregler für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr im Brennraum.

  5. Schließen Sie die Tür zum Feuerraum.

  6. Bildet sich ein Glutbett, können Sie weitere Holzbriketts zum Heizen nachlegen. Für eine gute Luftzirkulation lassen Sie dabei immer ausreichend Platz im Brennraum und regulieren die Luftzufuhr.

Anleitung: So heizen Sie mit Holzbriketts Grafik
Heizen mit Holzbriketts ist gar nicht so schwer. Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.

Heizen mit Holzbriketts: Anleitung für Ihre Sicherheit

Nicht nur beim Verfeuern und Heizen sind einige Sicherheitshinweise zu beachten. Schon bei der Installation eines neuen Kaminofens sollten Sie einige Aspekte beachten. Bevor Sie zu Hause vor Ihrem Kamin entspannen können, muss ein zugelassener Schornsteinfeger diesen abnehmen. Die Städte oder Gemeinden setzen dazu unterschiedliche Vorgaben.

Die Abnahme und Zulassung erfolgt erst, wenn die Betriebs- und Brandsicherheit des Ofens und des Schornsteins nachgewiesen ist. Dazu zählt, dass brennbare Materialien mindestens 50 Zentimeter von der Feuerstelle entfernt gelagert werden müssen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie die Emissionsgrenzwerte einhalten. Vorgaben hierzu gibt die Bundesimmissionsschutzverordnung.

Fazit: Praktische Anleitung zum Heizen mit Holzbriketts

Mit Briketts aus Hart- oder Weichholz heizen Sie Ihre Wohnung schnell und preiswert auf. Die Verwendung der schadstoffarmen Briketts reduziert außerdem den Wartungsaufwand für den Kamin und die Kosten für den Schornsteinfeger. Sie hinterlassen nur wenig Asche im Vergleich zu anderen Hölzern und belasten Brennraum und Schornstein kaum.

Mit unserer Anleitung für das Heizen mit Holzbriketts nutzen Sie den Brennstoff möglichst emissionsarm und effizient. Eine gute Luftzirkulation, die Verwendung von Anzündhilfen und die optimale Anordnung der Briketts sind dabei wichtige Aspekte.

1 ZDF: Heizen mit Pellets und Co: Wie nachhaltig ist Energie aus Holz wirklich?

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