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Klimapaket der Bundesregierung: Was bedeutet das für die Ölheizung?

Wie steht es um die Zukunft der Ölheizung? Das fragen sich viele nach den im September beschlossenen Punkten für das Klimaschutzprogramm. Lesen Sie hier, ob nun ein Ölheizungsverbot kommen wird. Wir klären zudem, was das Klimapaket für Ihre geplante Heizungsmodernisierung bedeutet und ob es sich auch auf Ihre bestehende Ölheizung auswirkt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Hintergründe: Heizung & Klimaschutz
  2. Was plant das Klimakabinett in Sachen Ölheizung?
  3. Was heißt das für Ihre Heizungsmodernisierung?
  4. Werden Ölheizungen ab 2026 verboten?
  5. Dürfen Sie bestehende Ölheizungen weiterhin nutzen?
  6. Nutzen Sie Förderangebote für Ihren Heizungstausch

Die Hintergründe: Heizung & Klimaschutz

In Europa soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 reduziert werden1. Rund 35% des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland gehen auf das Konto der Beheizung und Warmwasserbereitung für Gebäude. Das verursacht rund 30% des CO2-Ausstoßes in Deutschland2.

Die Grafik zeigt, dass ganze 84% des persönlichen Energieverbrauchs im Haushalt für Raumwärme und Warmwasser aufgewendet werden. Eine effiziente Heizung hat daher eine erhebliche Wirkung, wenn es darum geht, umweltschädliche Emissionen – aber auch Ihre persönlichen Energiekosten – zu reduzieren.

Was plant das Klimakabinett in Sachen Ölheizung?

Die Beschlüsse des Klimakabinetts sind bisher keine rechtskräftigen Gesetze. Die Vorschläge benötigen erst die Zustimmung des Bundestags und zum Teil auch des Bundesrats. In diesem Zuge kann es auch noch zu Änderungen an den bisher bekannten Klimaschutz-Eckpunkten kommen.

Wird das Klimaschutzprogramm so wie aktuell vorgeschlagen umgesetzt, würden die Änderungen dennoch nicht sofort in Kraft treten. Bis Ende 2025 ändert sich für Sie nichts. Der Vorschlag lautet, dass Hauseigentümer bei der Heizungssanierung noch bis zu diesem Datum wie bisher ein Ölgerät einbauen können.

Was heißt das für Ihre Heizungsmodernisierung?

Planen Sie also in näherer Zukunft eine Heizungsmodernisierung, steht dieser nichts im Wege. Auch wenn es umweltfreundlichere Heizsysteme als solche mit Öl gibt, ist der Einbau eines effizienten Brennwertgeräts definitiv ein großer Schritt nach vorne. Ihre Heizung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, ist zudem nicht nur gut für die Umwelt – sondern spart ein erhebliches Maß an Heizkosten ein.

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Prinzipiell haben Sie auch die Möglichkeit, von einer Öl- auf eine Gasheizung umzusteigen. Vor allem bei älteren Öltanks, die aufwändig und teuer saniert werden müssten, kann sich das lohnen, empfiehlt Heizungsbau-Meister Kevin Unterberg im Interview mit „Dein Heizungsbauer“.

Auch die Umrüstung vom Heizen mit Öl auf eine Wärmepumpe ist denkbar. In älteren Gebäuden können dabei jedoch größere Umbauten nötig werden. Denn Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn Ihr Haus gut gedämmt und die Heizflächen nicht zu klein sind. Ein Heizungsbauer kann Sie am besten umfassend dazu beraten, welche neue Heizung die richtige für Ihr Haus ist.

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Werden Ölheizungen ab 2026 verboten?

Nein, als Ölheizungsverbot können die Maßnahmen nicht gesehen werden. Ab 2026 dürfen Sie Ölheizungen jedoch womöglich nur noch im Rahmen von Hybridlösungen einbauen. Sie können die neue Öl-Brennwerttherme also gegebenenfalls mit erneuerbaren Energien wie einer Solarthermieanlage oder einer Wärmepumpe kombinieren.

Eine Kombination verschiedener Wärmeerzeuger ist so oder so eine Überlegung wert. Denn die beiden Systeme ergänzen sich auf diese Weise ideal, sodass Sie die höchste Effizienz aus Ihrem Heizsystem herausholen. Kombinieren Sie zum Beispiel die klassische Öl-Brennwerttherme mit Solarthermie, muss die Ölheizung im Sommer in der Regel gar nicht erst anspringen. Die Solaranlage deckt eigenständig Ihren Warmwasserbedarf. Im Winter unterstützt die Solarthermieanlage je nach Auslegung gegebenenfalls zusätzlich bei der Beheizung Ihrer Wohnräume.

Auch eine Photovoltaikanlage wäre eine Möglichkeit, die geplanten Auflagen des Klimakabinetts zu erfüllen. Die PV-Anlage unterstützt im Gegensatz zur Solarthermie jedoch nicht Ihre Warmwasserbereitung und Beheizung – sondern nutzt die kostenlose Sonnenenergie stattdessen, um Sie mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.

Dürfen Sie bestehende Ölheizungen weiterhin nutzen?

Die Änderungen beziehen sich nur auf den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026. Besitzen Sie also aktuell eine Ölheizung oder bauen bis Ende 2025 ein neues Öl-Brennwertgerät ein, wirken sich die geplanten Maßnahmen nicht auf Sie aus. Bestehende Ölheizungen können Sie also auch nach 2026 weiterhin betreiben.

Nutzen Sie Förderangebote für Ihren Heizungstausch

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Kesseltausch in Bestandsbauten mit günstigen Investitions-Zuschüssen. Das ist zumindest noch bis Ende 2019 der Fall. Die Förderprogramme für den Einbau reiner Brennwertheizungen fallen ab 2020 voraussichtlich weg.

Schon ab diesem Zeitpunkt sollten Sie daher über eine Kombination aus Öl und Solarthermie nachdenken. Idealerweise stammen alle Komponenten vom selben Hersteller, damit Sie die Wärmeerzeugung ideal steuern und aufeinander abstimmen können.

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Die KfW unterstützt übrigens auch finanziell bei weiteren Sanierungsmaßnahmen: Wenn Sie zum Beispiel Ihre Fenster erneuern oder Ihre Wärmedämmung verbessern. Denken Sie daran, dass Sie die Förderung beantragen, bevor die Arbeiten beginnen. Mit einem Förderservice sparen Sie Zeit und Aufwand. Zudem gehen Sie sicher, dass Sie alle Möglichkeiten der staatlichen Förderung voll ausnutzen.

 

1 bundesregierung.de: Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030

2 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Bringen Sie Ihr Haus in Bestform

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