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Wärmepumpe: Förderung nutzen und umweltfreundlich heizen

Umweltwärme soll in Zukunft eine zentrale Rolle in der Wärmeversorgung spielen. Der Grund: Anders als Gas- und Ölheizungen stößt zum Beispiel eine Wärmepumpe kein Treibhausgas CO2 aus. Daher hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 die Förderung für die Wärmepumpen stark verbessert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Förderung Wärmepumpe: Staat erstattet anteilig die Investitionskosten
  2. BEG-Förderung für Ihre Heizungsmodernisierung
  3. Bedingungen für die Wärmepumpen-Förderung
  4. Förderung für Wärmepumpe in Kombination mit anderem Wärmeerzeuger
  5. Förderung Wärmepumpe: Förderantrag unbedingt vor Baustart stellen
  6. BEG-Förderung für Ihr neues Effizienzhaus
  7. Erfahrung des Experten nutzen
Förderung Wärmepumpe: Münze in Geldbeutel

Förderung Wärmepumpe: Staat erstattet anteilig die Investitionskosten

Besonders lukrativ ist die Förderung für Wärmepumpen bei der Heizungsmodernisierung. Dafür hat die Bundesregierung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) das Teilprogramm BEG Einzelmaßnahmen ins Leben gerufen.

Im Neubau gibt es dagegen keine direkte Förderung für Heizungen mehr. Die BEG-Förderung Wohngebäude unterstützt Sie, wenn Sie ein sehr effizientes Haus bauen oder ein Bestandgebäude in ein besonders effizientes Haus umbauen. Setzen Sie dabei überwiegend erneuerbare Energien ein, erhalten Sie in der BEG-Förderung Wohngebäude einen sogenannten EE-Bonus. So können Sie auch im Neubau indirekt für den Einbau einer Wärmepumpe Fördergelder erhalten.

Wärmpumpen-Förderung durch die BEG Grafik
Eine Förderung für Ihre neue Wärmepumpe erhalten Sie im Bestandsbau über das Teilprogramm BEG Einzelmaßnahmen. Über die BEG Wohngebäude erhalten Sie Fördermittel für den Bau oder die Sanierung auf Effizienzhaus-Niveau.

BEG-Förderung für Ihre Heizungsmodernisierung

In der Heizungsmodernisierung erhalten Sie im BEG-Teilprogramm Einzelmaßnahmen 35% der Investitionskosten dazu, wenn Sie Ihre alte Heizung gegen eine moderne Wärmepumpe austauschen. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art der Wärmepumpe es sich handelt.

Hatten Sie vorher eine alte Ölheizung in Betrieb, dann steigt Ihr Fördersatz auf 45%. Der Fördersatz kann sogar auf 50% anwachsen, wenn ein zertifizierter Energieberater die Installation der Wärmepumpe in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) empfiehlt.

Sie können bei der BEG-Förderung für die Wärmepumpe wählen, ob Sie einen Investitionszuschuss oder einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss in gleicher Höhe erhalten möchten (Kreditvariante erst ab Mitte 2021). Den Investitionszuschuss beantragen Sie beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Für die Kreditvariante ist die bundeseigene KfW-Bank (KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau) zuständig.

Verbesserte Konditionen für Förderung von Wärmepumpen

Die Attraktivität der Förderung erhöht sich zudem, weil sich die Fördersumme nicht allein auf Basis der Kosten für die Wärmepumpe selbst berechnet. Auch die Kosten für einen Speicher, die Verrohrung und die Demontage der alten Heizung zählen hinzu. Die Kosten für die Fachberatung, den hydraulischen Abgleich und die Einstellung der Heizkurve sind ebenfalls förderfähig.

Wärmepumpen sind insbesondere in Verbindung mit einer Fußbodenheizung oder anderen groß dimensionierten Heizflächen effizient. Daher können Sie auch die Kosten einer neuen Fußbodenheizung bei der BEG-Förderung geltend machen.

Beispielrechnung für die Fördersumme

  • Maximal können Sie eine Investition von 60.000 Euro pro Wohneinheit beim BAFA-Antrag angeben.

  • Wenn Sie also den maximalen Betrag ausschöpfen, erhalten Sie für Ihre neue Wärmepumpe 21.000 Euro an Zuschüssen geschenkt (35% von 60.000 Euro).

  • Hatten Sie davor eine Ölheizung, sind es sogar 27.000 Euro (45% von 60.000 Euro).

  • Liegt die Summe von dem Heizungsbauer-Angebot unter den maximalen 60.000 Euro pro Wohneinheit, nehmen Sie diesen entsprechenden Betrag als Grundlage.

  • Fällt die Rechnung am Ende der Arbeiten übrigens höher aus als das ursprüngliche Angebot, haben Sie leider Pech gehabt. Korrekturen nach oben sind nicht möglich. Das Angebot des Heizungsbauers sollte daher nicht zu eng kalkuliert sein.

Wie gut die BEG-Förderung für Wärmepumpen ist, zeigt das Beispiel der Luft/Wasser-Wärmepumpe. Gab es früher für eine einfache Luft/Wasser-Wärmepumpe 1.300 Euro, so sind es nun zum Beispiel 7.000 Euro, wenn man von 20.000 Euro Investitionskosten ausgeht. Mit dem Bonus für den Tausch der Ölheizung beträgt die Fördersumme sogar 9.000 Euro. Sind Ihre förderfähigen Kosten höher als die hier beispielhaft angenommenen 20.000 Euro, erhöht sich die Summe Ihrer Förderung natürlich auch entsprechend.

Bedingungen für die Wärmepumpen-Förderung

Das Förderprogramm BEG Einzelmaßnahmen für die Wärmepumpe ist an Bedingungen geknüpft. Dabei dürfen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Unternehmen und Kommunen die Förderung beantragen.

Eine wichtige Vorgabe für Wärmepumpenanlagen besteht darin, dass die eingesetzten Wärmepumpen Effizienzvorgaben erfüllen müssen. Diese Effizienz definiert die BEG-Förderung als jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz, wie sie in der Ökodesign-Richtlinie der EU vorgegeben ist. Die Ökodesign-Richtlinie ist die Grundlage, mit der man viele Geräte in die bekannten Energieeffizienzklassen (farbige Labels von A+++ bis E oder F) einteilt. Bei der jahreszeitbedingten Raumheizungseffizienz handelt es sich um eine nach Normvorgaben berechnete Größe. 

Luft/Wasser-Wärmepumpen

Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen für eine Förderung eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von mindestens 135% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 120% (bei 55°C Vorlauftemperatur) erreichen. Da Luft/Wasser-Wärmepumpen der Umgebungsluft die Wärme entnehmen, hängt ihre Effizienz stark von der Lufttemperatur ab. Im Sommer und in der Übergangszeit sind sie effizienter als an extrem kalten Wintertagen.

Förderung Wärmepumpe: Umweltenergie Wärmepumpe Grafik
Sole/Wasser-Wärmepumpen erschließen ihre Energie aus dem Erdreich entweder über eine Tiefenbohrung oder Erdkollektoren. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe nimmt die Energie direkt aus der Umgebungsluft und die Wasser/Wasser-Wärmepumpe gewinnt ihre Energie aus dem Grundwasser mittels eines Sicker- und Saugbrunnens. Alle Varianten sind sehr umweltfreundlich, weshalb die Förderung für Wärmepumpen so hoch ist.

Sole/Wasser-Wärmepumpen

Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen das Erdreich als Wärmequelle. Da das Erdreich im Winter sehr viel wärmer als die Luft ist, sind Erdwärmepumpen effizienter als Luft/Wasser-Wärmepumpen. Sie müssen eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von 150% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 135% (bei 55°C Vorlauftemperatur) erzielen, um eine Wärmepumpen-Förderung zu erhalten.

Wasser/Wasser-Wärmepumpen

Wasser/Wasser-Wärmepumpen entnehmen die Wärme direkt dem Grundwasser. Da der Wärmeübergang vom Grundwasser effizienter ist als der vom Erdreich, sind Wasser/Wasser-Wärmepumpen die effizientesten elektrischen Wärmepumpen.

Ihre Installation ist aber nur möglich, wenn es die örtlichen Gegebenheiten erlauben. Auch für Wasser/Wasser-Wärmepumpen gilt: Sie müssen eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von 150% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 135% (bei 55°C Vorlauftemperatur) erreichen, um förderfähig zu sein.

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Gasbetriebene Wärmepumpen

Ein Spezialfall sind gasbetriebene Wärmepumpen. Dieser Wärmepumpentyp muss eine jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von 126% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 111% (bei 55°C Vorlauftemperatur) erreichen.

Hydraulischer Abgleich wichtig

Förderfähige Wärmepumpen, die die Effizienz-Voraussetzungen erfüllen, finden Sie auf einer Liste, die das BAFA im Internet zur Verfügung stellt. Die rechnerische jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz sagt allerdings noch nichts über die Effizienz der Wärmepumpe in Ihrem konkreten Haus aus. Nur wenn der Heizungsbauer die Heizkurve richtig einstellt und die ganze Heizungsanlage hydraulisch abgleicht, ist eine hohe Effizienz möglich.

Darum sind diese Maßnahmen auch unter den Förderbedingungen zu finden. Weitere Förderbedingungen finden Sie in der folgenden Infobox.1

Bedingungen für Förderung von Wärmepumpen

  • mindestens ein Wärmemengenzähler
  • Einbau eines Stromzählers (bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen)
  • Einbau eines Gaszählers (bei gasbetriebenen Wärmepumpen)
  • jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz: Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen in Wohngebäuden: 150% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 135% (bei 55°C Vorlauftemperatur); Luft/Wasser-Wärmepumpen: 135% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 120% (bei 55°C Vorlauftemperatur); gasbetriebene Wärmepumpen in Wohngebäuden: 126% (bei 35°C Vorlauftemperatur) und 111% (bei 55°C Vorlauftemperatur)
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Anpassung der Heizkurve an das Gebäude
  • Versicherung gegen Sachschäden bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung
  • automatisierte Aktivierung der Netzdienlichkeit anhand der Standards „SG Ready“ oder „VHP Ready“ (ab 2023)

Förderung für Wärmepumpe in Kombination mit anderem Wärmeerzeuger

Die BEG Einzelmaßnahmen Förderung für die Wärmepumpe ermöglicht es zudem, mehrere Wärmeerzeuger zu einer Heizung zu kombinieren. Sie können entweder mehrere erneuerbare Energien nutzen oder die Wärmepumpe mit einem konventionellen Heizgerät verbinden.

Erneuerbare Energien Hybridheizung: Leistungsstarke Kombinationen möglich

Wenn Sie sich für eine Erneuerbare Energien Hybridheizung entscheiden, erhalten Sie ebenfalls 35% Förderung. Auch hier bekommen Sie beim Tausch der Ölheizung sogar 45%. Mit iSFP-Bonus steigt der Fördersatz auf 50%.

Technisch interessant ist zum Beispiel die Kombination aus Sole/Wasser-Wärmepumpe und Solarthermieanlage. Bei solchen Anlagen speisen die Sonnenkollektoren im Sommer ihre Überschüsse in das Erdreich ein. Das hat drei Effekte:

  • Es reichen dann weniger oder kürzere Erdsonden aus. Das gleiche gilt für die Erdkollektorfläche, die dann kleiner dimensioniert werden kann.
  • Zudem reduziert sich die Gefahr einer Permafrostbildung im Erdreich. Ein solcher Effekt kann in Zukunft auftreten, wenn in städtischen Räumen zu viele Erdsonden dicht an dicht stehen.
  • Außerdem verbessert das Speichern von Solarwärme im Erdreich die Leistungszahl und damit die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz der Wärmepumpe.

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Ob diese positiven Effekte die Mehrkosten rechtfertigen, ist umstritten. Nicht umstritten hingegen ist, dass eine Solarthermieanlage in Verbindung mit einer Wärmepumpe Strom einspart.

Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Erneuerbare Energien Hybridheizung aus Wärmepumpe und Biomassekessel. Bei dieser Lösung können Sie im Winter, wenn die Außentemperaturen niedrig sind und besonders die Luft/Wasser-Wärmepumpe eine schlechtere Leistungszahl hat, mit Holz heizen.

Gas-Hybridheizung: Alternative im Bestand

Eine weitere Variante ist besonders dann interessant, wenn die Voraussetzungen Ihres Hauses nicht optimal für die Wärmepumpe geeignet sind. Zum Beispiel dann, wenn es keine Möglichkeit gibt, eine Fußbodenheizung oder andere große Heizflächen überall einzubauen. Dann bietet sich die Verbindung aus Gas-Brennwertgerät und Luft/Wasser-Wärmepumpe an.

Eine solche Gas-Hybridheizung erhält vom BAFA eine Förderung von 30%. Mit Ölheizungstausch-Bonus sind es hier 40%. Gas-Hybridheizungen sparen Heizkosten ein und reduzieren den CO2-Ausstoß Ihres Hauses. Denn sie heizen immer dann, wenn es kostengünstig und effizient ist mit der Wärmepumpe. Erst wenn die Effizienz der Wärmepumpe weniger gut ist, springt der Gaskessel an.

Übersicht BAFA-Förderung für die Wärmepumpe2

Heizungsart
Fördersatz
Fördersatz bei Austausch Ölheizung
Fördersatz mit iSFP-Bonus
Fördersatz mit iSFP- und Ölkesseltausch-Bonus
Wärmepumpenanlage
35%
45%
40%
50%
Erneuerbare Energien Hybridheizung
35%
45%
40%
50%
Gas-Hybridheizung
30%
40%
35%
45%

 

Förderung Wärmepumpe: Förderantrag unbedingt vor Baustart stellen

Wenn Sie die BEG-Förderung für Wärmepumpen in Anspruch nehmen möchten, können Sie einen Förderantrag beim BAFA einreichen. Das geht nur auf elektronischem Wege über die Internetseite der Behörde. Die Förderung mit einem KfW-Kredit wickeln Sie über Ihre Hausbank ab.

Wichtig

  • Sie müssen den Antrag stellen, bevor Sie einen Fachbetrieb mit den Arbeiten für Ihre Heizung beauftragen.
  • Allerdings brauchen Sie für den Förderantrag bereits einen Kostenvoranschlag.
  • Denn Sie müssen mit der Antragstellung die Summen angeben, für die Sie später den Förderbetrag erhalten.

Sie müssen den Antrag für die BAFA-Förderung der Wärmepumpe nicht selbst stellen. Auf der Internetseite des BAFA finden Sie ein Formular, mit dem Sie zum Beispiel Ihren Handwerker dazu bevollmächtigen können. Alternativ gibt es Förderservices, die die Bürokratie für Sie übernehmen.

Vorarbeiten sind erlaubt

Mit vorbereitenden Arbeiten dürfen Sie theoretisch schon vor der Antragstellung des Förderprogramms beginnen. Dazu zählt zum Beispiel das Bohren von Erdsonden bei Sole/Wasser-Wärmepumpen. Wenn Sie aber diese Arbeiten vor der Antragstellung beauftragt haben, dann können Sie dafür keine Förderung erhalten. Daher sollten Sie auf solche Vorarbeiten verzichten.

Heizungsbauer finden

Holen Sie sich Unterstützung für Ihren Förderantrag – beim Heizungsinstallateur direkt in der Nähe!

Nachdem Sie den Förderantrag eingereicht haben, können Sie im Prinzip loslegen. Doch dann tragen Sie das Risiko, dass Sie bei einer Ablehnung Ihres Förderantrags auf den gesamten Kosten der Heizung sitzen bleiben.

Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie auf den Bewilligungsbescheid warten. Dann haben Sie noch zwölf Monate Zeit, bis Ihre Wärmepumpe in Betrieb gegangen sein muss. Bei guter Absprache mit Ihrem Handwerker sollte das ausreichen, um keine Terminprobleme zu bekommen. Alternativ können Sie eine Verlängerung beantragen.

Rechtzeitig Nachweise einreichen

Im Anschluss müssen Sie dem BAFA nachweisen, dass Ihre Wärmepumpe nun eingebaut ist und läuft. Das geschieht mit einem Verwendungsnachweis, den Sie wiederum elektronisch der Behörde übermitteln. Nachdem das BAFA Ihre Unterlagen geprüft hat, zahlt es den Zuschuss auf Ihr Konto ein. Auch den Tilgungszuschuss bei der Kreditvariante über die KfW-Bank erhalten Sie erst nach Eingang des Verwendungsnachweises.

Die BAFA- und KfW-Förderung des Bundes sind übrigens nicht die einzigen Fördertöpfe in Deutschland. Einige Bundesländer, Kommunen und auch Stadtwerke unterhalten eigene Förderprogramme, die Sie zum Teil mit der BEG-Förderung kombinieren können. Daher schadet es nicht, sich mithilfe der Fördermittelberatung einen Überblick zu verschaffen.

BEG-Förderung für Ihr neues Effizienzhaus

Wenn Sie einen Neubau mit einer Wärmepumpenheizung planen, haben Sie die Möglichkeit, die BEG-Förderung für besonders energieeffiziente Häuser zu nutzen. In diesem Fall können Sie bei der KfW einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 150.000 Euro beantragen und erhalten hierbei die Förderung in Form eines Tilgungszuschusses. Wenn Sie keinen Kredit benötigen, können Sie auch einen Investitionszuschuss beantragen, der die gleiche Höhe wie der Tilgungszuschuss hat.

Im Gebäudeenergiegesetz (GEG), früher Energieeinsparverordnung (EnEV), ist festgelegt, wie gut die Dämmung eines Neubaus sein muss. Nun gibt es heute aber längst technische Möglichkeiten, wesentlich besser zu bauen. Ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus 55 zum Beispiel ist um etwa 45% besser als das Referenzgebäude nach dem Gebäudeenergiegesetz. Für dieses Haus beträgt der Zuschuss bis zu 26.250 Euro.

Noch besser ist das KfW-Effizienzhaus 40, das der Staat mit bis zu 33.750 Euro fördert. Den größten Zuschuss gibt es mit maximal 37.500 Euro für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Bei diesem Hausstandard produziert der Neubau eigenen Strom. Das geschieht in der Regel mit einer Photovoltaikanlage, die mit einem Batteriespeicher gekoppelt ist.

Übersicht KfW-Förderung für Neubau mit Wärmepumpenheizung

Maßnahme
Zuschuss
Zuschuss je Wohneinheit 
KfW-Effizienzhaus 40 Plus
25% von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 37.500 Euro
KfW-Effizienzhaus 40
22,5% von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 33.750 Euro
KfW-Effizienzhaus 55
17,5% von maximal 150.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 26.250 Euro

 

Den Solarstrom, den Ihre eigene Photovoltaikanlage produziert, können Sie natürlich auch direkt für Ihre Wärmepumpe verwenden. Daher passt das KfW-Effizienzhaus 40 Plus perfekt zu einer Wärmepumpenheizung.

Das Teilprogramm BEG-Förderung Wohngebäude greift nicht nur im Neubau. Auch wenn Sie Ihr altes Haus in ein Effizienzhaus mit Wärmepumpenheizung verwandeln möchten, gibt es großzügige Fördermittel, die sogar noch deutlich höher ausfallen als im Neubau. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel „KfW-Fördermittel: Finanzielle Unterstützung für Ihr Traumhaus“.

Erfahrung des Experten nutzen

Die Entscheidung für eine neue Heizung sollten Sie sorgfältig vorbereiten. Denn schließlich soll Ihre Heizung über viele Jahre zuverlässig arbeiten. Außerdem verlieren Sie bei einer zu hastigen Entscheidung womöglich finanzielle Zuschüsse. Zum Beispiel wenn das Wärmepumpen-Modell die nötige jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz nicht erreicht.

Eine Fehlentscheidung lässt sich nicht so einfach revidieren. Darum sollten Sie immer die kompetente Beratung eines erfahrenen Heizungsbauers in Anspruch nehmen. Dann klappt es auch mit Ihrer umweltfreundlichen, effizienten Heizung – und vor allem auch mit der finanziellen Förderung für die neue Wärmepumpe.

Heizungsbauer finden

Sie haben Fragen zur Förderung? Kontaktieren Sie einen Heizungsbauer direkt in Ihrer Nähe!

 

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Technische Mindestanforderungen zum Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen

2 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Jens-Peter Meyer,
Dr. rer. nat.

Über den Autor

Dr. Jens-Peter Meyer schreibt freiberuflich seit dem Jahr 2000 über Heizungsthemen. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien in der Wärmetechnik – speziell in Solarwärmesysteme, Wärmepumpen und Holzheizungen.

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