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Wärmepumpe: Förderung nutzen und umweltfreundlich heizen

Umweltwärme soll in Zukunft eine zentrale Rolle in der Wärmeversorgung spielen. Der Grund: Anders als Gas- und Ölheizungen stößt zum Beispiel eine Wärmepumpe kein Treibhausgas CO2 aus. Daher hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 die Förderung für die Wärmepumpen stark verbessert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Staat erstattet anteilig die Investitionskosten
  2. BAFA und KfW: Unterschiede in Neubau und Bestand beachten
  3. Bedingungen für die Wärmepumpen-Förderung
  4. Hydraulischer Abgleich wichtig
  5. Erneuerbare Energien Hybridheizung: Leistungsstarke Kombinationen möglich
  6. Förderung Wärmepumpe: Förderantrag unbedingt vor Baustart stellen
  7. Erfahrung des Experten nutzen
Förderung Wärmepumpe: Münze in Geldbeutel

Staat erstattet anteilig die Investitionskosten

Bis Ende des Jahres 2019 gab es einen festen Zuschuss für Bauherren und Sanierungswillige, die eine Wärmepumpe installiert haben. Die Höhe des Zuschusses richtete sich dabei nach Art und Effizienz der Wärmepumpe. So gab es für eine einfache Luft/Wasser-Wärmepumpe 1.300 Euro. Für besonders effiziente Geräte konnte dieser Betrag bis auf 2.750 Euro steigen.

Für die effizienteren, aber deutlich teureren Sole/Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen erhielten Betreiber 4.000 Euro vom Staat dazu. Bei einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde waren es 4.500 Euro. Für besonders effiziente Sole/Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen gab es Zuschläge. Für eine solche Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde betrug die Förderung dann 6.750 Euro.

In der neuen BAFA-Förderung für Wärmepumpen im Jahr 2020 sind die Konditionen deutlich besser. Denn nun erhalten Sie, wenn Sie Ihre alte Heizung gegen eine moderne Wärmepumpe austauschen, 35% der Investitionskosten. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art der Wärmepumpe es sich handelt. Heizten Sie vorher mit Öl, dann steigt Ihr persönlicher Fördersatz sogar auf 45%.

Verbesserte Konditionen für Förderung von Wärmepumpen

Die Attraktivität der Förderung erhöht sich zudem, weil sich die Fördersumme nicht allein auf Basis der Kosten für die Wärmepumpe selbst berechnet. Auch die Kosten für einen Speicher, die Verrohrung und die Demontage der alten Heizung zählen hinzu. Hinzu kommen noch die Kosten für den hydraulischen Abgleich und die Einstellung der Heizkurve.

Wärmepumpen sind insbesondere in Verbindung mit einer Fußbodenheizung effizient. Daher können Sie (zumindest im Bestandsbau) auch die Kosten einer neuen Fußbodenheizung bei den förderfähigen Kosten geltend machen.

Beispielrechnung für die Fördersumme

  • Maximal können Sie eine Investition von 50.000 Euro pro Wohneinheit beim BAFA-Antrag angeben.

  • Wenn Sie also den maximalen Betrag ausschöpfen, erhalten Sie für Ihre neue Wärmepumpe 17.500 Euro an Zuschüssen geschenkt (35% von 50.000 Euro).

  • Hatten Sie davor eine Ölheizung, sind es sogar 22.500 Euro (45% von 50.000 Euro).

  • Liegt die Summe von dem Heizungsbauer-Angebot unter den maximalen 50.000 Euro pro Wohneinheit, nehmen Sie diesen entsprechenden Betrag als Grundlage.

  • Fällt die Rechnung am Ende der Arbeiten übrigens höher aus als das ursprüngliche Angebot, haben Sie Pech gehabt. Das BAFA lässt keine Korrekturen nach oben zu. Das Angebot des Heizungsbauers sollte daher nicht zu eng kalkuliert sein.

Wie gut die neue BAFA-Förderung für Wärmepumpen ist, zeigt das Beispiel der Luft/Wasser-Wärmepumpe. Gab es bisher für eine einfache Luft/Wasser-Wärmepumpe 1.300 Euro, so sind es nun 7.000 Euro, wenn man zum Beispiel von Kosten für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe von 20.000 Euro ausgeht. Mit Ölkesseltausch-Bonus beträgt die Fördersumme sogar 9.000 Euro. Sind Ihre förderfähigen Kosten höher als die hier beispielhaft angenommenen 20.000 Euro, erhöht sich Ihre Fördersumme natürlich auch entsprechend.

BAFA und KfW: Unterschiede in Neubau und Bestand beachten

Die neue BAFA-Förderung für Wärmepumpen gilt nicht nur im Gebäudebestand. Auch für Bauherren eines Neubaus gelten die großzügigen Fördersätze. Mit der Ausnahme, dass es natürlich keinen Bonus für den Ölkesseltausch gibt.

Wenn Sie einen Neubau planen, haben Sie sogar die Möglichkeit, weitere 30.000 Euro an staatlicher Förderung zu erhalten. Nämlich dann, wenn Sie ein besonders energieeffizientes Haus bauen. In diesem Fall können Sie bei der bundeseigenen KfW-Bank (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau) einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 120.000 Euro beantragen und erhalten dann auch noch einen Tilgungszuschuss.

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In der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist festgelegt, wie gut die Dämmung eines neuen Wohnhauses sein muss. Nun gibt es heute aber längst technische Möglichkeiten, wesentlich besser zu bauen. Ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus 55 ist um etwa 25% besser als der gesetzliche Mindeststandard. Für diesen Baustandard beträgt der Tilgungszuschuss bis zu 18.000 Euro.

Noch besser ist das KfW-Effizienzhaus 40, das der Staat mit bis zu 24.000 Euro fördert. Den größten Tilgungszuschuss gibt es mit maximal 30.000 Euro für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Bei diesem Hausstandard produziert das Haus eigenen Strom. Das geschieht in der Regel mit einer Photovoltaikanlage, die mit einem Batteriespeicher gekoppelt ist.

Übersicht KfW-Förderung für die Wärmepumpe

Maßnahme
Tilgungszuschuss
Tilgungszuschuss je Wohneinheit in Euro
KfW-Effizienzhaus 40 Plus
25% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 30.000
KfW-Effizienzhaus 40
20% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 24.000
KfW-Effizienzhaus 55
15% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 18.000

 

Den Solarstrom, den Ihre eigene Photovoltaikanlage produziert, können Sie natürlich auch direkt für Ihre Wärmepumpe verwenden. Daher passt das KfW-Effizienzhaus 40 Plus perfekt zu einer Wärmepumpenheizung. Da die BAFA-Förderung für die Wärmepumpe mit dem KfW-Kredit für das Effizienzhaus kombinierbar ist, können Sie in diesem Fall sogar doppelt profitieren.

Bedingungen für die Wärmepumpen-Förderung

Das BAFA-Förderprogramm für die Wärmepumpe ist an Bedingungen geknüpft. Dabei dürfen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Unternehmen und Kommunen die Förderung beantragen. Die Förderung im Gebäudebestand können Sie nur in Anspruch nehmen, wenn die bestehende Heizung älter als zwei Jahre ist. Ansonsten gelten die Bedingungen für den Neubau.

Eine wichtige Vorgabe für Wärmepumpenanlagen besteht darin, dass die eingesetzten Wärmepumpen Effizienzvorgaben erfüllen müssen. Diese Effizienz definieren Experten über die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie gibt an, wie viele Teile Wärme das Gerät im Jahresdurchschnitt aus einem Teil Strom gewinnt.

Förderung Wärmepumpe: Einflussfaktoren JAZ Grafik
Die unterschiedlichen Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen setzen sich aus neun Faktoren zusammen. Diese unterteilen sich in reale Betriebswerte und externe Faktoren sowie in nicht in VDI 4650 abgebildete Faktoren. Werden die Effizienzvorgaben erfüllt, kann eine Wärmepumpe gefördert werden.

Dabei handelt es sich um eine nach Normvorgaben berechnete Größe. Im Gebäudebestand unterscheidet der Gesetzgeber nach Art der Wärmepumpe und fordert unterschiedliche Mindest-Jahresarbeitszahlen.

Luft/Wasser-Wärmepumpen

Luft/Wasser-Wärmepumpen müssen im Gebäudebestand eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,5 erreichen. Im Neubau gilt für sie eine Mindest-Jahresarbeitszahl von 4,5. Da Luft/Wasser-Wärmepumpen der Umgebungsluft die Wärme entnehmen, hängt ihre Effizienz stark von der Lufttemperatur ab.

Im Sommer und in der Übergangszeit sind sie deutlich besser als an kalten Wintertagen. Denn je größer der Temperaturhub ist, den eine Wärmepumpe erreichen muss, desto schlechter ist ihre Leistungszahl.

Förderung Wärmepumpe: Umweltenergie Wärmepumpe Grafik
Die Effizienz von Wärmepumpen und somit auch ihre Förderung hängen stark davon ab, wie sie ihre Umweltenergie erschließen. Sole/Wasser Wärmepumpen können ihre Energie aus dem Erdreich entweder über eine Tiefenbohrung oder Erdkollektoren erschließen. Die Luft/Wasser Wärmepumpe nimmt die Energie direkt aus der Umgebungsluft und die Wasser/Wasser Wärmepumpe gewinnt ihre Energie aus dem Grundwasser mittels eines Sicker- und Saugbrunnens.

Sole/Wasser-Wärmepumpen

Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen das Erdreich als Wärmequelle. Da das Erdreich im Winter sehr viel wärmer als die Luft ist, sind Erdwärmepumpen effizienter als Luft/Wasser-Wärmepumpen. Im Bestand müssen sie eine Jahresarbeitszahl von 3,8 erzielen, um förderfähig zu sein. Im Neubau sind es 4,5.

Wasser/Wasser-Wärmepumpen

Wasser/Wasser-Wärmepumpen entnehmen die Wärme direkt dem Grundwasser. Da der Wärmeübergang vom Grundwasser effizienter ist als der vom Erdreich, sind Wasser/Wasser-Wärmepumpen die effizientesten elektrischen Wärmepumpen.

Ihre Installation ist aber nur möglich, wenn es die örtlichen Gegebenheiten erlauben. Auch für Wasser/Wasser-Wärmepumpen gilt: Sie müssen im Bestand eine Jahresarbeitszahl von 3,8 und im Neubau eine 4,5 erzielen, um förderfähig zu sein.

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Gasbetriebene Wärmepumpen

Ein Spezialfall sind gasbetriebene Wärmepumpen. Dieser Wärmepumpentyp muss im Bestand eine Jahresarbeitszahl von 1,25 und im Neubau von 1,5 erreichen.

Hydraulischer Abgleich wichtig

Förderfähige Wärmepumpen, die die Effizienz-Voraussetzungen erfüllen, finden Sie auf einer Liste, die das BAFA im Internet zur Verfügung stellt. Die rechnerischen Jahresarbeitszahlen sagen allerdings noch nichts über die Effizienz der Wärmepumpe in Ihrem konkreten Haus aus. Nur wenn der Heizungsbauer die Heizkurve richtig einstellt und die ganze Heizanlage hydraulisch abgleicht, ist eine hohe Effizienz möglich.

Darum sind diese Maßnahmen auch unter den Förderbedingungen zu finden. Im Neubau ist zudem ein Qualitätscheck der Wärmepumpenanlage nach einem Betriebsjahr erforderlich. Weitere Förderbedingungen finden Sie in den folgenden Infoboxen für den Bestand und den Neubau.1

Bedingungen für Wärmepumpen im Gebäudebestand

  • mindestens ein Wärmemengenzähler
  • Einbau eines Stromzählers (bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen)
  • Einbau eines Gaszählers (bei gasbetriebenen Wärmepumpen)
  • Mindest-Jahresarbeitszahlen: Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen in Wohngebäuden: 3,8; Luft/Wasser-Wärmepumpen: 3,5; gasbetriebene Wärmepumpen in Wohngebäuden: 1,25
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Anpassung der Heizkurve an das Gebäude
  • Versicherung gegen Sachschäden bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung

Zusätzliche Bedingungen für Wärmepumpen im Neubau

  • Simulationsberechnung der Systemjahresarbeitszahl (SJAZ)
  • kurze Beschreibung des Anlagenkonzepts
  • Mindest-Jahresarbeitszahlen: elektrisch betriebene Wärmepumpe: 4,5; gasbetriebene Wärmepumpe: 1,5
  • verbesserte Systemeffizienz: Zusätzliche Anlagenteile oder Sonderbauformen reduzieren Strombedarf und Netzlast bei kalter Witterung
  • Qualitätscheck der Wärmepumpenanlage nach einem Betriebsjahr
  • Flächenheizungen als Wärmeverteilsystem

Erneuerbare Energien Hybridheizung: Leistungsstarke Kombinationen möglich

Die BAFA-Förderung für die Wärmepumpe ermöglicht es zudem, mehrere erneuerbare Energien zu einer Heizung zu kombinieren. Wenn Sie sich für eine Erneuerbare Energien Hybridheizung entscheiden, erhalten Sie ebenfalls 35% Förderung. Auch hier werden beim Ölheizungstausch 45% fällig.

Technisch interessant ist zum Beispiel die Kombination aus Sole/Wasser-Wärmepumpe und Solarthermieanlage. Bei solchen Anlagen speisen die Sonnenkollektoren im Sommer ihre Überschüsse in das Erdreich ein. Das hat drei Effekte:

  • Es reichen dann weniger oder kürzere Erdsonden aus. Das gleiche gilt für die Erdkollektorfläche, die dann kleiner dimensioniert werden kann.
  • Zudem reduziert sich die Gefahr einer Permafrostbildung im Erdreich. Ein solcher Effekt kann in Zukunft auftreten, wenn in städtischen Räumen zu viele Erdsonden dicht an dicht stehen.
  • Außerdem verbessert das Speichern von Solarwärme im Erdreich die Leistungszahl der Wärmepumpe.

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Ob diese positiven Effekte die Mehrkosten rechtfertigen, ist umstritten. Nicht umstritten hingegen ist, dass eine Solarthermieanlage in Verbindung mit einer Wärmepumpe kräftig Strom einspart.

Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Erneuerbare Energien Hybridheizung aus Wärmepumpe und Biomassekessel. Bei dieser Lösung können Sie im Winter, wenn die Außentemperaturen niedrig sind und besonders die Luft/Wasser-Wärmepumpe eine schlechtere Leistungszahl hat, mit Holz heizen.

Gas-Hybridheizung: Alternative im Bestand

Eine weitere Variante für die Förderung einer Wärmepumpe besteht in der Verbindung aus Gas-Brennwertgerät und Luft/Wasser-Wärmepumpe. Eine solche Gas-Hybridheizung erhält vom BAFA einen Fördersatz von 30%. Mit Ölheizungstausch-Bonus sind es hier 40%. Gas-Hybridheizungen sind nur im Gebäudebestand förderfähig. Auch sie bieten den Vorteil, dass immer dann der Gaskessel einspringt, wenn die Effizienz der Wärmepumpe weniger gut ist.

Förderung Wärmepumpe: Förderantrag unbedingt vor Baustart stellen

Wenn Sie die neue Förderung für Wärmepumpen in Anspruch nehmen möchten, können Sie jederzeit einen Förderantrag beim BAFA einreichen. Das geht nur auf elektronischem Wege über die Internetseite der Behörde. Die Förderung mit einem KfW-Kredit wickeln Sie über Ihre Hausbank ab.

Wichtig

  • Sie müssen den Antrag stellen, bevor Sie einen Heizungsbaufachbetrieb mit den Arbeiten beauftragen.

  • Allerdings brauchen Sie für den Förderantrag bereits einen Kostenvoranschlag.

  • Denn Sie müssen mit der Antragsstellung die Summen angeben, für die Sie später den Förderbetrag erhalten.

  • Wenn Sie eine Wärmepumpe in einem Neubau installieren möchten, müssen Sie mit dem Antrag auch eine Beschreibung des Anlagenkonzeptes und eine Simulationsberechnung der Systemjahresarbeitszahl vorlegen.

Sie müssen den Förderantrag nicht persönlich stellen. Auf der Internetseite des BAFA finden Sie ein Formular, mit dem Sie zum Beispiel Ihren Handwerker dazu bevollmächtigen können. Alternativ gibt es Förderservices wie febis, die die Bürokratie für Sie übernehmen.

Vorarbeiten sind erlaubt

Mit vorbereitenden Arbeiten dürfen Sie theoretisch schon vor der Antragstellung des Förderprogramms beginnen. Dazu zählt zum Beispiel das Bohren von Erdsonden bei Sole/Wasser-Wärmepumpen. Wenn Sie aber diese Arbeiten vor der Antragsstellung beauftragt haben, dann können Sie dafür keine Fördermittel erhalten. Daher sollten Sie auf solche Vorarbeiten verzichten.

Nachdem Sie den Förderantrag eingereicht haben, können Sie im Prinzip loslegen. Doch dann tragen Sie das Risiko, dass Sie bei einer Ablehnung Ihres Förderantrags auf den gesamten Kosten der Heizung sitzen bleiben.

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Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie auf den Bewilligungsbescheid warten. Dann haben Sie noch zwölf Monate Zeit, bis Ihre Wärmepumpe in Betrieb gegangen sein muss. Bei guter Absprache mit Ihrem Handwerker sollte das ausreichen, um keine Terminprobleme zu bekommen. Alternativ können Sie eine Verlängerung beantragen.

Rechtzeitig Nachweise einreichen

Im Anschluss müssen Sie bis spätestens sechs Monate nach dem Ende des Bewilligungszeitraumes dem BAFA nachweisen, dass Ihre Wärmepumpe nun eingebaut ist und läuft. Das geschieht mit einem Verwendungsnachweis, den Sie wiederum elektronisch der Behörde übermitteln. Nachdem das BAFA Ihre Unterlagen geprüft hat, zahlt es die Fördersumme auf Ihr Konto ein.

Die BAFA- und KfW-Förderung des Bundes sind übrigens nicht die einzigen Fördertöpfe in Deutschland. Einige Bundesländer, Kommunen und auch Stadtwerke unterhalten eigene Förderprogramme, die Sie zum Teil mit der BAFA-Förderung kombinieren können. Daher schadet es nicht, sich mithilfe der Fördermittelberatung einen Überblick zu verschaffen.

Erfahrung des Experten nutzen

Die Entscheidung für eine neue Heizung sollten Sie sorgfältig vorbereiten. Denn schließlich soll Ihre Heizung über viele Jahre zuverlässig arbeiten. Außerdem verlieren Sie bei einer zu hastigen Entscheidung womöglich finanzielle Zuschüsse. Zum Beispiel wenn das Wärmepumpen-Modell die nötige JAZ nicht erreicht.

Eine Fehlentscheidung lässt sich nicht so einfach revidieren. Darum sollten Sie immer die kompetente Beratung eines erfahrenen Heizungsbauers in Anspruch nehmen. Dann klappt es auch mit Ihrer umweltfreundlichen Wärmepumpe.

Übersicht BAFA-Förderung für die Wärmepumpe2

Heizungsart
Bestandsgebäude Fördersatz
Bestandsgebäude Fördersatz bei Austausch Ölheizung
Neubau Fördersatz
Wärmepumpenanlage
35%
45%
35%
Erneuerbare Energien Hybridheizung
35%
45%
35%
Gas-Hybridheizung
30%
40%
-

 

1 Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Fördervoraussetzungen im Programm Heizen mit Erneuerbaren Energien

2 Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Förderübersicht: Heizen mit erneuerbaren Energien 2020

Jens-Peter Meyer,
Dr. rer. nat.

Über den Autor

Dr. Jens-Peter Meyer schreibt freiberuflich seit dem Jahr 2000 über Heizungsthemen. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien in der Wärmetechnik – speziell in Solarwärmesysteme, Wärmepumpen und Holzheizungen.

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