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Eine neue Heizung finanzieren: Diese Möglichkeiten haben Sie

Sie benötigen eine neue Heizung, haben aber gerade nicht das nötige Kapital zur Verfügung? Kein Problem, Sie können eine Heizung auch finanzieren lassen – und zwar auf vielen unterschiedlichen Wegen. Erfahren Sie hier mehr über die Vorteile einer Heizungsfinanzierung und mögliche Finanzierungsmodelle. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten auf und erklären, welche Förderung zusätzlich infrage kommt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Investition in eine neue Heizung zahlt sich aus
  2. Warum lohnt sich eine Finanzierung der Heizung?
  3. Welche Möglichkeiten gibt es, die neue Heizung zu finanzieren?
  4. Heizung finanzieren und fördern lassen: Förderprogramme
Heizung finanzieren: Bank Gebäude

Die Investition in eine neue Heizung zahlt sich aus

Mehr als jede zweite Heizung in Deutschland ist älter als 20 Jahre.1 Vor allem unter den Ölheizungen gibt es eine nennenswerte Anzahl an Heizkesseln, die sogar schon seit den Siebziger Jahren laufen. Der Großteil dieser Heizungen ist aus heutiger Sicht hoffnungslos veraltet und verursacht hohe Heizkosten.

In vielen Fällen wird der alte Gas- oder Ölkessel so lange betrieben, bis er schließlich den Dienst versagt. Das liegt vor allem daran, dass die Investition in eine neue Heizung mit erheblichen Kosten verbunden ist: Sie müssen nicht nur den neuen Brennwertkessel kaufen, sondern auch montieren und hydraulisch abgleichen lassen. Außerdem müssen Sie die alte Anlage entsorgen.

Praxistipp: Heizkosten sparen mit Heizungstausch

  • Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Selbst wenn die alte Heizung noch zuverlässig Wärme liefert, amortisiert sich die Investition in ein modernes Heizsystem in den meisten Fällen innerhalb weniger Jahre.

  • Ihre Heizkosten reduzieren sich nämlich spürbar.

Sie besitzen gerade nicht genügend Eigenkapital? Auch dann müssen Sie nicht auf eine neue Heizung verzichten. Sowohl Hersteller von Heizungen als auch Banken bieten attraktive Angebote an, um eine neue Heizung zu finanzieren. Zusätzlich können Sie staatliche Förderprogramme nutzen und von zinsgünstigen Darlehen und einmaligen Zuschüssen profitieren.

Warum lohnt sich eine Finanzierung der Heizung?

Eine neue Heizung finanzieren – das lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Moderne Brennwertheizungen verbrauchen deutlich weniger Energie als alte Heizkessel. Dadurch macht sich die Investition unmittelbar auf der Heizkostenrechnung bemerkbar. Alternativ können Sie auch in erneuerbare Energien investieren. Das wirkt sich nicht nur positiv auf Ihre laufenden Kosten aus, sondern auch auf die Umwelt. Außerdem sind neue Heizungen weniger störanfällig. Sie bieten einen spürbaren Mehrwert in puncto Komfort.

In Bezug auf die Finanzierung der Heizung gibt es für jede Einkommens- und Vermögenssituation eine geeignete Lösung.

Die Vorteile der Heizungsfinanzierung im Überblick:

  • Sogar ohne oder mit wenig Eigenkapital können Sie Ihre neue Heizung günstig finanzieren – beispielsweise in Form eines Bank- oder Hersteller-Darlehens.
  • Mit niedrigen Zinssätzen und flexiblen Zahlungsvereinbarungen können Sie eine Finanzierung erhalten, die auf Ihre persönlichen Vermögens- und Einkommensverhältnisse zugeschnitten ist.
  • Moderne Heizungen verbrauchen deutlich weniger Energie – die Einsparungen bei den Heizkosten machen sich sofort bemerkbar. Ein Teil der Finanzierungsraten kann so direkt gegenfinanziert werden. 
  • Durch die Investition in ein neues Heizsystem profitieren Sie von modernen Regelungsmöglichkeiten und einer komfortablen Bedienung per Smartphone.
  • Eine neue Heizungsanlage ist zuverlässiger, weniger störanfällig und verursacht geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten.

Wie Sie sehen, hat das Finanzieren der neuen Heizung viele Vorteile. Alternativ können Sie auch darüber nachdenken, die Heizung zu leasen. Ähnlich wie bei einem Auto-Leasingmodell bleibt die Heizung dabei im Eigentum des Anbieters. Sie wird von diesem betrieben und instandgehalten. Das Leasingmodell stellt eine Alternative mit möglichst geringem Aufwand dar – muss aber genau durchgerechnet werden.

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Welche Möglichkeiten gibt es, die neue Heizung zu finanzieren?

Die Finanzierung der neuen Heizung hängt zunächst einmal von der Höhe der Investitionskosten ab. Je nach Heizungssystem gibt es hier erhebliche Unterschiede:

  • Eine neue Gasheizung schlägt beispielsweise mit 6.000 bis 9.000 Euro für den Wärmeerzeuger, Installation und Warmwasserspeicher zu Buche.
  • Die Kosten bei einer Ölheizung liegen zwischen 10.000 und 12.000 Euro.
  • Eine moderne Wärmepumpe kostet rund 15.000 bis 25.000 Euro.
  • Im Vergleich zahlen Sie für eine Pelletheizung oft deutlich mehr mit 17.000 bis 25.000 Euro plus Kosten für das Vorratslager mit Transportvorrichtung.

Finanzierungen für Heizungen werden nicht nur von Banken, sondern auch von vielen Heizungsherstellern angeboten. Das hat Vor- und Nachteile:

  • Heizungshersteller können die Investitionskosten sowie die Energiekostenersparnis schnell und präzise beziffern. Sie bieten Ihnen einen darauf zugeschnittenen Finanzierungsplan an.
  • Die Abwicklung erfolgt häufig über Partnerbanken der Hersteller. Dabei erhalten Sie als Endkunde alle Leistungen aus einer Hand und haben somit einen geringen Aufwand. Sie sind jedoch gleichzeitig nicht sonderlich flexibel und können nicht verschiedene Kredite vergleichen. Eine Heizungs-Finanzierung über den Hersteller bietet Ihnen also nicht unbedingt die besten Kreditkonditionen.
  • Um die Heizung in kleinen Raten zu finanzieren, können Sie in der Regel eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren wählen.

Die neue Heizung günstig finanzieren: Ein Beispiel

Ein kleines Rechenbeispiel soll verdeutlichen, wie Sie Ihre neue Heizung günstig finanzieren können: Wir gehen davon aus, dass Sie sich eine Gas-Brennwertheizung zum Gesamtpreis von 8.000 Euro anschaffen möchten. Eine Anzahlung in Höhe von 2.000 Euro können Sie bereits aufbringen. Also wird eine Finanzierung für die Kreditsumme von 6.000 Euro benötigt. Bei einer Kreditlaufzeit von 60 Monaten und einem effektiven Jahreszins von 4% beträgt die Monatsrate 110,29 Euro.

Sie sind auf der Suche nach einem Fachbetrieb für Ihr neues Heizungssystem?

  • Dann empfehlen wir Ihnen unseren Online-Service „Heizungsbauer in Ihrer Umgebung“. Hier finden Sie innerhalb weniger Minuten kompetente und erfahrene Heizungs-Spezialisten in Ihrer Nähe.

  • Diese beraten Sie umfassend zu Ihrer neuen Heizung, können eine erste Kostenabschätzung abgeben und Sie bei Interessse an Fördermittelgeber vermitteln.

Heizung finanzieren und fördern lassen: Förderprogramme

Der Staat möchte Anreize für die Investition in moderne Heizungen schaffen. Deshalb hat er zahlreiche Förderprogramme rund um die Modernisierung von Heizungssystemen ins Leben gerufen. Diese laufen unter dem gemeinsamen Begriff der BEG-Förderung.

Durch die Institutionen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) vergibt der Gesetzgeber sowohl zinsgünstige Kredite als auch attraktive Zuschüsse zur Investition in die neue Heizung. Diese lassen sich natürlich mit einer Finanzierung kombinieren. So können Sie die monatliche Belastung so gering wie möglich halten.

Wenn der Austausch Ihrer Heizung der Umwelt zugute kommt, können Sie von einer Förderung für Einzelmaßnahmen profitieren. Und das gilt schon, wenn Ihre alte Heizung erst zwei Jahre alt ist. Je nach neuer Heiztechnik werden Ihnen bis zur Hälfte der Kosten erlassen.

Unser Tipp

Sie können auch Förderungen erhalten, wenn Sie auf anderem Wege sanieren und modernisieren. Es gibt zum Beispiel Zuschüsse für die Heizungsoptimierung. Das ist interessant, wenn Sie Ihre alte Heizung nicht direkt komplett ersetzen wollen. Alle Details zur BEG-Förderung finden Sie in unserem Artikel dazu.

1 Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie: Gewaltiges Potenzial für Klimaschutz in deutschen Heizungskellern

Andreas Wurm,
M.Sc.

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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