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Förderung für die Heizung nutzen und langfristig Kosten sparen

Die staatliche Förderung für neue Heizungen ist derzeit so gut wie nie. Wer jetzt in eine energieeffiziente Heiztechnik investiert, erhält eine stattliche Fördersumme und profitiert über Jahrzehnte von niedrigen Heizkosten. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wer aktuell Förderungen für Ihre Heizung vergibt und von welchen Zuschüssen Sie profitieren können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum fördert die Bundesregierung neue Heizungen?
  2. Gebäudebestand: Viele Möglichkeiten für individuell abgestimmte Heiztechnik
  3. Neubau: Förderung nur für besonders effiziente Heizungen
  4. Weitere Förderprogramme
  5. Förderung Heizung: Beratung vom Fachmann nutzen
Förderung Heizung: Frau mit Füßen auf Heizkörper

Warum fördert die Bundesregierung neue Heizungen?

Nicht immer lenkt der freie Markt die Entwicklung in die politisch gewünschte Richtung. Dann greift die Politik ein, indem sie mit dem Ordnungsrecht Verbote erteilt oder mit finanziellen Anreizen versucht, das angepeilte Ziel zu erreichen. In der Heiztechnik setzt die Bundesregierung seit vielen Jahren hauptsächlich auf das Instrument der finanziellen Anreize. Sie unterstützt mit einer Förderung die Bürger, die in eine neue, umweltfreundliche Heizung investieren.

Generell stehen der Politik drei Förderwege zur Verfügung

  • Sie kann direkte Zuschüsse verteilen.

  • Sie kann zinsgünstige Kredite vergeben.

  • Sie kann Steuererleichterungen beschließen.

  • Bei der Förderung der Heizung nutzt die Bundesregierung alle drei Instrumente.

Deutschland hat sich international verpflichtet, bis zum Jahr 2050 den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie CO2 drastisch zu reduzieren. Denn nur so kann die internationale Gemeinschaft den Klimawandel stoppen und den weltweiten Temperaturanstieg auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Bei ihrer Förderung für die Heizung unterscheidet die Bundesregierung zwischen dem Neubau und der Modernisierung von Anlagen im Gebäudebestand.

Gebäudebestand: Viele Möglichkeiten für individuell abgestimmte Heiztechnik

Im Gebäudebestand kann zwar jeder Hausbesitzer im Prinzip sein Haus umfassend sanieren, eine Fußbodenheizung einbauen und dann mit der Wärmepumpe kostengünstig und umweltfreundlich heizen. Aber das erfordert viel Geld, das nicht jeder zur Verfügung hat.

Auch andere Probleme können im Gebäudebestand auftreten: Sonnenheizungen brauchen zum Beispiel mehrere Kubikmeter große Wärmespeicher. Nicht immer findet sich dafür auch ein geeigneter Platz im Haus oder im Garten. Für Hausdächer, die im Schatten von anderen Gebäuden oder Bäumen liegen, kommt die Solarheizung sowieso nicht in Frage.

Auch eine Wärmepumpe stellt Sie im Gebäudebestand womöglich vor Herausforderungen: Diese Heizungsart läuft am effizientesten mit einer niedrigen Vorlauftemperatur – also benötigen Sie in der Regel große Heizflächen und eine gute Wärmedämmung.

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All das führt dazu, dass die Modernisierung einer Heizungsanlage aus Klimaschutzgründen die viel größere Herausforderung darstellt. In dem einen oder anderen Fall wird man auch Kompromisse zwischen Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz bei der Anlage machen müssen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass nicht auch im Gebäudebestand für jedes Haus eine individuell angepasste, umweltfreundliche Heizung möglich ist. Genau darum bietet die Förderung von Heizungen im Gebäudebestand eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Bessere Förderbedingungen seit 2020

Im „Klimaschutzprogramm 2030“ hat die Bundesregierung seit Jahresbeginn 2020 die Förderung für die Heizung deutlich verbessert. Sie erhofft sich davon neuen Schwung bei der Energiewende im Wärmebereich. Die Förderung basiert jetzt schwerpunktmäßig auf direkten Zuschüssen im Rahmen der BAFA-Förderung.

Diese Zuschüsse gab es zwar auch schon in den vergangenen Jahren, damals erhielten Sie aber je nach Heizung nur einen relativ geringen Festbetrag. Jetzt zahlt der Staat für die gesamte Investition einen ansehnlichen prozentualen Anteil von bis zu 45% aus.

35%

WÄRMEPUMPE FÖRDERUNG

30%

SOLARTHERMIE FÖRDERUNG

20%

  FÖRDERUNG

0%

  FÖRDERUNG

45%

  FÖRDERUNG

40%

  FÖRDERUNG

HYBRID
NACHRÜSTUNG

HYBRID
„RENEWABLE
READY“

ÖL-/GAS-
BRENNWERT NEU

WÄRMEPUMPE

HYBRID NEU

35%

WÄRMEPUMPE FÖRDERUNG

30%

SOLARTHERMIE FÖRDERUNG

Förderhöhe bei Nachrüstung zu einem Bestandsgerät

Voraussetzungen Gebäudebestand:

  • Bestandsgerät mindestens zwei Jahre alt
  • Wärmepumpe: die wichtigsten Voraussetzungen siehe Wärmepumpe
  • Solarthermie:
    • für die Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, die Erzeugung von Kälte oder Lieferung von Wärme/Kälte für Wärme-/Kältenetze
    • Solarkollektoren haben europäisches Qualitätslabel Solar Keymark

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20%

  FÖRDERUNG

  • zunächst Installation eines neuen Gas-Brennwertkessels & innerhalb von zwei Jahren Ergänzung einer Wärmepumpe oder Solarthermieanlage

Voraussetzungen Gebäudebestand:

  • Installation/Vorhandensein einer hybridfähigen Steuerungs- und Regelungstechnik
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Installation eines Speichers (bei Wohngebäuden)
  • mindestens 25% der Heizlast des Gebäudes durch erneuerbare Energien
  • jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von mindestens 92%

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0%

  FÖRDERUNG

  • Das BAFA vergibt seit dem 01.01.2020 keine Förderungen mehr für alleinstehende Öl- oder Gas-Brennwertheizungen.
  • Gas-Brennwertheizungen sind nur noch als Hybridheizung förderfähig.
  • Für den Austausch der alten Ölheizung vergibt das BAFA in bestimmten Kombinationen zusätzlich 10% Austauschbonus.
45%

  FÖRDERUNG

Voraussetzungen Gebäudebestand:

  • Ölheizung älter als zwei Jahre
  • mindestens ein Wärmemengenzähler
  • Einbau eines Stromzählers (bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen) bzw. eines Gaszählers (bei gasbetriebenen Wärmepumpen)
  • Mindest-Jahresarbeitszahlen in Wohngebäuden:
    • Sole/Wasser und Wasser/Wasser: 3,8
    • Luft/Wasser: 3,5
    • gasbetrieben: 1,25
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Anpassung der Heizkurve an das Gebäude
  • Versicherung gegen Sachschäden bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung

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40%

  FÖRDERUNG

  • umgehender Austausch gegen eine neue Gas-Brennwertheizung kombiniert mit mindestens einer Technologie aus erneuerbaren Energien (Wärmepumpe/Solarthermie)

Voraussetzungen Gebäudebestand:

  • Ölheizung älter als zwei Jahre
  • jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz von mindestens 92%
  • hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik
  • mindestens 25% der Heizlast des Gebäudes durch erneuerbare Energien
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

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Sie wollen Ihre alte Ölheizung gegen ein neues Heizsystem tauschen? Vergleichen Sie doch einmal die verschiedenen Fördersätze und Voraussetzungen miteinander! Klicken Sie in der interaktiven Grafik einfach auf die Heizung, die für Sie in Frage kommt.

Zu den förderfähigen Kosten zählen dabei auch Kosten für die Installation, die Planung oder den Wärmespeicher. Bei Wärmepumpen zählt gegebenenfalls natürlich auch die Erdsonde oder der Erdkollektor hinzu. Im Gebäudebestand umfasst die Heizungsförderung sogar die Kosten für den Einbau einer neuen Fußbodenheizung. Die förderfähigen Kosten sind auf maximal 50.000 Euro beschränkt.

BAFA-Förderung Gebäudebestand: Marktanreizprogramm im Überblick

Fördergegenstand
Förderhöhe
Wärmepumpe
(Luft-, Sole-, Wasser- und Gas-Wärmepumpe)
35% der förderfähigen Kosten
Erneuerbare Energien Hybridheizung
(beliebige Kombinationen aus Wärmepumpe, Solarthermie und/oder Biomasse)
35% der förderfähigen Kosten

Biomassekessel

(Pellets, Scheitholz, Hackschnitzel)

35% der förderfähigen Kosten

Gas-Hybridheizung

(Gas-Brennwertkessel in Kombination mit Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomasse)

30% der förderfähigen Kosten
Solarthermie
30% der förderfähigen Kosten

„Renewable Ready“ Gasheizung

(Gas-Brennwertkessel, der innerhalb von zwei Jahren mit Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomasse ergänzt wird)

20% der förderfähigen Kosten

Ölkesseltausch-Bonus

(reine Solarthermie und „Renewable Ready“ Gasheizung sind ausgenommen)

Fördersatz erhöht sich um 10 Prozentpunkte

 

Weitere BAFA-Förderung für Bestandsgebäude

Fördergegenstand
Förderhöhe
Hocheffizienzpumpe
30% der Kosten
Hydraulischer Abgleich
30% der Kosten
Beratungskosten zur Vorbereitung der Heizungssanierung
80% der Beratungskosten
  1. Wärmepumpe

    Im Gebäudebestand umfasst die Heizungsförderung des BAFA Luft/Wasser-Wärmepumpen, Sole/Wasser-Wärmepumpen, Wasser/Wasser-Wärmepumpen und Gas-Wärmepumpen. Der Fördersatz beträgt 35%.

  2. Erneuerbare Energien Hybridheizung

    Auch für eine Erneuerbare Energien Hybridheizung erhalten Sie 35% Förderung. Erneuerbare Energien Hybridheizungen (EE-Hybrid) sind Kombinationen aus mehreren erneuerbaren Energien. Das kann zum Beispiel eine solarunterstützte Wärmepumpe sein.

  3. Biomasse

    Bei den Biomassekesseln fördert der Staat wasserführende Pelletöfen, Pelletkessel, Scheitholzvergaserkessel und Hackschnitzelkessel mit einem Fördersatz von 35%.

  4. Gas-Hybridheizung

    Gas-Hybridheizungen profitieren von der neuen BAFA-Förderung mit einem Fördersatz von 30%. Gas-Hybridheizungen sind Kombinationen aus einem Gas-Brennwertgerät mit einer erneuerbaren Energie. In der Vergangenheit bestand dieser Heizungstyp zumeist aus Gaskessel und Solarkollektoranlage. Zunehmend bietet sich auch die Kombination aus Wärmepumpe und Gas-Brennwertgerät an.

  5. Solarthermie

    Wer eine Solarkollektoranlage zu seiner bestehenden Heizung ergänzt, bekommt 30% der Investition erstattet.

  6. „Renewable Ready“ Gasheizung

     „Renewable Ready“ bedeutet, dass die neue Gas-Brennwertheizung bereits über eine Regelung für erneuerbare Energien verfügen muss. Dann gibt der Staat 20% der Kosten hinzu. Allerdings nur, wenn Sie innerhalb der folgenden zwei Jahre auch die erneuerbaren Energien zu einer vollständigen Gas-Hybridheizung ergänzen.

  7. Ölkesseltausch-Bonus

    Für Besitzer von Ölheizungen fällt die Förderung für die neue Heizung noch besser aus: Der Fördersatz erhöht sich beim Tausch der Ölheizung um 10 Prozentpunkte. Für eine neue Wärmepumpe zum Beispiel erhalten Sie also anstelle des üblichen Zuschusses von 35% nun 45%. Ausgenommen vom Ölkesseltausch-Bonus sind reine Solarthermieanlagen und „Renewable Ready“ Gasheizungen.

  8. Heizungsoptimierung und Energieberatung im Gebäudebestand

    Im Gebäudebestand fördert der Staat auch eine Energieberatung, wenn diese als Vorbereitung für die neue Heizung notwendig ist. Außerdem gibt die Politik im Rahmen der Heizungsoptimierung Zuschüsse für den Einbau von Hocheffizienzpumpen im Heizkreis und einen hydraulischen Abgleich.

    Diese beiden Maßnahmen sind nur förderfähig, wenn Sie nicht die ganze Heizung erneuern möchten. Denn bei der Heizungsmodernisierung sind Hocheffizienzpumpen im Heizkreis Standard und der hydraulische Abgleich gehört zwingend zu den Fördervoraussetzungen. Schließlich kann nur eine hydraulisch abgeglichene Heizung auch effizient funktionieren.

KfW-Förderung der Heizung im Gebäudebestand

Über die bundeseigene KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können Heizungssanierer zusätzlich zur BAFA-Förderung einen zinsgünstigen Kredit für ihre neue Heizung erhalten. Die Darlehenshöhe im KfW-Programm 167 beträgt 100% der förderfähigen Investitionskosten, maximal also 50.000 Euro.

KfW Fördermittel

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Steuerliche Abschreibung der Heizungsmodernisierung

Neu ist seit Jahresbeginn auch die Möglichkeit, die Kosten für eine Heizungsmodernisierung von der Steuer abzusetzen. Das gilt nur für die Sanierung, nicht für den Neubau. Dabei können sich Steuerpflichtige 20% der Kosten über einen Zeitraum von drei Jahren vom Finanzamt anrechnen lassen.

Wer sich für diese Variante entscheidet, darf aber keine Mittel vom BAFA oder von der KfW beantragen. Im Vergleich mit deren Förderprogrammen gilt die steuerliche Abschreibung als finanziell gleichwertig.

Neubau: Förderung nur für besonders effiziente Heizungen

Im Neubau macht die Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Reihe von Vorgaben, zum Beispiel für die Dämmwerte. Daher sind neue Gebäude sowieso schon sehr viel energieeffizienter als ältere Häuser. Der Einbau von energiesparenden Wärmeverteilsystemen, wie Fußbodenheizungen, verursacht beim Neubau kaum Mehrkosten. Das bedeutet, dass Wärmepumpen, die besonders gut mit Fußbodenheizungen funktionieren, schon heute im Neubau konkurrenzfähig sind. Im Neubau ist die Wärmepumpe darum auch aktuell die bereits am häufigsten installierte Heizung.

Förderung Heizung: Anteil Energieträger bei Baugenehmigungen Grafik
Wie beliebt die Wärmepumpe wirklich ist, zeigt die Grafik aus dem Jahr 2017. Wärmepumpen und Gas sind die Energieträger, für die sich in Neubauten am häufigsten entschieden wird.

Deshalb konzentriert sich die Förderung von Heizungsanlagen im Neubau auf die besonders sparsamen Haustypen und die maximal umweltfreundlichen Wärmeerzeuger. Solarthermieanlagen gehören genauso dazu wie Premium-Wärmepumpen.

Die Förderung soll Ihnen helfen, die Mehrkosten für solche besonders effizienten Heizungen schultern zu können. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass solche Heizungen zwar den Klimaschutzzielen dienen, vor allem aber den Betreibern langfristig nutzen. Denn sie machen sich von der Preisentwicklung für Öl und Gas unabhängig und können sicher mit niedrigen Heizkosten über Jahrzehnte rechnen.

BAFA-Förderung für Heizungen im Neubau

Im Neubau gelten die gleichen Fördersätze wie bei der Heizungsmodernisierung. Allerdings gibt es hier keine Mittel für Gas-Hybridheizungen und „Renewable Ready“ Gasheizungen. Außerdem gelten für Heizungen im Neubau strengere Bedingungen.

Heizungsart
Förderhöhe

Wärmepumpe
(Luft-, Sole-, Wasser- und Gas-Wärmepumpe)

35% der förderfähigen Kosten

Erneuerbare Energien Hybridheizung
(beliebige Kombinationen aus Wärmepumpe, Solarthermie und/oder Biomasse)
35% der förderfähigen Kosten
Biomassekessel
(Pellets, Scheitholz, Hackschnitzel)
35% der förderfähigen Kosten
Solarthermie
30% der förderfähigen Kosten

 

  1. Wärmepumpe

    Um förderfähig zu sein, müssen Wärmepumpen im Neubau eine höhere Effizienz aufweisen als im Gebäudebestand. Eine Flächenheizung wie die Fußbodenheizung ist im Neubau Pflicht. Außerdem brauchen die Anlagen technische Einrichtungen, um den Strombedarf und damit die Netzlast bei kalter Witterung zu reduzieren.

  2. Solarthermie

    Solarkollektoranlagen müssen im Neubau mindestens 20 Quadratmeter aufweisen oder es muss sich um ein Solaraktivhaus handeln, das auf einen solaren Deckungsgrad von mindestens 50% kommt. Das heißt, dass das Haus mehr als 50% seiner Wärmeversorgung von der Sonne erntet. Dies weist der Antragsteller anhand einer Simulationsberechnung nach. Diese erhalten Sie vom Heizungsbauer – oder er kümmert sich gleich um den gesamten Antrag für Sie.

KfW-Förderung der Heizung im Neubau

Maßnahme
Tilgungszuschuss
Tilgungszuschuss je Wohneinheit in Euro
KfW-Effizienzhaus 40 Plus
25% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 30.000
KfW-Effizienzhaus 40
20% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 24.000
KfW-Effizienzhaus 55
15% von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag
bis zu 18.000

 

Im Neubau gibt es keine speziellen KfW-Kredite für die Heizung. Allerdings können Bauherren dann KfW-Kredite erhalten, wenn sie ein besonders energieeffizientes Haus bauen (siehe Tabelle). Bei diesen Krediten gewährt der Staat auch einen Tilgungszuschuss. Außerdem kann der Bauherr diese Kredite mit der BAFA-Förderung für seine Heizung koppeln.

Weitere Förderprogramme

Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Kommunen und Stadtwerke unterhalten eigene Förderprogramme. Diese gelten nicht nur für Bestandsgebäude, sondern zum Teil auch für den Neubau (zum Beispiel progres.nrw). Besonders attraktiv sind diese Förderungen, wenn sie mit denen des BAFA kumulierbar sind. Ob die Programme auch für Ihr Vorhaben infrage kommen, erfahren Sie mit unserem Fördermittel-Tool.

Förderung Heizung: Beratung vom Fachmann nutzen

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, die Förderung zu nutzen, sollten Sie sich jetzt genauer informieren. Sprechen Sie Ihren Heizungsbauer an, er wird Ihnen mit kompetentem Rat zur Seite stehen. Wenn Sie sich dann für eine Heizung entschieden haben, können Sie den Förderantrag stellen. Das geht zum Beispiel elektronisch direkt auf der Internetseite des BAFA.

Wichtig dabei ist, dass Sie den Antrag an das BAFA stellen, bevor Sie den Heizungsbauer mit den Arbeiten beauftragen. Sie brauchen aber für den Förderantrag einen Kostenvoranschlag. Dieser ist die Basis für die Berechnung der Fördermittel. Stellt sich das Vorhaben später als teurer heraus, stockt das BAFA die Fördersumme nicht nachträglich auf. Gehen Sie daher sicher, dass alles Nötige im Angebot enthalten ist.

Wenn Sie dann von der Behörde den Bewilligungsbescheid erhalten haben, bleibt Ihnen eine Frist von zwölf Monaten zur Umsetzung der Arbeiten. Danach müssen Sie nur noch den Nachweis über die Inbetriebnahme der neuen Heizung einreichen. Anschließend überweist Ihnen das BAFA die Fördersumme. Wenn Sie zusätzlich auch einen KfW-Kredit in Anspruch nehmen wollen, ist Ihre Hausbank dafür die Anlaufstelle.

Heizungsbauer finden

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Jetzt von lukrativer Förderung profitieren

Angesichts der lukrativen Fördersätze ist es für alle Bürger sinnvoll, über eine Heizungsmodernisierung nachzudenken. Bauherren sollten zudem überlegen, ob sie nicht mithilfe der Fördermittel eine besonders effiziente Heiztechnik in ihrem neuen Eigenheim einbauen sollten. Denn die neue Heizung spart sowohl im Neubau wie im Altbau Jahr für Jahr jede Menge Heizkosten ein.

Jens-Peter Meyer,
Dr. rer. nat.

Über den Autor

Dr. Jens-Peter Meyer schreibt freiberuflich seit dem Jahr 2000 über Heizungsthemen. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf erneuerbaren Energien in der Wärmetechnik – speziell in Solarwärmesysteme, Wärmepumpen und Holzheizungen.

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