Heizen Sie aktuell mit Öl und denken im Rahmen einer Modernisierungs- beziehungsweise Sanierungsmaßnahme über eine neue Heizung nach? Angesichts steigender Kosten, gesetzlicher Auflagen und attraktiver Förderungen ist ein Umstieg in vielen Fällen sehr sinnvoll – wir erklären, worauf Sie achten sollten.
Ölheizung: Alternativen für weniger Kosten und mehr Klimaschutz

Deswegen sollten Sie ihre Ölheizung tauschen lassen
Es gibt gleich mehrere gute Gründe, die alte Ölheizung gegen eine moderne Anlage wie eine Gasheizung oder Wärmepumpe auszutauschen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten:
Gesetzliche Regelungen und Nachhaltigkeit
Wenn Sie eine Ölheizung nutzen, haben Sie sich sicher bereits die Frage gestellt, wie lange Sie Ihre bestehende Anlage noch betreiben dürfen. Im Neubau spielt Öl als Energieträger für Wärme kaum noch eine Rolle, im Bestand ist er dagegen noch recht verbreitet. Dabei spielt auch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) eine große Rolle. Im Neubau etwa dürfen Ölheizungen bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr als alleinige Energieträger verwendet werden.
Rund ein Viertel aller Wohngebäude in Deutschland nutzen immer noch Öl zum Heizen.1 Um die Ziele des Klimapaketes zu erreichen, möchte die Bundesregierung Haushalte dazu animieren, auf klimafreundliche Systeme als Ölheizung-Alternative zu setzen.
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Im Klimaschutzgesetz ist festgeschrieben, das Ziel der Klimaneutralität 2045 zu erreichen. Hierfür müssen allerdings die zulässigen CO₂-Emissionen gesenkt werden, vor allem im (Wohn-)Gebäudesektor. Private Haushalte tragen mit rund 10 bis 12% zu den energiebedingten Emissionen in Deutschland bei.2 Davon entfällt der größte Anteil auf das Heizen.
Um diesen Ausstoß zu reduzieren, sind weitere Sanierungen im Gebäudebestand notwendig. Dazu gehören zum Beispiel neue Dämmsysteme, vor allem aber die Umstellung der Heizsysteme auf Technologien mit erneuerbaren Energien, wie etwa Wärmepumpen. Konventionelle Heizungen mit Öl oder Gas sind deswegen auf lange Sicht nicht zukunftsfähig.
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. |
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| • Durch das GEG sind alleinstehende Ölheizungen in Neubauten in Neubaugebieten als alleinstehende Energieträger verboten, Hybrid-Varianten mit 65% erneuerbarer Energie (EE) sind die Alternative. |
| • In Bestandsgebäuden dürfen Sie Ihre Ölheizung ersetzen, müssen in den kommenden Jahren aber steigende Anteile an Bioöl mit Ihrem Gerät verarbeiten können – hier ist die richtige Wahl entscheidend. |
| • In vermieteten Gebäuden müssen Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind, bei Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren ausgetauscht werden. Ausgenommen sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. |
| • Ab 2045 gilt ein allgemeines Vertriebsverbot von nicht regenerativen Brennstoffen. |
| • Ausführliche Informationen zum gesetzlichen Rahmen finden Sie hier. |
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. | • Durch das GEG sind alleinstehende Ölheizungen in Neubauten in Neubaugebieten als alleinstehende Energieträger verboten, Hybrid-Varianten mit 65% erneuerbarer Energie (EE) sind die Alternative. |
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. | • In Bestandsgebäuden dürfen Sie Ihre Ölheizung ersetzen, müssen in den kommenden Jahren aber steigende Anteile an Bioöl mit Ihrem Gerät verarbeiten können – hier ist die richtige Wahl entscheidend. |
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. | • In vermieteten Gebäuden müssen Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind, bei Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren ausgetauscht werden. Ausgenommen sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel. |
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. | • Ab 2045 gilt ein allgemeines Vertriebsverbot von nicht regenerativen Brennstoffen. |
| • Ölheizungen erhalten keine Förderung, gewiss Unterstützung können Sie höchstens in der Hybrid-Variante mit einer Wärmepumpe erwarten. | • Ausführliche Informationen zum gesetzlichen Rahmen finden Sie hier. |
Effizienz und Kosten
Da die Bundesregierung einen Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen fossiler Brennstoffe festgelegt hat, wird das Heizen mit Öl und Gas unweigerlich teurer. Im Jahr 2025 lag der CO2-Preis bei 55 Euro pro Tonne. Für 2026 ist eine weitere Erhöhung auf 55 bis 65 Euro vorgesehen. Ab 2028 wird der Markt über einen europäischen Emissionshandel reguliert.3
Aktuelle Berechnungen der Verbraucherzentrale zeigen, welche zusätzlichen Belastungen (neben den üblichen Preisschwankungen fossiler Brennstoffe) auf Haushalte zukommen:
In einem älteren Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 kWh entstehen durch den CO2-Preis bei einer Gasheizung im Jahr 2026 jährliche Kosten zwischen 260 und 310 Euro.
Bei einer Ölheizung mit vergleichbarem Verbrauch liegen die CO2-Kosten zwischen 350 und 410 Euro.
Die Werte variieren je nach Gebäudezustand, Witterung und Heizverhalten.
Damit ist es für Hausbesitzer nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch eine Frage der Kosteneffizienz, ob sich eine Alternative zur Ölheizung amortisiert. Diese ist in der Regel nicht nur klimaschonender, sie arbeitet auch effizienter.
Seit 2016 werden Gas- und Öl-Heizkessel im Gebäudebestand mit einem Energieverbrauchslabel gekennzeichnet. Damit können auch Sie die Effizienzklasse Ihres eigenen Heizkessels mit der eines neuen Heizgerätes vergleichen und den Mehrwert einer Alternative zur Ölheizung erkennen.
Unbedingt über eine Ölheizung-Alternative nachdenken sollten Sie, wenn die Ölheizung bereits in die Jahre gekommen ist. Reparaturen können schnell teuer werden, sodass das Heizsystem auch nicht mehr wirtschaftlich ist. Wenn die Heizung plötzlich ausfällt, haben Sie weniger Zeit, eine zu Ihren Anforderungen passende Anlage zu finden.
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Welche Kosten kommen auf Sie zu?
Die Kosten für den Austausch Ihrer Ölheizung hängen von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem:
die Wahl des alternativen Heizsystems,
räumliche und bauliche Gegebenheiten und
technische Anforderungen.
In Ihre Kostenrechnung sollten Sie auch die Entsorgung des alten Heizöltanks einbeziehen. Bei der Abwägung des Preises für eine moderne Ölheizung oder eine Alternative spielt neben der Anschaffung und Installation auch die Preisentwicklung der Energieträger eine sehr entscheidende Rolle.
Zudem sollten Sie die Förderungen für den Heizungstausch mit in Ihre Kalkulation einbeziehen. Beispielsweise erhalten Sie – abhängig von der Heizungsart – eine höhere Förderung, wenn Sie Ihre alte Ölheizung durch eine Alternative auf Basis erneuerbarer Energien ersetzen.
Vor- und Nachteile der Ölheizung
Pro
unabhängig von der örtlichen Infrastruktur
kombinierbar mit erneuerbaren Energien
Austauschmöglichkeiten bei modularen Systemen
Contra
hoher Platzbedarf für die Heizung und den Heizöltank
ungewisse Preisentwicklung von Heizöl
nicht nachhaltig
niedriger Wirkungsgrad, hoher Ölverbrauch
hohe CO2-Emissionen
steigende CO2-Abgabe verursacht weitere Kosten
Keine Förderungsmöglichkeiten
Gesetzliche Einschränkungen
Fazit: Entscheiden Sie sich individuell
Eine alleinstehende Ölheizung ist heutzutage in den meisten Fällen keine zukunftsfähige Alternative mehr. Mit einem modernen Öl-Brennwertkessel sparen sie zwar Kosten und sind auch etwas nachhaltiger unterwegs, an die Effizienz und den günstigen Betrieb erneuerbarer Energien kommt diese Heiztechnik aber nicht ran. In vielen Fällen ist der Austausch Ihrer alten Ölheizung durch ein moderne Technologie deswegen sinnvoll. Welches Heizsystem zu Ihrem Objekt passt, erfahren Sie am besten im persönlichen Gespräch mit einem fachkundigen Heizungsinstallateur in Ihrer Nähe.

