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Die energetische Sanierung im Altbau

Der Heizungstausch ist eine sehr gute Methode, um Heizkosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Aber auch eine bessere Dämmung und neue Fenster machen bei der energetischen Sanierung eines Altbaus meist Sinn. Alle Maßnahmen erfordern zwar vorerst eine größere Investition – lohnen sich finanziell aber schneller als so manch einer denkt. Lesen Sie hier alles zu Ihren Möglichkeiten, welche Kosten Sie jeweils erwarten und welches Einsparpotenzial dahinter steckt.

Energetische Sanierung Altbau: Häuser an Gehweg

Inhaltsverzeichnis

  1. Politische Diskussionen rund um das Thema Energieeffizienz und Gebäude
  2. Energetische Sanierung im Altbau: Technische Möglichkeiten
  3. Was ist Pflicht bei energetischer Altbausanierung?
  4. Vor- und Nachteile einer Sanierung
  5. Förderprogramme zur energetischen Sanierung im Altbau

Politische Diskussionen rund um das Thema Energieeffizienz und Gebäude

Die Politik strebt an, bis zum Jahr 2050 den gesamten Gebäudebestand klimaneutral zu gestalten – ein ambitioniertes Ziel angesichts der rund 18 Millionen Wohngebäude und rund 1,5 Millionen Nichtwohngebäude.

Während Neubauten durch strenge technische Bauvorschriften heute bereits sehr energieeffizient gebaut werden müssen und es sogar eine Pflicht zur Nutzung regenerativer Energiequellen gibt, basieren Altbauten häufig noch auf jahrzehntealten Bautechniken.

Vor allem Häuser, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1979 errichtet wurden, sind unzureichend gedämmt. Die Folge: Diese Altbauten verlieren vor allem im Winter jede Menge Wärme und benötigen im Vergleich zu Neubauten ein Vielfaches an Brennstoff zur Beheizung.

Hintergrundwissen

  • Die Diskussion um energetische Sanierungen im Altbau wird in erster Linie von umweltpolitischen Überlegungen getrieben.

  • Wohngebäude haben einen Anteil von 23%1 an den gesamten CO2-Emissionen in Deutschland und bieten daher ein großes Potenzial zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen.

  • Aus Verbrauchersicht ist die energetische Sanierung des Altbaus jedoch in erster Linie eine Kostenfrage.

  • Im Rahmen von Förderprogrammen versucht der Gesetzgeber, gezielt Anreize für energetische Sanierungen im Altbau zu setzen und Investitionen zu fördern.

Energetische Sanierung im Altbau: Technische Möglichkeiten

Das Spektrum an energetischen Sanierungsmaßnahmen ist vielfältig und reicht von der Dämmung der Gebäudehülle über den Einbau moderner Fenster und Türen bis zur Installation einer neuen Heizung oder der Integration einer Solaranlage in die Gebäudetechnik. Um Ihnen einen Überblick über die vielversprechendsten Modernisierungsmethoden zur energetischen Sanierung im Altbau zu geben, beschreiben wir im Folgenden einige im Detail.

Hausbesitzer sollten generell beachten, dass sie die verschiedenen Maßnahmen nicht separat durchführen, sondern möglichst aufeinander abstimmen. Jedes Haus hat seine eigene Charakteristik, einen eigenen spezifischen Wärmebedarf und eigene bautechnische Besonderheiten. Deswegen ist die Entwicklung eines durchdachten Modernisierungsplans in jedem Fall empfehlenswert.

Die Dämmung des Gebäudes

Je teurer fossile Brennstoffe wie Öl und Gas werden, desto wichtiger ist die effiziente Nutzung dieser Ressourcen. Durch die Dämmung der gesamten Gebäudehülle vom Keller bis zum Dach gelingt es, den Wärmeübergangskoeffizienten signifikant zu reduzieren. Die erzeugte Wärme bleibt länger erhalten und Sie reduzieren den Verbrauch an endlichen Ressourcen deutlich.

Möglichkeiten der Wärmedämmung

  • Bei der Dämmung des Gebäudes zum Zweck der energetischen Sanierung geht es darum, die Wärmedurchlässigkeit der Außenwände durch spezielle Dämmmaterialien möglichst gering zu halten.

  • Dabei ist je nach bautechnischen Möglichkeiten zwischen den drei Optionen der Innendämmung, der Außendämmung und der Kerndämmung zu unterscheiden.

  • Während die Dämmstoffe bei der Außendämmung im Aufbau der Außenwand eingebracht werden, kommt die Innendämmung vor allem bei der Dachdämmung oder bei der Dämmung von Geschossdecken zum Einsatz.

  • Die Kerndämmung bezeichnet schließlich Dämmplatten zwischen den Schalen des Mauerwerks.

  • Diese letzte Option kommt nur infrage, wenn das Mauerwerk mehrschalig ist.

Die Kosten hängen in hohem Maße von der baulichen Substanz im Gebäude, der bautechnischen Ausführung, den verwendeten Baustoffen und den individuellen Gegebenheiten ab. Die folgenden Preise können Sie aber als Richtwerte für eine erste Kalkulation dieser energetischen Sanierungsmaßnahme verwenden2:

Kosten für Wärmedämmung

Art der Dämmung
Kosten
Außendämmung mit Vorhangfassade
170 – 250 Euro/m²
Außendämmung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
90 – 150 Euro/m²
Innendämmung der Fassade
60 – 100 Euro/m²
Kerndämmung der Fassade

15 – 30 Euro/m²

 

Auch bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit sind die individuellen Umstände jedes Gebäudes zu berücksichtigen. Faktoren wie die Entwicklung der Energiepreise haben einen entscheidenden Einfluss auf die Amortisationszeit. In der Regel rechnet sich die Dämmung der Fassade aber nach 8 bis 14 Jahren und eine Dachdämmung nach 8 bis 18 Jahren3.

Ob die energetische Sanierungsmaßnahme für Ihr Haus wirtschaftlich rentabel ist, hängt in hohem Maße von Baujahr und Dämmstandard ab. Vorallem bei Bestandsgebäuden, die vor dem Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung 1979 gebaut wurden, ist eine nachträgliche Dämmung der Gebäudehülle jedoch in der Regel empfehlenswert.

Der Austausch der Fenster

Um die Wärmeverluste in der gesamten Gebäudehülle zu reduzieren, ist neben der Dämmung der Fassade und des Dachs häufig auch der Austausch der Fenster wichtig. Gemäß der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 liegt der maximale Wärmedurchgangskoeffizient moderner Fenster bei maximal Uw=1,3 W/(m²*K). Die reine Verglasung des Fensters darf sogar maximal einen Wert von Uw=1,1 W/(m²*K) aufweisen.

Moderne dreifach ausgeführte Wärmeschutzverglasungen erfüllen diese Anforderung und sorgen dafür, dass bis zu 80% weniger Wärme durch die Fenster verloren geht. Der Einbau dreifach verglaster Fenster bietet sich vor allem in Kombination mit einer Fassadendämmung an.

Die Kosten für den Fensteraustausch hängen von dem gewählten Rahmenmaterial und der Fensterfläche ab. Zur Orientierung können Sie sich nach diesen Beispielwerten des Bayerischen Landesamts für Umwelt richten4. Sie beziehen sich jeweils auf ein komplettes, dreifach verglastes Wärmedämmfenster mit einer Fläche von 1,3 x 1,3 m:

Kosten für neue Fenster

Fenstertyp
Kosten
Fenster mit Kunststoff-Rahmen
ca. 500 Euro
Fenster mit Holz-Aluminium-Rahmen
ca. 680 Euro
Fenster mit Aluminium-Rahmen
ca. 780 Euro

 

Darüber hinaus ist zu beachten, dass weitere Kosten für den Einbau und die Abdichtung der neuen Fenster anfallen. In der Regel liegt der Anteil für die Montagekosten bei rund 30 bis 40% der Gesamtkosten und darf daher nicht vernachlässigt werden.

Bei der Beauftragung eines Fachunternehmens für den Fenstereinbau sollten Sie darauf achten, dass der Fachbetrieb nach den RAL-Gütekriterien zertifiziert ist und entsprechend nach dem RAL-Leitfaden arbeitet.

Die Amortisation dieser energetischen Sanierungsmaßnahme im Altbau liegt je nach Fenstertyp und Gebäudedämmung bei rund 8 bis 15 Jahren. Sie können damit rechnen, etwa 10 bis 20% an Heizkosten einzusparen.

Die Sanierung der Heizungsanlage

Die Sanierung der Heizungsanlage ist im Vergleich zur Fassadendämmung weniger aufwändig und verspricht in vielen Fällen eine erhebliche Reduktion der Brennstoffkosten. Alte Heizungsanlagen arbeiten häufig noch mit einem Heizkessel, der die bei der Verbrennung entstehenden heißen Abgase an die Umgebung abgibt und dadurch viel Energie verliert. Lesen Sie hierfür auch den Artikel "Heizwert versus Brennwert".

Durch die Investition in einen modernen Brennwertkessel gelingt es Ihnen, die fossile Energie viel besser auszunutzen und die Brennstoffkosten zu senken. Gleichzeitig leisten Sie auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz, indem Sie den Verbrauch an fossilen Brennstoffen reduzieren und schädliche Emissionen verringern.

Kosten und Amortisierung einer neuen Heizung

  • Die Kosten für einen neuen Brennwertkessel hängen von der Leistung, dem genutzten Brennstoff (Gas oder Öl) und weiteren Faktoren ab.

  • Bei einem Gas-Brennwertkessel können Sie beispielsweise mit Kosten von 2.000 bis 6.000 Euro zuzüglich der Kosten für den Einbau rechnen.

  • Öl-Brennwertkessel sind im Vergleich tendenziell etwas teurer.

  • Die Investition in einen neuen Heizkessel rentiert sich je nach Sanierungsstand des Gebäudes und der Entwicklung der Energiekosten bereits nach rund 7 bis 10 Jahren.

  • Sanieren Sie Ihren Altbau umfassend, lohnt sich häufig auch eine umweltfreundliche, effiziente Wärmepumpe als Wärmeerzeuger. Lesen sie hier mehr zur Wärmepumpe im Altbau.

Neben der Heizung können Sie im Rahmen der Sanierungsmaßnahme auch weitere Verbraucher unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls durch effizientere Fabrikate ersetzen. Heizungspumpen werden in Altbauten beispielsweise noch häufig als ungeregelte Dauerläufer betrieben, was viel Strom benötigt. Durch die Investition in eine moderne, drehzahlgeregelte Heizungspumpe können Sie den Stromverbrauch nachhaltig senken und Geld sparen – vor allem vor dem Hintergrund stetig steigender Strompreise.

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Die Investition in eine Solarthermieanlage

Die Investition in eine Anlage zur Nutzung der Solarthermie ist streng genommen keine Sanierungsmaßnahme, bietet aber ebenfalls ein attraktives Potenzial zur Reduzierung der Energiekosten und der CO2-Emissionen.

Eine Solarthermieanlage basiert auf der Nutzung von solarer Strahlung in Solarkollektoren, die auf dem Dach des Gebäudes angebracht und von Wasser durchflossen werden. An sonnigen Tagen erhitzt die Strahlung das durchfließende Wasser, das dann anschließend in der Heizungsanlage zur Beheizung des Gebäudes oder sogar als Brauchwarmwasser verwendet werden kann. Um möglichst viel Sonnenenergie nutzbar zu machen, empfiehlt sich gleichzeitig die Investition in einen Speicher.

Die Investition in eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung schlägt bei einem Flachkollektor mit 5m² Fläche für einen typischen Vier-Personen-Haushalt mit rund 4.500 Euro zu Buche. Diese teilen sich wie folgt auf die einzelnen Komponenten auf5:

Kosten für Solarthermieanlage

Bestandteile der Anlage
Kosten
Flachkollektor 5m²
1.800 Euro
Speicher mit 300 l Volumen
1.200 Euro
Installation (Rohre, Pumpe, Montage)
1.500 Euro

 

Je nach Standort und Dämmstandard des Gebäudes können Sie mit einer Solarthermieanlage jährlich 180 bis 250 Euro an Heizkosten sparen. Dadurch ergibt sich ein ungefährer Amortisationszeitraum von 21 Jahren.

Was ist Pflicht bei energetischer Altbausanierung?

Besitzer von besonders alten oder schlecht gedämmten Bestandsbauten müssen gemäß der EnEV bestimmte Sanierungsmaßnahmen durchführen. Verstöße gegen diese Regel werden mit hohen Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet.

Zwar ist in der EnEV keine allgemeine Pflicht zur energetischen Sanierung schlecht gedämmter Altbauten definiert; wenn der Hausbesitzer allerdings mehr als 10% der Fassadenfläche erneuern will, so muss diese Fläche auch gemäß den Vorschriften der EnEV fachmännisch gedämmt werden. Das heißt im Klartext: Wenn Sie kleine Risse im Mauerwerk ausbessern möchten, können Sie dies ohne Probleme tun. Wenn Sie allerdings größere Flächen sanieren, ist eine Dämmung der Fassade erforderlich.

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Darüber hinaus ist es laut EnEV Pflicht, die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach von alten Bestandsbauten nachträglich zu dämmen, wenn diese vorher nicht den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz gemäß DIN 4108-2 genügen. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Gebäude diesen Ansprüchen genügt, empfehlen wir die Beauftragung eines Energieberaters zur Prüfung des Dämmstandards. Lesen Sie hier alles zur Energieberatung und den Kosten dafür.

Eine Dämmung ist unter Umständen nicht notwendig, wenn ein Haus bereits ab Februar 2002 vom Eigentümer selbst bewohnt wurde und es nicht mehr als zwei Wohnungen gibt. In diesen Fällen wird die Sanierungsmaßnahme erst nach einem Eigentümerwechsel fällig – dieser hat dann zwei Jahre Zeit, um die energetische Sanierung des Altbaus durchzuführen.

Auch der alte Heizungskessel steht im Fokus der Gesetzeshüter und muss in bestimmten Fällen durch ein modernes Gerät ersetzt werden. Kessel, die bis zum Ende des Jahres 1984 eingebaut wurden, sind grundsätzlich auszutauschen. Kessel ab 1985 müssen nach einer Betriebszeit von maximal 30 Jahren ebenfalls abgeschaltet werden.

Im Artikel „Wann die energetische Sanierung Pflicht ist – und was Sie genau tun müssen“ erklären wir alles noch einmal in Detail.

Vor- und Nachteile einer Sanierung

Die energetische Sanierung im Altbau hat nicht nur Vorteile, sondern ist auch mit gewissen Nachteilen und Risiken behaftet. Im Folgenden stellen wir Vor- und Nachteile gegenüber:

Pro

  • Reduzierung der Energiekosten – Amortisation der Investition nach wenigen Jahren

  • Reduzierung der CO2-Emissionen

  • Wertsteigerung der Immobilie

  • Verbesserung des Raumklimas

  • Förderprogramme können genutzt werden

  • Mehr Unabhängigkeit von der Preisentwicklung fossiler Brennstoffe

Contra

  • Hohe Investitionskosten

  • Technisch komplexe Maßnahmen bergen das Risiko einer fehlerhaften Ausführung

  • Zeitweise Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Baustelle

Trotz der Nachteile rentiert sich eine energetische Altbausanierung in den meisten Fällen. Fördermittel-Spezialist Martin Kutschka berichtet im Interview mit Dein Heizungsbauer, welches Einsparpotential er bei der Sanierung seines eigenen Hauses nutzen konnte: „Ich habe einen Altbau, Baujahr 1955, in ein KfW 70 Haus verwandelt. Der Erdgasverbrauch sank von 55.000 kWh auf 18.000 kWh, was einer Reduktion von nahezu zwei Dritteln entspricht.“

Förderprogramme zur energetischen Sanierung im Altbau

Um Anreize für eine Investition in die energetische Altbausanierung zu setzen, hat der Staat attraktive Förderprogramme ins Leben gerufen, die bestimmte energetische Modernisierungsmaßnahmen mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten unterstützen.

Wo erhalten Sie eine Förderung?

  • Im Wesentlichen sind es die beiden Institutionen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die sich die Förderung energetischer Sanierungen auf die Fahne geschrieben haben.

  • Während das BAFA seinen Schwerpunkt auf die Erneuerbaren Energien legt, fördert die KfW alle anderen Sanierungen wie die Modernisierung der Heizung oder die Dämmung der Fassade.

Hier listen wir die Förderprogramme auf, die sich für die verschiedenen Maßnahmen ideal eignen:

  1. Zu den beliebtesten Förderprogrammen gehört beispielsweise das KfW-Förderprogramm 151 „Energieeffizient Sanieren“. Es stellt zinsgünstige Kredite für Gebäude zur Verfügung, deren Bauantrag vor dem 1. Februar 2002 eingereicht wurde und eignet sich für Hausbesitzer, die ihre eigenen vier Wände zum „KfW-Effizienzhaus“ sanieren lassen möchten.

  2. Wenn Sie an der Förderung einzelner energetischer Sanierungsmaßnahmen interessiert sind, kommt eher das Programm 152 in Frage. Hier können Sie einen günstigen Kredit für die Wärmedämmung, den Fensteraustausch oder die Optimierung der Heizungsanlage in Anspruch nehmen.

  3. Wenn Sie die Heizung mit erneuerbaren Energien kombinieren möchten, ist zudem der Ergänzungskredit 167 interessant. Die Kredithöhe liegt bei bis zu 100.000 Euro für die Sanierung zum Effizienzhaus beziehungsweise bei bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen. Darüber hinaus sind auch Tilgungszuschüsse vorgesehen.

  4. Wenn Sie keinen Kredit aufnehmen möchten, sondern eher an einer einmaligen Finanzspritze zur Förderung der Sanierungsmaßnahme interessiert sind, ist das KfW-Förderprogramm 430 interessant. Das Programm zielt ebenfalls auf die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sowie auf Einzelmaßnahmen ab und stellt folgende Zuschüsse zur Verfügung:

    - Bis zu 10% der Investitionskosten bei Einzelmaßnahmen (bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit)

    - Bis zu 30% für ein KfW-Effizienzhaus (bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit)

Lesen Sie mehr zur Förderung von Sanierung und Heizungstausch in unserer Ratgeber-Rubrik. 

Sanierungsmaßnahmen im Altbau: Ein Fazit

Von der Dämmung der Gebäudehülle über den Austausch der Fenster bis hin zur Erneuerung der Heizungsanlage: Die Sanierung eines Altbaus ist aufwendig und kann bei umfassenden Maßnahmen kostspielig sein. Auf lange Sicht lohnt sich diese Investition allerdings nicht nur für die Umwelt, sondern auch finanziell für die Hausbesitzer.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, einen Energieexperten hinzuzuziehen, der sich Ihr Gebäude mit den individuellen Bedingungen ansieht und Ihnen konkrete Maßnahmen vorschlägt.

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1 Statista: Anteil der CO2-Emissionen durch Gebäude im Jahr 2010

2 Energieheld: Fassadendämmung – Arten und Kosten

3 Energieheld: Energetische Sanierung – Vorteile, Kosten und Förderung

4 Effizienzhaus-online: Fenster: Preise hängen von vielen Faktoren ab

5 Energieheld: Kosten Solarthermie – das kostet die Solaranlage

Andreas Wurm

Über den Autor

Andreas Wurm absolvierte seinen Bachelor of Science in Maschinenbau an der RWTH Aachen University und schloss einen Master in Energietechnik (Spezialisierung Erneuerbare Energien) an derselben Universität an. Nach seinem Studium war er von 2014 bis 2016 Projektingenieur in der Branche Heizungs- und Klimatechnik.

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